Tennis-Seniorenkreis Spiesen

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Ein schöner Ausflug nach Dar-Oberstein
Foto: Hans Burg

Ausflug zur Edelsteinmine bei Idar-Oberstein

Nach der letzten Gesellschaftsfahrt zur Burg Berwartstein in der Pfalz besuchten wir zum Abschluss des Jahres 2018 die einzige in Europa für Besucher frei gegebene Edelsteinmine in der Nähe der Stadt Idar-Oberstein, dem Zentrum der deutschen Edelstein und Schmuckindustrie. Nach einer gemeinsamen Fahrt in unseren PKW´s über Ottweiler, St. Wendel, Nohfelden kamen wir nach einstündiger Fahrt auf dem gut besuchten Parkplatz der Mine auf dem Steinkaulenberg an.

Der Steinkaulenberg ist ein Vulkangestein. Er entstand vor 400 Mill. Jahren durch gewaltige Lavaströme, die sich zu einer Höhe von 900m aufschichteten. Dabei bildeten sie Luftblasen, in deren Innern sich in Jahrmillionen Amethysten, Bergkristalle, Rauchquarz Jaspis und vor allem Achate in den verschiedensten Farben ausbildeten.

Die Achat-Vorkommen wurden erstmals 1375 erwähnt. Unter spärlichem Licht (Öllampen), bei 11° Raumtemperatur wurden mit primitiven Werkzeugen (Hammer und Meißel) die sogenannten „Mandeln“gesucht, die die Achate enthielten. Von anderen Arbeitern wurden, auf dem Bauch liegend, diese verhältnismäßig kleinen Achate an großen wassergetriebenen Sandsteinrädern geschliffen und mit Geduld zu wahren Kunstwerken verarbeitet. Das Durchschnittsalter der in diesem Geschäftsmodell arbeitenden Menschen betrug 36 Jahre. Im Jahre 1875 wurde der Abbau einge- stellt, weil er sich nicht mehr lohnte. Überraschend fanden Auswanderer in Brasilien Achat-Vor- kommen unmittelbar an der Oberfläche. Dieses Rohmaterial wurde per Schiff zur Weiterverarbeitung in die Heimat überführt. Nach diesem Vortrag führte uns eine Fremdenführerin durch das 400m lange ausgebaute Stollenlabyrinth, in dem sie uns alle Einzelheiten noch einmal ausführlich erklärte. Sicherheitshalber trugen wir alle einen Schutzhelm. Die Besichtigung vor Ort dauerte eineinhalb Stunden. Wieder in frischer und wärmerer Luft fuhren wir zum Restaurant „Alte Kanzel“, wo wir angemeldet waren und den Original-Obersteiner-Spießbraten aßen. Überaus gut gesättigt fuhren wir zum Edelsteinmuseum, das in dem anderen Stadtteil liegt. In diesem, im 19. Jh. erbauten Prunkbau, be- staunten wir die vielen Kunstwerke, die sich auf 3 Etagen verteilten. Wie wir erfahren konnten, be- saßen in der damaligen Zeit alle europäischen Königshäuser solche einmaligen kleine oder größere Achat-Kunstwerke. Da wir zu lange über die vielen Meisterwerke diskutierten, blieb keine Zeit mehr, die Felsenkirche zu besuchen. Zum gemütlichen Ausklang bei Kaffee und Kuchen fuhren wir zur „Alten Weiherschleife“,. wo Manfred Weissenfels uns ebenfalls angemeldet hatte. Wir danken Manfred auf diesem Wege noch einmal für seine Bemühungen, diesen Ausflug generalstabsmäßig, bis ins Kleinste, organisiert zu haben, eine Voraussetzung für einen erfolgreichen und so geselligen Ausflug.                        Hans Burg


 
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