Zur Subpriorisierung bei COVID-19 Impfungen und Randomisierung der Impfliste
Aufgrund der Empfehlung der Ständigen Impfkommission und der epidemiologischen Situation im Saarland wird eine Subpriorisierung bei COVID-19 Impfungen mit erhöhter Priorität vorgenommen. Demnach werden Impftermine für Personen mit erhöhter Priorität (Prio 3) in zwei Stufen vergeben werden. Diese Entscheidungen hat der Ministerrat gestern getroffen.

Zur ersten Stufe zählen Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, die aufgrund einer Erkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren odertödlichen Krankheitsverlauf haben, die Kontaktperson von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person sind sowie Personen mit niedrigem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen.

Ebenso sollen Personen mit prekären Arbeits- und/oder Lebensbedingungen, insbesondere aus den Bereichen Justizvollzug, Landesaufnahmestelle sowie Obdachlosenunterkünfte und Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher vorrangig einen Impftermin erhalten.

In der zweiten Stufe sollen Personen im Alter zwischen 60 und 64 Jahren, das Personal in Schlüsselpositionen, Beschäftigte im Einzelhandel sowie Berufsgruppen der kritische Infrastruktur einen Termin erhalten. Hierzu zählen Personen aus den besonderen Bereichen der Verwaltung, Verfassungsorgane, Hilfsorganisationen, Regierung, Polizei, Justiz sowie Personen aus besonders relevanten Unternehmen und Einrichtungen.

Darüber hinaus hat der Ministerrat beschlossen, dass Impfungen der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für Wahlen im Zeitraum vor der Bundestagswahl innerhalb der Priorisierungsgruppe 3 vorgezogen werden, um einen ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen zu gewährleisten.

„Durch die Öffnung der Priorisierungsgruppe 3, in der vergangenen Woche, haben wir vielen weiteren Personen die Chance auf eine baldige Schutzimpfung ermöglicht. Insgesamt sind in dieser Gruppe mehr als 300.000 Personen im Saarland impfberechtigt. Erfreulicherweise haben sich auch schon viele Personen auf die Impfliste eingetragen. Um besonders vulnerablen Gruppen einen vorrangigen Impftermin in den Impfzentren zu ermöglich, war es notwendig gestern im Ministerrat einen Stufenplan zur Subpriorisierung zu beschließen“, betont Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

Die Impfliste auf der sich sowohl Personen der Priorisierungsgruppen 1 und 2 als auch Personen der Priorisierungsgruppe 3 eintragen konnten, wurde heute Morgen um 08:00 Uhr geschlossen und zeitgleich eine neue Liste geöffnet. Die geschlossene Liste wurde bereits randomisiert. Auf der randomisierten Liste stehen insgesamt 68.385 Personen, davon sind 206 Personen aus der Priorisierungsgruppe 1, 2.674 Personen aus der Priorisierungsgruppe 2 sowie 65.505 Personen aus der Priorisierungsgruppe 3.

Der Ministerrat hat gestern die Entscheidung getroffen, dass die Impfliste heute randomisiert wird und die Randomisierung zukünftig wöchentlich donnerstags erfolgen soll. „Durch die regelmäßige Randomisierung können die Termine aus der Impfliste zeitnah je nach der Verfügbarkeit des Impfstoffes und der Kapazität vergeben werden. Die Impfungen von Personen mit hoher und höchster Priorität (Prio 1 und 2) werden weiterhin Impfungen von Personen mit erhöhter Priorität (Prio 3) vorgezogen, sodass wir den vulnerablen Gruppen ein vorrangiges Impfangebot ermöglichen können. Voraussichtlich werden wir nächste Woche neue Termine vergeben, die dann bereits ab Mitte Mai stattfinden werden“, erklärt Bachmann.