SPD-Stadtratsfraktion Bexbach bringt Resolution in den Stadtrat ein
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Auflösung des Bäckerhauses Ecker könnte drastische Folgen für den Bäckerbub-Produktionsbetrieb in Bexbach haben
© Jan Hornberger

„Wir stehen zu den Beschäftigten der Firma Bäckerhaus Ecker und haben daher eine Resolution in den Stadtrat eingebracht. Wir wollen, dass die Zerschlagung von Bäckerhaus Ecker und die Schließung des Bäckerbub-Produktionsbetriebes in Bexbach verhindert wird.

Ziel muss die Sicherung der Arbeitsplätze und der Erhalt fairer Arbeitsbedingungen sein“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Vogelgesang.
Am 17.02.2021 berichteten die Saarbrücker Zeitung und andere Medien, dass sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) um die Zukunft von Bäckerhaus Ecker sorge. Das Unternehmen soll nach Informationen der Betriebsräte bis Ende 2023 zerschlagen werden. Bäckerhaus Ecker betreibe im Saarland und der angrenzenden Westpfalz 56 Filialen und habe 460 Mitarbeiter. Das Bäckerhaus Ecker gehört seit 2010 zur K&U-Bäckerei aus Baden-Württemberg, einer 100-prozentigen Tochter von Edeka Südwest. K&U soll laut Gewerkschaft ebenfalls aufgelöst werden. Dort seien bis zu 3500 Beschäftigte und 400 Filialen betroffen.
Laut Angaben des Geschäftsführers der NGG-Region Saar sei Edeka Südwest drauf und dran, Bäckerhaus Ecker und K&U zu zerlegen. Die Filialen sollen demnach den jeweiligen Edeka-Einzelhändlern zur Übernahme angeboten werden. Den Beschäftigten bei Ecker drohe eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, denn viele Einzelhändler seien weder tarifgebunden, noch hätten sie einen Betriebsrat.
Die Auflösung des Bäckerhauses Ecker könnte drastische Folgen für den Bäckerbub-Produktionsbetrieb in Bexbach haben, wenn die Verknüpfung von Produktion und Verkauf entfällt. Die Gewerkschaft befürchtet daher mittelfristig die Schließung des Standorts in Bexbach mit seinen rund 120 Mitarbeitern. Gegen die Pläne formierte sich bereits massiver Protest. Am 21.02.2021 fanden sich am Produktionsbetrieb in Bexbach 250 Menschen zu einer Menschenkette und Kundgebung ein.
„In unserem Resolutionsentwurf, der hoffentlich vom Stadtrat so beschlossen wird, appellieren wir daher an die Verantwortlichen bei Edeka Südwest, von ihren Plänen Abstand zu nehmen zu ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stehen. Wir bitten zudem die Verwaltungsspitze, sich mit der Geschäftsleitung von Edeka Südwest in Verbindung zu setzen und mit Nachdruck auf die mit einer Zerschlagung von Bäckerhaus Ecker verbundenen gravierenden Folgen für die Stadt und insbesondere für die betroffenen Menschen und ihre Familien hinzuweisen“, so SPD-Fraktionschef Dirk Vogelgesang.