Naturschutz im Stadtpark

Gespräch vor Ort, um die Ruhe zu erhalten und zu schützen
 
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Vorsitzende Tatjana Linn
begrüßt die Anwesenden
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Bürger Mathias Busch spricht
über die Bedeutung des Stadtparks
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Die Besucher/innen der Aktion im Stadtpark
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Franjo Schmitt (NABU)
leitet die Diskussionsrunde
Der Neunkircher Stadtpark mit seinem Rosengarten ist für viele Bürger ein wichtiger Rückzugs- und Erholungsort. Um diesen Ort der Ruhe zu erhalten und zu schützen, traf sich die IG Stadtpark gemeinsam mit Vertretern des NABU an einem Samstagmorgen im Stadtpark Neunkirchen zum Gespräch.
Im Jahr 2018 gründete sich die Interessengemeinschaft Stadtpark aus Nachbarn und Nachbarinnen des Parks, die darum bemüht sind, die dortige Grünfläche zu erhalten und sie botanisch und gestalterisch weiter aufzuwerten. Themen wie die fehlende Pflege des Stadtparks, Müllablagerung, sowie Lärmbelästigungen besonders in den Sommermonaten sind Themen, die im Fokus der Arbeit der Interessengemeinschaft stehen. Hinzugekommen ist die Entscheidung den Rosengarten am Stadtpark, aufgrund des geplanten Kita- Neubaus, aufzugeben. Diese Entscheidung ist für die Mitglieder der Interessengemeinschaft, den NABU und die Anwohner nicht nachvollziehbar. Die IG Stadtpark sammelt Unterschriften für ihr Anliegen und zeigt Präsenz in politischen Entscheidungsgremien. Die gemeinsame Aktion im Stadtpark sollte Interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie Anwohner und Mitstreitende weiter für das Thema sensibilisieren und diese allgemein über den Stadtpark informieren. Die Idee für den Stadtpark Neunkirchen wurde etwa in den Jahren 1912- 1913 entwickelt, der Park trug in seinen Anfängen den Namen „Hindenburgpark“. Baubeginn für das, durch den damaligen Gemeinderat unterstütze, Projekt, war zwischen 1923- 1924. 1938 fand die Einweihung des Parks statt und im Jahr 1970 wurde der ehemalige „Volkspark“, um einen Kinderspielplatz erweitert. Die Vorsitzende der IG Stadtpark Tatjana Linn hat bezüglich der historischen Entstehung des Stadtparkes im Stadtarchiv recherchiert und weiß darum auch um dessen Entstehungsgeschichte. Die Bedeutsamkeit des Parks in Neunkirchen wurde auch dadurch deutlich, dass die Veranstaltung trotz schlechter Witterungsverhältnisse von zahlreichen Bürgern und Bürgerinnen besucht wurde. Mathias Busch sprach in der Gesprächsrunde an, dass er das Gefühl hat, dass die Natur im politischen Diskurs, aber auch im gesellschaftlichen Miteinander immer weiter nach hinten rutscht und dass darunter auch der Stadtpark mit Rosengarten gelitten hat. Ebenfalls wurde der Wunsch nach kostenfreien Maßnahmen, wie zum Beispiel der Umwandlung einiger Wiesenflächen in Neunkirchen zu „Blühwiesen“ deutlich. Franjo Schmitt, Vertreter des NABU, betonte wie wichtig genügend Grünflächen für die Flora und Fauna in Neunkirchen sind. Er erklärte, dass der Stadtpark zwar viele Baumarten zu bieten hätte, dass die weitere gärtnerische Gestaltung, alleine durch Sträucher, allerdings ausbaufähig sei. Die Bürger und Bürgerinnen tauschten sich angeregt über verschiedene Konzepte zur Weiterentwicklung der Stadt zu beispielsweise einer „essbaren Stadt“, aber auch über Investitionsmöglichkeit für die Erweiterung der grünen Flächen in der Stadt aus. Im gemeinsamen Diskurs wurde aber auch betont, dass es bereits wichtige Schritte in Richtung Natur gibt, welche die Bürger und Bürgerinnen ein wenig hoffnungsvoll stimmen. Die „Fridas for Future“-Proteste der Schülerinnen und Schüler in Neunkirchen sind für die Mitglieder von NABU und der IG Stadtpark ein Zeichen dafür, dass auch jungen Menschen nun die Bedeutsamkeit von Umweltschutz bewusst geworden ist. Der Bau des Insektenhotels im Wagwiesental ist ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Die IG Stadtpark konnte bei der gemeinsamen Aktion im Stadtpark viele wertvolle Ideen entwickeln, die den Erhalt des Stadtparks und des Rosengartens unterstützen. In nächster Zukunft geplant sind gemeinsame Arbeitseinsätze zur Aufwertung des Rosengartens, sowie eine botanische Führung im Stadtpark Neunkirchen in Kooperation mit dem NABU. Ebenfalls soll die Unterschriftenliste weiter in Umlauf gebracht werden, um mehr Menschen über die Problematik aufzuklären.
Weitere Informationen über die IG Stadtpark Neunkirchen und auch den Zugriff auf die Unterschriftenliste können Sie über die erste Vorsitzende Tatjana Linn erhalten.
ma