Sechs Neue für Borussia

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180620 sechs neue

Zwei der sechs Neuen – Attila Serr (li.) schafft  den Sprung von Borussias U23, der junge Furkan Erdogan (re.) kommt von der SVGG Hangard ins Ellenfeld. Fotos: Thomas Burgardt/-jf-

Es tut sich was im Ellenfeld

Furkan Erdogan, Daniel Schlicker, Nino Kannengießer, Kevin Saks und Patrick Feller tragen in der neuen Saison das Borussen-Trikot / Attila Serr kommt aus der U23 hoch / Abschied von „Pino“ Vituzzi, Mamadou Traoré und Lionel Schmidt

Überall Ausschau gehalten haben sie, viele Gespräche geführt, manche Möglichkeiten ausgelotet. In Visier: Spielstarke Neuzugänge für Borussia, Jungs, die ihre Klasse schon gezeigt, darüber hinaus aber noch Entwicklungspotential besitzen. Dazu muss es charakterlich passen. Zusammen mit den begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten ein Spagat, der nicht immer einfach ist. Gunther Persch und Björn Klos hatten jede Menge zu tun am Ende der alten Saison. Auch in den letzten Tagen zwischen den Spielzeiten fehlt es nicht an Arbeit, wenn es darum geht, der Borussia 2018/19 ein neues Profil zu verleihen. „Der Grundstock der jetzigen Mannschaft wird gehalten, dazu kommen ein paar gezielte Verstärkungen“, war der Ausgangspunkt für Trainer und Borussen-Sportvorstand. Es hat sich einiges getan, es wird sich einiges tun. Derzeit laufen noch Gespräche mit Spielern des Saarlandliga-Kaders. Auf jeden Fall werden – nach Jannik Nagel (FK Pirmasens II) und Nicolas Gil Rodriguez (Balingen) –  auch Jodi Daoud (Ziel unbekannt), Giuseppe Vituzzi (Saar 05) und Mamadou Traoré (zurück in die französische Heimat) Borussia verlassen. Zudem hat Lionel Schmidt eine Arbeitsstelle bei der Polizei in Baden-Württemberg erhalten und wird dem Ellenfeld, beruflich bedingt, den Rücken kehren. Im Gegenzug kann jetzt bei sechs Neuzugängen pünktlich vor Trainingsauftakt (Donnerstag, 21. Juni, 18.00 Uhr im Ellenfeld) Vollzug gemeldet werden.
Vom Nachbarn SVGG Hangard kommt Furkan Erdogan ins Ellenfeld. Der 19jährige hat in der abgelaufenen Saison der Verbandsliga Nordost 30 Spiele absolviert und drei Tore erzielt, konnte jedoch den Abstieg der Hangarder nicht abwenden. Trainer Björn Klos kennt Furkan Erdogan aus gemeinsamen Bildstocker Zeiten, in denen der Mittelfeldspieler sowohl bei den A-Junioren als auch in der ersten und zweiten Mannschaft der DJK zum Einsatz kam.
Vom SC Friedrichsthal schließen sich nach dem Rückzug aus der Saarland-Liga gleich zwei Akteure der Borussia an. Daniel Schlicker bringt die Empfehlung von 33 Spielen (3 Tore) aus der vergangenen Saarland-Liga-Saison mit. Der 27jährige wurde in U17 und U19 des 1. FC Saarbrücken ausgebildet, für die er sogar in der Jugend-Bundesliga gespielt hat. In Friedrichsthal avancierte der Mittelfeldspieler schnell zur Stammkraft, absolvierte in den letzten vier Spielzeiten exakt 100 Ligaspiele für den Sportclub und erzielte dabei 13 Tore.
Daniel Schlicker bringt Nino Kannengießer mit ins Ellenfeld. Der gebürtige Schiffweilerer spielte zuletzt zwei Jahre in Friedrichsthal, gehörte mit insgesamt 52 Einsätzen zum Stammpersonal. Der Mann, der beim Sportclub die Trikotnummer 7 trug, konnte zuvor drei Jahre bei der U23 der SV Elversberg sogar Oberliga-Erfahrungen sammeln. Sein damaliger Trainer, der Ex-Borusse Peter Eiden, hält viel von dem linken Außenverteidiger. „Er hat großes Potential, ist intelligent und hat das Herz am richtigen Fleck“, sagt der Leiter des Elversberger Nachwuchsleistungszentrums, der seinen Schützlinge förderte und forderte und ihm auch in schwierigen Zeiten (Pfeifersches Drüsenfieber in der Saisonvorbereitung 2014) stets Vertrauen schenkte. Nino Kannengießer, der bis zur C-Jugend bei seinem Heimatverein FSG Schiffweiler kickte, dann zum 1. FC Saarbrücken und dort im zweiten A-Jugend-Jahr an die Kaiserlinde wechselte, erhält wichtige Unterstützung auch durch seinen Vater Peter, der einst in der Oberliga das Borussen-Trikot trug: „Er hat mir viele gute Tipps gegeben und ist auch sonst eine riesige Stütze für mich!“ Der 23jährige freut sich, dass er nun im Ellenfeld in die Fußstapfen des Papas treten kann. „Das Herz am rechten Fleck“ – genau aus diesem Holz sind die Jungs geschnitzt, die Borussia weiterhelfen können.
Ähnliches gilt sicher auch für Kevin Saks. „Immer 100 Prozent!“ Unter dieser Überschrift veröffentlichte die „Saarbrücker Zeitung“ einmal einen Beitrag über den vierten Neuzugang der Borussia, der von Oberliga-Absteiger FV Eppelborn ins Ellenfeld wechselt. Immer 100 Prozent – was das konkret heißt, kann man im weiteren Verlauf des SZ-Beitrags lesen: „Ehrgeiz, Disziplin, Zielstrebigkeit. Selbst manchem Profifußballer mangelt es an diesen Tugenden. Kevin Saks dagegen hat sie alle verinnerlicht: `Wenn andere feiern gehen, gehe ich lieber ´ne Runde laufen´, lautet zum Beispiel einer seiner Grundsätze.“ Wie Nino Kannengießer hat Kevin Saks unter Peter Eiden in der U19 der SV Elversberg viel gelernt, Und Eiden hat eine hohe Meinung vom nunmehr 24jährigen Vollblut-Stürmer: „Kevin hat eine tolle Einstellung. Er gibt immer 100 Prozent und hat keine Angst. Er ist kopfballstark und gut im Abschluss. Auch menschlich passt er super ins Team.“ In der abgelaufenen Oberliga-Saison war Saks der einzige im Eppelborner Team, der alle 36 Spiele auf dem grünen Rasen stand. 7 Tore und 4 Torvorlagen sind eine gute Bilanz. Der „Saar.Amateur“ stellt ihm im Jahreszeugnis die Note „befriedigend“ aus: „Mit ganz starker Hinrunde, aber einem kleinen Loch in der Rückrunde“, heißt es da. Der gebürtige Völklinger kam mit acht Jahren zum Fußball. Zunächst spielte er für sein Heimatdorf Eiweiler, bevor er in der E-Jugend zum VfB Heusweiler wechselte. Nach einer Sichtung für die Saar-Auswahl bekam das Talent einen Anruf vom B-Jugend-Trainer des 1.FC Saarbrücken, der ihn zu einem Probetraining einlud. Die B-Jugend-Zeit absolvierte Kevin Saks bei den Blau-Schwarzen im Ludwigspark. „Beim Übergang in die A-Jugend war lange nicht klar, ob ich überhaupt zum Einsatz komme“, erzählt er. Nur auf der Bank zu sitzen war für Kevin Saks keine Option, und so ging er mangels Perspektive beim FCS nach Elversberg, wo er schon während der A-Jugend-Zeit einige Male bei der ersten Mannschaft mittrainieren durfte („Ein tolles Gefühl!“). Parallele zu Nino Kannengießer, seinem künftigen Mannschaftskameraden im Borussen-Dress: Auch für Kevin Saks spielt der Vater eine entscheidende Rolle. „Ohne meinen Papa wäre ich nicht da, wo ich bin. Er stand immer hinter mir und hat mich motiviert“, erklärt der Schreinersohn, für den Fußball an erster Stelle steht. Klar, denn: „Immer 100 Prozent“ – diese Schlagzeile kommt schließlich nicht von ungefähr!
„Immer 100 Prozent“ – das gilt ganz sicher auch für Attila Serr, der von Borussias U23 zum Saarlandliga-Kader stößt. Der 26jährige, der in der vergangenen Saison als Spielertrainer für die zweite Borussen-Mannschaft verantwortlich zeichnete und in 17 Spielen 8 Tore erzielte, konnte bereits in zwei Partien (Kurzeinsatz gegen Köllerbach, 90 Minuten gegen Bingen) unter Björn Klos seine Leistungsbereitschaft unter Beweis stellen  – vor allem im Relegationsspiel gegen die Binger Hassia überzeugte das Eigengewächs der Borussia, das nach zwei zwischenzeitlichen kurzen Gastspielen beim VfB Hüttigweiler und SC Ludwigsthal jeweils wieder ins Ellenfeld zurückgekehrt war, durch große Bissigkeit und Kampfkraft. Für Attila Serr ist die Borussia zudem auch eine emotionale Angelegenheit: „Ich habe zwar mit der Borussia-Jugend schon in diesem tollen Stadion gespielt, aber in der ersten Mannschaft hier aufzulaufen und zu wissen, dass die Fans hinter dir stehen, ist schon was ganz Besonderes“, gab der Mittelfeldspieler nach seiner Einwechslung im Heimspiel gegen Köllerbach einen Einblick in seine Gefühlswelt.
Ein weiterer Neuzugang ist Patrick Feller. Der Offensivspieler hatte mit 8 Toren in 14 Spielen großen Anteil daran, dass SG Gronig-Oberthal den Klassenerhalt in der Bezirksliga St. Wendel sichern konnte – eine Situation, von der beim Aufsteiger nach verpatzter Vorrunde kaum noch jemand zu träumen wagte. Patrick Feller war erst im Januar vom VfB Theley nach Gronig gewechselt, in Theley hatte er zuvor in zwei Spielzeiten 28 Partien absolviert und 7 Tore erzielt.
Zum Beginn der Vorbereitung im altehrwürdigen und traditionsreichen Ellenfeld-Stadion (Donnerstag, 21. Juni, 18.00 Uhr) begrüßt Borussia ihre Neuzugänge ganz herzlich und freut sich auf eine möglichst gute und erfolgreiche Zusammenarbeit!

 

Jo Frisch


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