Das Saks-ophon machte im Ellenfeld die Musik

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Besonders motiviert gegen den Ex-Club – Kevin Saks (li.) hat gegen den FV Eppelborn seine Torflaute beendet Foto: -jf-

Nach zwei Spielen Torflaute hat Borussias Nummer 25 wieder Zielwasser getrunken

• Borussias Torjäger mit zwei Treffern Matchwinner gegen Eppelborn
• Das Gegentor wurmt Björn Klos: „Wir wollten zu Null spielen!“
• Borussia zeigt Reaktion nach dem Quierschied-Spiel

Ganz entspannt sitzt er hinter der Haupttribüne des Ellenfelds am Spielfeldrand des Kunstrasenplatzes. Neben ihm einige Kameraden der Saarlandliga-Mannschaft.

Bei einem wohlverdienten Park-Bräu sehen sie zu, wie sich die Borussen-Girls in ihrem ersten Heimspiel gegen die SG Peterberg so schlagen. Ja, Kevin Saks ist zufrieden. Zufrieden mit dem Ergebnis, zufrieden mit seiner Leistung. 3:1 hat Borussia gegen den FV Eppelborn gewonnen, Kevin Saks hat dem ehemaligen Club mit seinen zwei Treffern richtig wehgetan. Dass er besonders motiviert ist, merkt man sofort. Schon früh holt er sich die gelbe Karte ab (10.). „Ich kann sie immer noch gut leiden“, betont Borussias Goalgetter, gibt aber zu, „dass es schon ein besonderes Spiel für mich war und ich mich über die beiden Tore gefreut habe.“ Nach zwei Spielen Torflaute hat Borussias Nummer 25 wieder Zielwasser getrunken und das Leder zweimal im gegnerischen Kasten versenkt, Saisontreffer Nummer sechs und sieben – das kann sich sehen lassen. Kein Zweifel: Im Ellenfeld hat diesmal wieder das Saks-ophon den Ton angegeben!

Das erste Mal jubeln kann Kevin Saks nach knapp 20 Minuten. Nach einer Ecke von Daniel Ruschmann steigt der Ball wie eine Kerze in den August-Himmel und fällt genau vor die Füsse des Ex-Eppelborners. Der, völlig ungedeckt im Strafraum, zögert nicht eine Sekunde und hämmert die Kugel unter die Latte, das 1:0. Der erste Weg führt den Torschützen schnurstracks Richtung Trainer, der seinen Stürmer mit offenen Armen empfängt – so sieht gegenseitiges Vertrauen aus! Beim zweiten Mal zeigt sich Borussias Torjäger eiskalt: Nach einem klugen Pass von Daniel Ruschmann kann der in den freien Raum gestartete Tim Cullmann nur noch regelwidrig gebremst werden – Strafstoß. Kevin Saks schnappt sich sofort das Leder, sucht sich eine Ecke aus und versenkt es mit Vehemenz unter die Latte – so sieht Selbstvertrauen aus! Beinahe hätte er noch das dritte Tor nachgelegt, als Eppelborns ansonsten nicht immer sicher wirkender Keeper Lissmann nach Erdogan-Vorlage eine regelrechte Saks-Granate mit den Fingerspitzen über die Latte lenkt.

Keine Frage: Borussia siegte verdient, hatte das Spiel von Beginn an unter Kontrolle gegen eine Eppelborner Mannschaft, der man die Verunsicherung nach dem missglückten Saisonstart anmerkte. Kaum einmal kamen die Gäste gefährlich vor Philippe Perschs Tor – wenn, dann über die linke Seite, so wie nach 24 Minuten, als Borussias Keeper nach einem schnell vorgetragenen Angriff eine Flanke herunterpflücken musste. Oder nach 35 Minuten, als eine halbhohe Hereingabe an Freund und Feind vorbei durch den Fünf-Meter-Raum segelte, aber keinen Abnehmer fand. Auch nach der Pause musste Borussia nur zweimal bangen. Nach 62 Minuten setzte Nico Kmoch nach einem schnell ausgeführten Freistoß den Ball an den Außenpfosten (Philippe Persch: „Der hätte gar nicht reingehen können, so weit draußen war der schon!“). Fünf Minuten vor dem Ende schlenzte der eingewechselte Maurice Schwenk nach einer der seltenen guten Kombinationen der Gäste das Leder aus kurzer Distanz ins lange Eck zum Ehrentreffer, Borussias Abwehr stand nur gnädig Spalier. Das wurmte Björn Klos ungemein: „Wir wollten unbedingt zu null spielen! Wie sie sich da durchspielen, war viel zu einfach, da waren wir zu passiv“, monierte der Borussen-Coach, der mit seiner Analyse, dass der Gegner zu diesem Zeitpunkt eigentlich „mausetot“ war, sicherlich nicht ganz verkehrt lag. „Da müssen wir auch mehr Geilheit zeigen und auf das vierte Tor gehen“, kritisierte Björn Klos. So blieb es in den zweiten 45 Minuten bei dem Treffer des eingewechselten Tim Klein, der nach Erdogan-Pass einen Schritt schneller am Ball war als Torwart Lissmann und den Deckel draufmachte. Wenig später verpasste Borussias Nummer neun das 4:1, als er nach einem schnell ausgeführten Freistoß die Lederkugel nicht richtig traf, so dass Lissmann abwehren konnte. Vor der Pause hätte sich auch Furkan Erdogan in die Torschützenliste eintragen können. Nach Vorarbeit des wieder sehr lauffreudigen Tim Cullmann scheiterte Borussias junger Mittelfeldspieler aber in der Eins-zu-eins-Situation gegen Eppelborns Keeper, und auch im Anschluss fand das Leder in einem regelrechten Nachschuss-Bombardement der Borussen nicht den Weg ins Netz der Gäste.

Björn Klos ist dennoch unter dem Strich zufrieden mit seinen Schützlingen. „Wichtig war, dass wir nach der Kritik, die nach dem Quierschied-Spiel auf uns eingeprasselt ist, eine Reaktion gezeigt haben. Die Mannschaft hat bewiesen, was für einen starken Charakter sie hat. Man sieht, dass der Teamgeist intakt ist. Die Jungs kämpfen um jeden Ball, identifizieren sich mit Borussia“, so der Übungsleiter, der speziell auch Tom Fink eine „überragende Leistung“ und der Truppe insgesamt weitere Fortschritte bescheinigt: „Es klappt noch nicht alles zu hundert Prozent, aber es wurden viele Dinge aus dem Training umgesetzt: Schöne Kombinationen, das Spiel über die Flügel.“ Klar, dass sich Björn Klos auch ganz besonders über seinen Doppeltorschützen freut: „Kevin hat die richtige sportliche Antwort gegeben, die Mannschaft hat ihn dabei großartig unterstützt!“ Und so kann der sich zusammen mit einigen Mitspielern nach den 90 Minuten auch ganz entspannt zurücklehnen und Borussias Damenteam die Daumen drücken – auch hier mit Erfolg: Die Borussen-Girls besiegen die SG Peterberg mit 2:0, sichern sich die ersten Punkte der neuen Spielzeit und machen nach den erfolgreichen Ergebnissen der Jugendmannschaften das Wochenende nahezu perfekt!                                                                                               Jo Frisch


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