Mehrfamilienhaus wird nach Brand in Dachgeschoss unbewohnbar

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Foto: Kai Hegi (Feuerwehr Neunkirchen)

Neunkircher Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen waren im Einsatz

Vorübergehend unbewohnbar wurde ein Mehrfamilienhaus in der Neunkircher Brückenstraße nachdem am Donnerstagabend, 15. November in einer stark vermüllten und verrümpelten Dachgeschosswohnung ein Feuer ausgebrochen war. Der Brand konnte von der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen schnell lokalisiert werden und gelöscht werden. Die mehr als ein Dutzend Hausbewohner blieben unverletzt, können aber vorerst nicht zurück in das Haus, weil in diesem aus Sicherheitsgründen Strom und Wasser abgestellt werden mussten.

Aufmerksamen Anwohnern waren am Donnerstagabend flackernder Feuerschein und eine Rauchentwicklung aus einem der Dachfenster des viergeschossigen Hauses aufgefallen, weshalb sie einen Notruf absetzten. Um 18:30 Uhr löste die Leitstelle Alarm für die beiden Neunkircher Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen aus. Als die ersten Feuerwehrfahrzeuge aus der Innenstadt und Wiebelskirchen vor dem Mehrfamilienhaus eintrafen hatten teilweise die Bewohner das Haus bereits verlassen. Schnell war auch klar das die Brandwohnung unbewohnt, in ihr also keine Personen mehr zu vermuten waren. Umgehend gingen zwei Feuerwehrtrupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in die Wohnung im Dachgeschoss vor. Weitere Feuerwehrangehörige brachten die noch im Haus verbliebenen Bewohner ins sichere Freie. Zeitgleich wurde routinemäßig die Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung gebracht. Trotz des schwierigen Vorgehens durch die beengten Platzverhältnisse in der vermüllten Wohnung konnten die Feuerwehrleute den Brandherd rasch ausfindig machen und das Feuer erfolgreich bekämpfen. Als aufwändig erwies sich nach der erfolgreichen Brandbekämpfung die Suche nach etwaigen Glutnestern in der verrümpelten Wohnung. Vier Feuerwehrangehörige mussten unter Atemschutz Teile des ausgebrannten Zimmers aus- und umräumen, um verdeckt liegende Glutnester und damit einen erneuten Brandausbruch ausschließen zu können. Dabei mussten auch mehrere Elektrogroßgeräte vom Dachgeschoss vier Stockwerke weit hinunter bis auf die Straße getragen werden um Platz zu schaffen. Mit einem speziellen Industriesauger mussten Feuerwehrleute durch die Decke von der Brandwohnung in die darunterliegenden Wohnungen gelaufenes Wasser aufnehmen. Dabei handelte es sich nicht nur um Löschwasser, sondern vor allem um Wasser das aus einer geplatzten Leitung in der Wohnung hinausgelaufen war.

Vorübergehend unbewohnbar wurde das Haus, weil es vom kommunalen Energieversorger KEW aus Sicherheitsgründen teilweise komplett vom Wasser- und Stromnetz getrennt werden musste. Insgesamt 13 der 14 Bewohner, darunter auch kleine Kinder, mussten das Haus verlassen. Einige von ihnen kamen bei Verwandten oder Bekannten unter, für den Rest wurde mit Hilfe der Stadtverwaltung Notunterkünfte organisiert. Auch Bürgermeister Jörg Aumann kam in die Brückenstraße um sich über das Einsatzgeschehen zu informieren und bei der Organisation der Unterkünfte für die Hausbewohner zu helfen. Für den Transport der Hausbewohner zu ihren Unterkünften stellte die Neunkircher Verkehrsgesellschaft (NVG) einen Linienbus bereit. Als gegen 21:30 Uhr alle Hausbewohner untergebracht waren, konnten auch die letzten Feuerwehrangehörigen von der Einsatzstelle abrücken. Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes musste die Brückenstraße zwischen Kleist- und Wellesweilerstraße komplett gesperrt werden. Durch die Einsatzfahrzeuge kam es auch in der Wellesweilerstraße zu Behinderungen.

Insgesamt rund 40 Angehörige der Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen der Feuerwehr Neunkirchen waren mit einem Dutzend Einsatzfahrzeuge zu dem Brand in die Brückenstraße ausgerückt. Außerdem fuhren drei Streifenwagen der Polizeiinspektion Neunkirchen sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug von ASB und Feuerwehr Neunkirchen die Einsatzstelle an. Mitarbeiter des kommunalen Energieversorgers KEW sowie Vertreter der Stadtverwaltung, von Unterer Bauaufsichtsbehörde und Sozialamt, waren ebenso im Einsatz wie ein Linienbus der NVG.


 
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