Treppenhaus in Flammen

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Nur über die Drehleiter
war eine Rettung möglich
Bildquelle: Christopher Benkert
(Feuerwehr Neunkirchen)

Feuerwehr rettet 6 Menschen mit Drehleiter

Nur noch über ihre Drehleiter konnte die Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen am frühen Samstagmorgen, 1. Dezember sechs Menschen aus einem brennenden Mehrfamilienhaus in der Wellesweiler Straße in der Neunkircher Innenstadt retten. Das Holztreppenhaus des Altbaus stand in Flammen und hatte den Bewohnern in den oberen Stockwerken den Fluchtweg abgeschnitten.

Fast schon harmlos klang die Meldung wegen der die Einsatzkräfte der Feuerwehr Neunkirchen Samstagfrüh um 5:45 Uhr in die Wellesweiler Straße alarmiert wurden: Ausgelöster Rauchmelder. Doch hinter dieser Alarmmeldung verbarg sich nicht etwa eine sich leerende Batterie eines Rauchmelders, sondern wie sich schnell zeigen sollte eine wahrhaft brisante Einsatzlage. „Vor dem Wohnhaus in der Wellesweiler Straße war nicht nur der schrille Warnton mehrerer Rauchmelder zu hören, sondern auch ein deutlicher Brandgeruch und eine leichte, immer stärker werdende Rauchentwicklung wahrzunehmen“, berichtet Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. An offenen Fenstern im ersten und zweiten Obergeschoss machten sich als die Helfer eintrafen mehrere Menschen bemerkbar und berichteten das sie wegen Rauch im Treppenhaus ihre Wohnungen nicht mehr verlassen konnten. Die Feuerwehrleute handelten schnell und brachten die Drehleiter vor dem Haus zur Menschenrettung in Stellung. „Mit unserer Drehleiter konnten wir binnen kurzer Zeit sechs durch den Brandrauch im Haus eingeschlossene Menschen retten“, so Benkert. Parallel dazu drangen Zweierteams der Feuerwehr mit Atemschutzgeräten gegen den Rauch ins Gebäude ein, um weitere Menschen zu retten und den Brand zu bekämpfen. Im Hausflur kam einem der Atemschutztrupps eine junge Familie entgegen, die es gerade noch so die Holztreppe hinuntergeschafft hatte. Hinter der schwangeren Frau, dem Mann und einem Kleinkind stand die Treppe bereits lichterloh in Flammen. Wie auch die über die Drehleiter geretteten Hausbewohner blieben auch sie unverletzt. Über den Hinterhof konnten weitere Feuerwehrleute ins Haus vorgehen und Entwarnung geben: Alle Menschen hatten das Haus verlassen, alle Wohnungen waren leer. Unterdessen konnten die Feuerwehrleute vom Haupteingang aus den Brand im Treppenhaus unter Kontrolle bringen und erfolgreich bekämpfen. Unter und neben der Treppe abgestellte Gegenstände hatten zusammen mit der alten Holztreppe Feuer gefangen und waren verbrannt. Eine Ausweitung des Brandes auf weitere Gebäudeteile konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden.

Nicht einfach gestaltete sich nach der Brandbekämpfung mit einem speziellen Überdrucklüfter den Rauch aus dem verschachtelten Altbau mit Hinterhaus hinaus zu drücken. Durch die unübersichtliche Bauweise des alten Hauses hatte sich der Brandrauch in weiten Teilen des Gebäudes, bis unter das Dach hin, verteilt. Das Haus ist wegen der Schäden am Treppenhaus und durch den Brandrauch vorerst unbewohnbar. Auch mussten durch den kommunalen Energieversorger KEW Strom, Wasser und Gas im Haus aus Sicherheitsgründen abgestellt werden. Alle Hausbewohner konnten bei Verwandten und Bekannten unterkommen.

Bis gegen 8 Uhr die letzten Feuerwehrkräfte abrücken konnten blieb die Wellesweiler Straße für den Verkehr gesperrt. Über 50 Feuerwehrangehörige aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler waren mit elf Fahrzeugen ausgerückt sowie Kräfte der Polizei, drei Rettungswagen und ein Notarzt von Arbeiter-Samariter-Bund, Deutschem Roten Kreuz und Feuerwehr. Die Polizei leitete Ermittlungen zur Brandursache ein.


 
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