Bislang verwandte Geschwindigkeitsmessanlagen müssen vor Ort installiert, personell abgesichert werden

Die gute Nachricht zuerst: Laut der Polizeilichen Verkehrsunfallstatistik des Saarlandes für das Jahr 2019 gab es seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1957 im Jahresschnitt noch nie so wenige tödlich verunglückte Menschen im Straßenverkehr wie letztes Jahr. Jetzt die schlechte Nachricht: Es war und ist festzustellen, dass auch im laufenden Jahr 2020 bei Unfällen mit Personenschaden oftmals nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen darstellt.
Aus diesem Grund kündigte Innenminister Klaus Bouillon im März dieses Jahres den Einsatz „semimobiler Geschwindigkeitsmessanlagen“ außerhalb geschlossener Ortschaften an. Zwei solcher Geräte sind nun durch die saarländische Polizei im Einsatz.

Vorteil dieser Messanlagen ist vor allem, dass sie über längere Zeiträume hinweg an Stellen, an denen gefährlich schnell gefahren wird, das Geschwindigkeitsniveau deutlich reduzieren und somit auch Unfallgefahren minimiert werden können.
Die bislang verwandten Geschwindigkeitsmessanlagen müssen vor Ort installiert, personell abgesichert werden. Die neuen „semimobilen Geschwindigkeitsmessanlagen“, sog. „Enforcement trailer“, können tagelang im Einsatz sein, bieten Diebstahlschutz und ausreichende Speicherkapazitäten.

Innenminister Klaus Bouillon: „Die Statistik für das Jahr 2019 zeigte eine positive Entwicklung. Wir dürfen jedoch nicht aufhören, weiter daran zu arbeiten, die saarländischen Straßen sicherer zu machen. Mit Einführung dieser mobilen Messanhänger ist ein weiterer konsequenter Schritt getan, um diese Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger im Straßenverkehr zu gewährleisten und Menschenleben und Gesundheit zu schützen. Denn jede und jeder einzelne Verkehrstote ist eine bzw. einer zu viel.“ Verkehrsüberwachung sei kein Selbstzweck, sondern damit würden schweren Folgen von Unfällen vorgebeugt, so der Minister.

Die saarländische Verkehrspolizei setzt zwei dieser „semimobilen Geschwindigkeitsmessanlagen“ bei der Verkehrsüberwachung ein. Die beiden neuen und bereits bei zahlreichen saarländischen Kommunen im Einsatz befindlichen Messgeräte ergänzen die vorhandene Messtechnik der Verkehrspolizei.

Der Innenminister: „Damit kann unsere Polizei überall im Saarland auf eine hochmoderne und flexibel einsetzbare Technik zurückgreifen. Sie ermöglicht eine rasche Reaktion an Unfallhäufungsstellen, aber auch sobald einzelne Brennpunkte identifiziert werden und ergänzt somit sinnvoll die Palette der polizeilichen Verkehrsüberwachung.“