Hotline auf nunmehr über 100 Mitarbeiter aufgestockt – Warteliste für Impfwillige wird eingeführt
Im Zuge der Erweiterung des Impfangebotes durch zusätzliche Termine wurde seitens des Ministeriums die Möglichkeit geprüft, eine Warteliste für diejenigen einzuführen, die trotz Bemühungen keinen freien Termin bekommen konnten. Seit heute steht fest, eine Warteliste soll bis Anfang kommender Woche eingerichtet werden.

Dazu Ministerpräsident Tobias Hans: „Die Corona-Pandemie ist und bleibt eine große Kraftanstrengung für unser Land und ein Belastungstest für uns alle. Als erstes Bundesland haben wir mit großem Erfolg vergangene Woche mit den Impfungen in unseren drei Impfzentren begonnen. Im bundesweiten Vergleich konnten wir bereits deutlich mehr Menschen impfen als der Schnitt der Länder, wir
befinden uns derzeit auf einem guten 6. Platz. Die Nachfrage nach einer Impfung ist gerade bei den Saarländerinnen und Saarländern über 80 ganz besonders hoch. Über diese vorbildliche Impfbereitschaft dieser Generation, die unser Saarland mit aufgebaut hat, freue ich mich sehr. Damit diese Menschen bei knapp verfügbarem Impfstoff nicht mehrfach versuchen müssen, einen Impftermin zu ergattern, haben wir uns dazu entschieden, das Anmeldesystem gerechter zu gestalten. Aus diesem Grund werden wir zeitnah eine Warteliste anbieten. Für diese Warteliste können sich alle Menschen der ersten berechtigten Impfgruppe anmelden und erhalten im Anschluss daran einen Termin für eine Impfung in einem der drei Impfzentren. Kann dieser Termin aus besonderen berechtigten Gründen nicht angenommen werden, so ist es möglich, über die Hotline einen neuen Termin zu vereinbaren, sofern noch alternative Termine zur Verfügung stehen. Damit geben wir allen die Chance, sich schnell und unkompliziert auf die Warteliste aufnehmen zulassen. Damit ist unser Bundesland eines der ersten, die dieses seniorengerechte Verfahren anwendet.“

Auch am Tag Neun seit Impfbeginn im Saarland ist die Nachfrage nach Impfungen ungebrochen: trotz einer modifizierten Terminvergabe und weiteren zusätzlichen Impfterminen konnten die Mitarbeiter des Hotline-Dienstleisters den Ansturm nicht Herr werden, denn aufgrund der geringen Impfstoffmenge, gingen viele der Anrufer leer aus. „Wir haben sofort reagiert und den Dienstleister beauftragt, die Mitarbeiterzahl weiter auf über 100 zu erhöhen“, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann. Auch haben wir in Abstimmung mit dem Betreiber des Buchungsportals besprochen, zur Terminvergabe eine Warteliste einzuführen. Der Dienstleister arbeitet mit Hochdruck an einer technischen Überarbeitung der Plattform, die nächste Woche im Saarland eingesetzt werden soll.“

Bachmann weiter: „Während in vielen Bundesländern die Impfzentren noch geschlossen bleiben und auch die Hotlines mit den gleichen Herausforderungen heute die Arbeit aufgenommen haben, ist das Saarland im Bundesvergleich mit dem Verimpfen weit vorne. Das Impfen in den Altenhilfeeinrichtungen und in den Impfzentren läuft reibungslos. Es fehlt aber an weiterem Impfstoff, um die Kapazitäten in den Impfzentren und damit die Terminvergabe auszuweisen. Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen der Impfstoff von Moderna zugelassen und in die Länder geliefert wird. Auch hoffen wir, dass Biontech/Pfizer in Marburg weitere Produktionskapazitäten aufbaut.“

Das Ziel und der Anspruch im Saarland ist es, Personen über 80 Jahre, Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen und die Bewohner von Altenhilfeeinrichtungen gleichermaßen zu impfen. Alle sollen die gleichen Chancen haben, jedoch muss deutlich herausgestellt werden, dass wir trotz der täglichen Erweiterung der Impftermine, zu wenig Impfstoff haben. Für medizinisches Personal in Kliniken ist ein eigenes Impfangebot vorgesehen.

„Rund 120.000 Saarländer haben als erstes Anspruch nach der Impfverordnung des Bundes und der Ständigen Impfkommission: wir haben aktuell aber monatlich nur 35.000 Impfdosen für Impftermine, das zeigt, dass wir 3-4 Monate bei den jetzigen Impfstoffmengen brauchen werden, um im April auf die berechtigte Gruppe der 2. Priorität zu impfen. Unser Kurs ist klar: Nachfrage durch Terminvergaben abbauen – Schutz durch Impfungen aufbauen. Hierzu benötigen wir aber auch die erforderliche Menge an Impfstoff“, so Ministerin Bachmann abschließend.