Ministerin Monika Bachmann spricht sich gegen Diskriminierung bei Blutspenden wegen der sexuellen Identität aus

„Wir brauchen Blutspenden, denn sie retten Leben. Wir wissen um die Knappheit der Blutkonserven, die sich angesichts der demographischen Entwicklung zu einer immer größeren Herausforderung entwickelt. Vor diesem Hintergrund ist es mir unverständlich, wie ganze Personengruppen wie männliche Homosexuelle faktisch von der Blutspende ausgeschlossen werden können“, erklärt Gesundheitsministerin Monika Bachmann heute im Rahmen der GMK.

Seit 2017 können Homosexuelle Blut spenden unter der Prämisse, dass sie sich an eine zwölfmonatige Abstinenz halten, was de facto einem Ausschluss gleichkommt. Für ein erhöhtes Infektionsrisiko ist nicht die sexuelle oder geschlechtliche Identität eines Menschen

verantwortlich, sondern das tatsächliche Risikoverhalten. Mit der Benennung von homosexuell-orientierten und transgeschlechtlichen Personen als Personengruppen mit erhöhtem Übertragungsrisiko schwerer Infektionskrankheiten, wird diesen Gruppen pauschal ein unreflektiertes und risikoreiches Sexualverhalten unterstellt.

„Dieser Umstand wird von den Personengruppen – aus meiner Sicht zu Recht - als Diskriminierung empfunden. Ziel des Antrags ist es, neben der Gewinnung möglicher Blutspender, den Blutspendeschutz künftig an individuelles sexuelles Risikoverhalten zu knüpfen, so dass die pauschale Diskriminierung von Homosexuellen ein Ende findet. Natürlich möchte ich ausdrücklich betonen, dass die medizinische Sicherheit gewonnener Blutspenden und die Sicherheit der potenziellen Empfängerinnen und Empfänger zu jeder Zeit die höchste Priorität haben“, so Monika Bachmann abschließend.