Gelungene Übung im „Grenzgebiet“

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180905 uebung heinitz

Bildquelle:
Christopher Benkert (Feuerwehr Neunkirchen)

Die Freiwilligen Feuerwehren von Neunkirchen und Spiesen-Elversberg übten erfolgreich die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit

Am Gebäude des Ambulanten Pflegedienstes Manuela Kirsch in der Heinitzer Grubenstraße übten am Montagabend, 3. September die Freiwilligen Feuerwehren von Neunkirchen und Spiesen-Elversberg erfolgreich die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit. Routiniert gelang es den Brandschützern rund ein Dutzend Menschen aus den Räumen der Tagespflege und der Verwaltung des Pflegedienstes zu retten, ein Feuer zu löschen und zeitgleich ein Opfer nach einem Verkehrsunfall auf dem gegenüberliegenden Parkplatz zu befreien.

Fast zeitgleich trafen am Montag gegen 19 Uhr die ersten Feuerwehrfahrzeuge aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Elversberg am Gebäude des Pflegedienstes Kirsch in der Grubenstraße in Heinitz ein. Dort war in der Küche der Tagespflege im Erdgeschoss ein Feuer ausgebrochen, so das Szenario der Übung. Verteilt im ganzen Gebäude werden durch den Brandrauch rund ein Dutzend Mitarbeiter und Patienten eingeschlossen. Ein Teil in den Büroräumen in den Obergeschossen, ein Teil in der auch auf Demenzkranke ausgelegten Tagespflege im Erdgeschoss. Zusätzlich hat sich auf dem Parkplatz auf der anderen Straßenseite ein Verkehrsunfall ereignet. In Panik hat ein Autofahrer eine Person angefahren, die nun unter den Hinterrädern des Kombis eingeklemmt ist.
Wie im Ernstfall auch übernimmt die erste vor Ort eintreffende Führungskraft der Feuerwehr die Einsatzleitung. Bei der Übung in Heinitz ist es ein Feuerwehrmann aus dem benachbarten Elversberg. Drei vom Elversberger Einsatzleitwagen aus koordinierte Abschnitte werden am Übungsort gebildet um die 60 angerückten Feuerwehrleute effizient einsetzten zu können. Das Gros der Feuerwehrleute geht die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Gebäude des Pflegedienstes an. Während die Feuerwehrleute aus Elversberg von der Grubenstraße aus ins Gebäude eindringen, nähern die Neunkircher Einsatzkräfte sich in ihrem Abschnitt dem Gebäude von hinten. Von beiden Gebäudeseiten aus gehen Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten in das Gebäude zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Auf der Gebäudevorderseite erhalten die Elversberger Feuerwehrleute Unterstützung von der Drehleiter der Feuerwehr Neunkirchen. Mit ihr können aus einem speziell als Anleiterpunkt ausgelegten Dachfenster mehrere Personen gerettet werden. Auf der Gebäuderückseite, im Garten der Tagespflege, bringen Feuerwehrangehörige aus Neunkirchen eine Steckleiter in Stellung, um ins erste Obergeschoss eindringen zu können. Parallel zu den Arbeiten am Gebäude des Pflegedienstes Kirsch widmen sich die Besatzungen der beiden angerückten Rüstwagen aus Neunkirchen und Elversberg dem kleinen Verkehrsunfall. Mit luftgefüllten Hebekissen können sie Stück für Stück den Audi Kombi anheben unter dem eine Person eingeklemmt ist und diese schließlich befreien. Etwas mehr als eine halbe Stunde nach dem Übungsalarm sind alle Verletzten in Sicherheit gebracht, das Feuer in der Küche gelöscht. Für die Dauer der Übung musste die Heinitzer Ortsdurchfahrt für den Verkehr gesperrt werden. Nach Übungsende konnte die Grubenstraße zügig wieder von der Feuerwehr freigegeben werden.
Gemeinsame Übungen wie die im Gebäude des Pflegedienstes Kirsch sind für die Feuerwehren von Neunkirchen und Spiesen-Elversberg sehr wichtig. „Wenn es im kleinen Neunkircher Stadtteil Heinitz brennt oder ein Unfall geschieht arbeiten nach Alarmplan die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Elversberg der beiden Wehren immer zusammen“, erklärt der Neunkircher Feuerwehrpressesprecher Christopher Benkert. Wie wichtig die gemeinsamen Übungen der benachbarten Wehren sind zeigte beispielsweise der verheerende Brand im Waldhaus Dechen in der Nacht vom 1. auf den 2. April 2014, bei dem es leider auch ein Todesopfer zu beklagen gab. „Kurz nacheinander trafen Feuerwehreinheiten aus der Kreisstadt und dem benachbarten Spiesen-Elversberg am Brandort ein und konnten schlagkräftig und erfolgreich gemeinsam das im Dachstuhl des Gebäudes ausgebrochene Feuer bekämpfen“, erinnert sich Benkert.
Hilfreich war die gemeindeübergreifende Übung aber auch für den Pflegedienst Kirsch, welcher der Feuerwehr sein Gebäude ohne Umschweife für die Übung zur Verfügung gestellt hatte. So konnte das Brandschutzkonzept des Gebäudes, mit der erst frisch bezogenen Tagespflege im Erdgeschoss, im Rahmen der Feuerwehrübung einem erfolgreichen Praxistest unterzogen werden.


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