Der Ehrenortsvorsteher feierte seinen 90. Geburtstag
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Emil Brill an seinem 90. Geburtstag
mit seiner Frau Thekla
Foto: Privat
Am Dienstag, dem 5. Januar stand das Telefon bei Emil Brill nicht mehr still. Sehr viele Menschen wollten ihrem „Emil“ zum runden Geburtstag gratulieren. Während der Habacher Ehrenortsvorsteher seinen 80. Geburtstag vor einem Jahrzehnt mit vielen Gästen im Bürgerhaus

in Habach feiern konnte, sorgte die andauernde Corona-Pandemie dafür, dass der Jubilar den 90. Geburtstag im kleinsten Kreis seiner Familie mit seiner Frau Thekla und Tochter Marliese zu Hause feierte.
Eppelborns Bürgermeister Andreas Feld und der Habacher Ortsvorsteher Peter Dörr übersandten aufgrund der aktuellen Situation Geburtstagsgrüße an den Jubilar. Das, was Emil Brill für seinen Heimatort Habach geleistet hat, so betont Bürgermeister Feld, sei etwas ganz Außergewöhnliches. Er dankt dem Altersjubilar für seinen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz für seinen Heimatort Habach.

Ehrenortsvorsteher Emil Brill war in vielen Vereinen ehrenamtlich engagiert, hat sich zudem viele Jahrzehnte lang kommunalpolitisch für Habach eingesetzt. Vor allem das Bürgerhaus, bis 1974 die Volksschule, haben die Habacher ihrem ehemaligen Ortsvorsteher zu verdanken, wie Feld betont.
Der gelernte Maschinenschlosser hat seine zahlreichen Tätigkeiten unter dem Motto „Ein Leben mit dem Ehrenamt“ zusammengefasst. Bereits im Jahr 1950 trat er in die Freiwillige Feuerwehr Habach ein und ist Träger der Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold am Bande. Seine große Leidenschaft für die Natur ließ ihn am 17. Dezember 1956 in den Obst- und Gartenbauverein Habach eintreten. Mehr als 30 Jahre lang war er Vorsitzender des Vereins und engagierte sich auch im Vorstand des Kreisverbandes. In der Jagdgenossenschaft Habach war Emil Brill viele Jahre stellvertretender Vorsitzender. Ganz besonders am Herzen lagen ihm die Menschen im Pflegeheim Haus Hubwald in Habach. Dort hat er am 12. Mai 1984 gemeinsam mit Bürgermeister a.D. Karl Eckert den Förderkreis aus der Taufe gehoben und war zunächst 20 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender. Emil Brill übernahm dann 2005 den Vorsitz, den er bis zum 27. Mai 2009 innehatte.
Schließlich ist es dem Jubilar auch zu verdanken, dass das Bauernhaus Habach erhalten geblieben ist. Emil Brill hat es quasi gemeinsam mit Bürgermeister a.D. Fritz-Hermann Lutz vor der Abrissbirne gerettet und zusammen mit der Stiftung Kulturgut der Gemeinde Eppelborn ein ganz besonderes, lebendiges Museum geschaffen.
Schließlich blickt Brill auf viele Jahrzehnte Kommunalpolitik zurück. Eingetreten in die CDU ist er im März 1974. Im gleichen Jahr wurde er nach der Gebietsreform gleich in den ersten Ortsrat Habach und schließlich auch zum Ortsvorsteher gewählt. Dieses Amt hatte er 25 Jahre inne.

„Emil Brill ist ein echtes Vorbild für uns alle. Er hat sich in großem Maße für sein Dorf engagiert, hat an vielen Stellen dafür gesorgt, dass Habach sich so entwickeln konnte“, erklärt Bürgermeister Feld. Die Kommunalpolitik vor Ort, bescheinigt ihm seine Tochter Marliese Weber, geht von jeher einher mit dem Blick über den Tellerrand. „Mein Papa war immer Visionär. Was andere viele Jahre später erst entdeckt haben, war für meinen Vater längst selbstverständlich“, sagt sie. Marliese Weber überreichte als Vorsitzende der Stiftung Kulturgut ebenfalls ein Präsent an den Altersjubilar. Bürgermeister Feld und Ortsvorsteher Dörr wünschen dem Jubilar vor allem noch viele Jahre Gesundheit.