Mit neuer Kraft an die Rathausspitze - Peter Habel, FDP

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Mit neuer Kraft an die Rathausspitze - Peter Habel, FDP
Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl im Dialog
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Peter Habel, Kandidat der FDP
Ende Mai finden gemeinsam mit den Europawahlen auch die Kommunalwahlen statt, in Neunkirchen ist das Amt des Oberbürgermeisters neu zu besetzen. Der derzeitige Oberbürgermeister der Kreisstadt Jürgen Fried steht nicht mehr zur Wahl. Wir haben uns auf den Weg gemacht und alle Kandidaten für diesen Posten zu den gleichen Themen befragt.
Peter Habel, FDP- Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl wurde 1963 in Neunkirchen geboren, Vater zweier Kinder und lebt mit seiner Lebensgefährtin in Furpach. Der freie Architekt hat klare Vorstellungen zur Wahl und hört in seiner Freizeit gerne Metal.
Erst einmal möchten wir unseren Lesern die Chance geben, Sie näher kennenzulernen.

Was schätzen Sie an Menschen am meisten?
Menschen sind so verschieden, da möchte ich mir kein Pauschalurteil bilden. Lebenslange Neugier mag ich an Menschen, sie bringt uns weiter.

Wo würden Sie am liebsten leben?
Ich habe noch nie woanders gelebt, ich war und bin „E Neinkerjer Bub“. Früher wollte ich immer mal in die Großstadt, heute ist das nicht mehr wichtig, ich bin gerne hier.

Mit welchem berühmten Menschen aus der Vergangenheit würden Sie gerne einmal ein Gespräch führen und über was würden sie sich mit ihm unterhalten?
Andrea Palladio, (1508-)1580, einer der einflussreichsten Baumeister aller Zeiten. Ich würde mich über unseren Beruf mit ihm unterhalten, denn er hatte im Prinzip mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie wir heute.

Was gefällt Ihnen an und in Neunkirchen am besten?
Am besten gefiel mir die Kneipenkultur, die es aber leider nicht mehr gibt. Man definiert das immer nicht so, wenn man hier lebt. Es sind die Menschen, die Neunkirchen liebenswert machen.

Peter Habel, Sie kandidieren als Oberbürgermeisterkandidat in Neunkirchen. Was waren oder sind Ihre Beweggründe für die Kandidatur?
„Aus Neunkirchen – Für Neunkirchen“, das sind meine Beweggründe kurz auf den Punkt gebracht. Ich bin in Neunkirchen aufgewachsen und habe daher eine ganz andere Beziehung zur Stadt wie „die Zugezogenen“.

Neunkirchen hat als zweitgrößte Stadt im Saarland auch viele soziale Probleme. Wie sehen Sie diese?
Innerstädtisch sind Probleme vorhanden, die sicherlich auch daraus resultieren, dass hier viele Mitbürger wohnen, die aus anderen EU-Staaten kommen und andere Lebensgewohnheiten haben als wir sie kennen. Ich denke, das ist das Hauptproblem. Daraus erwachsen Probleme, aber diese sind nicht so groß wie gefühlt - daran werde ich arbeiten und auch das Gespräch mit jedem Bürger suchen.

Wie möchten Sie als OB diese sozialen Probleme angehen?
Ich werde das Gespräch mit den Bürgern suchen und direkte Hilfe durch städtische Mitarbeiter anbieten und falls erforderlich auch zusätzliche Mitarbeiter dafür einsetzen.

Sicherheit in der Innenstadt, „Dunkle Ecken“, Präsenz von Ordnungsamt und Polizei ist immer wieder ein Thema in den sozialen Netzwerken und bei Gesprächen mit den Bürgern. Wie möchten Sie den Sorgen der Bürger begegnen?
Der „Dorfpolizist“ sollte wieder mehr Präsenz zeigen und dadurch den persönlichen Kontakt suchen. Die Stadtteilmanager sind ein guter Ansatz, der weiter ausgebaut werden muss. Auch sollen die „dunklen Ecken“ im wahrsten Sinne des Wortes erleuchtet werden, indem man zusätzliche Straßenlampen installiert, damit die Innenstadt hell und freundlich wird.

Neunkirchen hat sich von der „Hüttenstadt“ in die Musical- und Kulturstadt Neunkirchen gewandelt. Wie sehen Sie diesen Wandel?
„Neunkirchen, die Musicalstadt“ – außer in Neunkirchen weiß das kein Mensch. Ich habe nichts gegen Musicals, aber ich habe das Gefühl das ist etwas zu gezwungen. Es ist ein ambitioniertes Hobbyprojekt, es ist gut, aber man kann damit eine Stadt nicht definieren. Als Schwerpunkt werde ich die Auslastung der Gebläsehalle mit überregionalen Gastkünstlern fördern.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Kreisstadt Neunkirchen mit Ihnen als Oberbürgermeister?
Als OB hat man beschränkte Mittel. Man muss erst einmal die Leute überzeugen, die in gewohnten Bahnen denken, („das han mir noch nie so gemacht“) das muss man angehen. Neunkirchen ist die zweitgrößte Stadt des Saarlandes, das merkt man nirgends und das soll sich ändern.

Wie wollen Sie als Oberbürgermeister die Defizite im kommunalen Haushalt beseitigen oder zumindest minimieren?
Der Stadtrat erhält mehr Kontrolle über die Ausgaben der Stadt (Kulturgesellschaft), sparsam wirtschaften und Projekte nicht nur umsetzen, weil sie bezuschusst werden. Alles was gemacht wird, ist besser als nichts zu machen, aber nicht um jeden Preis sollen Projekte umgesetzt werden.

Haben Sie einen Plan, wie man den Leerständen in den Geschäftshäusern entgegenwirken kann und wie man die Infrastruktur stärken kann?
Einen Plan zu haben wäre zu viel gesagt, das sind ja alles Privateigentümer, da muss man erst einmal sehen, woran es liegt, dass es leer steht. Sind es überzogene Mietforderungen oder ist es die Unattraktivität durch die Nähe des Saarparkcenters, das wie ein Ufo alles aufsaugt. Da muss man sich zusammensetzen und Gedanken machen, wie man dem entgegnet.

Welche Aufgabe hat für Sie absolute Priorität, wenn Sie OB werden?
Das städtische Leben wieder zu beleben, das Miteinander muss wieder wachsen und wir müssen unsere Neubürger integrieren und nicht ausgrenzen. Es gibt Ansätze, die es auszubauen gilt. Neunkirchen muss wieder das werden, was der Slogan „Neunkirchen – die Stadt zum Leben“ suggeriert.

 

Weitere Informationen über die FDP Neunkirchen erhalten Sie unter der folgenden Adresse: fdp-kvneunkirchen.de.

ot