Zugriffe: 200
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Bewertungen 4.13 (8 Abstimmungen)
Mit neuer Kraft an die Rathausspitze - Tina Schöpfer, Die Grünen
Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl im Dialog
Anzeige
mit neuer gruene
 
mit neuer kraft schoepfer 01
Tina Schöpfer, Kandidatin der Grünen
Ende Mai finden gemeinsam mit den Europawahlen auch die Kommunalwahlen statt, in Neunkirchen ist das Amt des Oberbürgermeisters neu zu besetzen. Der derzeitige Oberbürgermeister der Kreisstadt Jürgen Fried steht nicht mehr zur Wahl. Wir haben uns auf den Weg gemacht und alle Kandidaten für diesen Posten zu den gleichen Themen befragt.
Tina Schöpfer, Kandidatin der Grünen zu Oberbürgermeisterwahl in Neunkirchen ist 43 Jahre jung und in Ottweiler geboren. Sie ist seit 2016 Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Saar. Die Politikerin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Kohlhof. Erst einmal möchten wir unseren Lesern die Chance geben, Sie näher kennenzulernen.

Was schätzen Sie an Menschen am meisten?
Ehrlichkeit, Toleranz, Verlässlichkeit.

Wo würden Sie am liebsten leben?
Dort, wo ich gerade lebe: Auf dem Kohlhof in Neunkirchen.

Mit welchem berühmten Menschen aus der Vergangenheit würden Sie gerne einmal ein Gespräch führen und über was würden sie sich mit ihm unterhalten?
Mit Marie Juchacz, der ersten Frau, die vor einem deutschen Parlament gesprochen hat. Das war 1919. Ich würde mich mit ihr über Gleichberechtigung unterhalten und darüber, was erreicht wurde in den letzten 100 Jahren und was noch dringend zu tun ist.

Was gefällt Ihnen an und in Neunkirchen am besten?
Die liebenswürdigen Menschen, ihre Hilfsbereitschaft, der Zusammenhalt. Und die vielen schönen Ecken, die es hier gibt.

Frau Schöpfer, Sie kandidieren als Oberbürgermeisterkandidatin in Neunkirchen. Was waren oder sind Ihre Beweggründe für die Kandidatur?
Mich haben viele Menschen darauf angesprochen, dass sie sich frischen Wind für Neunkirchen wünschen und mich ermutigt, zu kandidieren. Neunkirchen ist vielfältig – was die schönen Seiten angeht aber auch die Herausforderungen. Diese möchte ich gerne anpacken. Weil mir meine Wahlheimat am Herzen liegt und ich einiges verändern möchte.

Neunkirchen hat als zweitgrößte Stadt im Saarland auch viele soziale Probleme. Wie sehen Sie diese?
Ein Problem sehe ich darin, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum und sozialen Wohnungsbau gibt. Ein weiteres Problem ist aus meiner Sicht, dass es zuwenig gute Treffpunkte für Jugendliche gibt.

Wie möchten Sie als OB diese sozialen Probleme angehen?
Zum Beispiel dafür sorgen, dass mehr in den sozialen Wohnungsbau investiert wird und dabei auch das Land in die Pflicht nehmen. Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des saarländischen Bundestagsabgeordneten Markus Tressel geht nämlich hervor, dass die für den sozialen Wohnungsbau im Saarland zur Verfügung gestellten Mittel des Bundes seit 2015 fast verdreifacht wurden. Gleichzeitig ist der Bestand an Sozialwohnungen zwischen 2013 und 2016 aber um 57% gesunken. Das Geld muss nun dort investiert werden, wo es hingehört: in den sozialen Wohnungsbau und dass dann natürlich, insbesondere auch in Neunkirchen.

Sicherheit in der Innenstadt, „Dunkle Ecken“, Präsenz von Ordnungsamt und Polizei ist immer wieder ein Thema in den sozialen Netzwerken und bei Gesprächen mit den Bürgern. Wie möchten Sie diesem Thema begegnen?
Ich würde das Gespräch mit dem Innenminister suchen. Es geht nicht, dass immer weiter bei der Polizei gespart wird. Wir brauchen mehr Polizistinnen und Polizisten vor Ort. Den kommunalen Ordnungsdienst würde ich stärken. Besonders wichtig ist mir aber auch, auf Prävention zu setzen, damit es zu brenzligen Situationen erst gar nicht kommt.

Neunkirchen hat sich von der „Hüttenstadt“ in die Musical- und Kulturstadt Neunkirchen gewandelt. Wie sehen Sie diesen Wandel?
Diesen Wandel bewerte ich positiv. Ich habe selbst 5 Jahre lang beim Musicalprojekt mitgemacht und kenne es daher gut. Kulturstadt bedeutet für mich aber auch, nicht nur in die Leuchttürme zu investieren, sondern auch in kleinere kulturelle Projekte. Theatervereine, Musikvereine, freie Szene usw.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Kreisstadt Neunkirchen mit Ihnen als Oberbürgermeisterin?
Neunkirchen wirbt ja damit, die „Stadt zum Leben“ zu sein. Dafür muss es attraktiver werden. Zum Beispiel gäbe es mit mir mehr Grünflächen und weniger Beton. Fürs Klima und als Treffpunkt. Die Parks würde ich erhalten und aufwerten, z.B. mit Sitzgelegenheiten und Sportangeboten. Den öffentlichen Raum würde ich barrierefrei gestalten.

Wie wollen Sie als Oberbürgermeister die Defizite im kommunalen Haushalt beseitigen oder zumindest minimieren?
Mein Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt, der aber nicht auf Kosten von nachhaltigen Investitionen wie z.B. in Bildung, Kultur und Umwelt- und Naturschutz gehen darf. Deshalb werde ich beim Land weiter für einen Altschuldentilgungsfonds werben.

Haben Sie einen Plan, wie man den Leerständen in den Geschäftshäusern entgegenwirken kann und wie man die Infrastruktur stärken kann?
Hier setze ich auf kreative Ideen. Dazu habe ich mir andere Städte angeschaut. Wie zum Beispiel Oberhausen. Dort gab es einen „Supermarkt der Ideen“. Ein leerstehendes Ladenlokal wurde zwei Monate lang in einen Ort verwandelt, an dem sich Künstler/innen, Kreative und weitere Akteure mit dem Thema Leerstand beschäftigt haben und Ideen mit Bürger/innen diskutiert haben. Sowas könnte ich mir für Neunkirchen auch gut vorstellen. Einbeziehen würde ich auch noch junge Gründer/innen, denen man in der Innenstadt Co-Working-Spaces anbieten könnte.

Welche Aufgabe hat für Sie absolute Priorität, wenn Sie OB werden?
Die Bürger/innenbeteiligung zu stärken und die Entscheidungsabläufe in der Verwaltung und im Stadtrat transparenter zu gestalten. Ich würde eine Bürger/innenfragestunde im Stadtrat einrichten, die Stadtratsunterlagen im Internet zugänglich machen und regelmäßige Bürger/innensprechstunden in der Innenstadt und den Stadtteilen anbieten.

 

Weitere Informationen über die „Bündnis 90 / Die Grünen“ Neunkirchen erhalten Sie unter der folgenden Adresse: gruene-neunkirchen-saar.de.

rs
Infos zur DSGVO
Erforderliche Cookies und Server-Log-Dateien

Hiermit stimme ich zu, dass die für die Nutzung dieser Webseite erforderlichen Cookies in meinem Browser gesetzt und die notwendigen Informationen in den Server-Logdateien gemäß Datenschutzerklärung gespeichert werden dürfen.

 

Google Analytics

Hiermit stimme ich zu, dass bestimmte Daten zwecks Tracking und Auswertung durch Google Analytics gemäß der Datenschutzerklärung erfasst und gespeichert werden dürfen.

 

Ohne diese Zustimmung ist die Nutzung dieser Webseite aus technischen Gründen nicht möglich.

 

  ich bin damit einverstanden!