Die Kinderseite
Leise Pfoten in der Nacht - Känguru und Erdmann unterwegs im Zoo
Teil 6
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Kasimir, die Schneeeule sucht mit ihrer ­Truppe
nach den drei Ausreißern
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Bei den Rehen herrschte große Aufregung und schnell wurde durchgezählt, ob auch alle da sind
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Bei Frau Petz fühlten
sich die drei Tierkinder sicher und geborgen
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Die Giraffe Emma konnte einen wichtigen Hinweis auf die Gesuchten geben.
Aufregung im Zoo, Hannibal, Carlotta und Willibald sind verschwunden. Wurden sie entführt? Mitglieder ihrer Familien und andere Zootiere sind auf der Suche nach den drei Tierjungen. Ob sie gefunden werden bevor der Morgen graut?
Die Eule Kasimir war beim Rudelchef Leopold angekommen und hatte herausgefunden, dass Carlotta, mit Hannibal und Willibald nachts im Zoo unterwegs war. „Nun Kasimir,“ sprach Leopold, „wir warten noch ein wenig bevor wir starten. Flieg los mit deiner Truppe und suche die Drei.“ Mit einem Schrei flog Kasimir in den Nachthimmel, dies war das Startsignal für seine Nachtschwärmer, die sich auf den Weg machten, um die drei Tierkinder zu suchen. Unterdessen waren diese im Bärengehege angekommen, wo Hubertus Petz laut schnarchte. „Denkt ihr wirklich, dass es eine gute Idee ist, den Bären zu wecken? Was wenn er uns auffrisst?“ flüsterte Carlotta. „Quatsch, wir Zootiere halten doch zusammen und schau mal wie gut genährt der Bär ist,“ wiedersprach Hannibal, „sicher wird er uns helfen.“ Plötzlich brummte es hinter den Ausreißern und sie blickten sich erschrocken um. Hinter ihnen stand Frau Bär und meinte: „Na Kinder, warum seid ihr denn nicht zu Hause in euren Betten? Meine zwei Rabauken schlafen längst.“ Die Bärin schaute mit ihren lieben Augen auf die Freunde und sie wussten, Frau Petz würde ihnen helfen. „Erst mal bekommt ihr was zu essen und trinken und dann machen wir euch ein bisschen sauber. Den Herrn Petz wecken wir später, dann könnt ihr auf ihm nach Hause reiten.“ Erleichtert nickten die Tierkinder. Ein paar Gehege weiter waren die Rehe und Hirsche ganz aufgeregt, die Lamas nebenan liefen unruhig am Zaun hin und her. „Schaut mal nach oben,“ riefen sie sich zu, „da sind so viele Vögel am Himmel.“ Man muss wissen, es war ja eine klare Vollmondnacht, es war relativ hell und die meisten Tiere sehen bei Nacht besser als Menschen. „Es wird doch nichts passiert sein?“, so klang es aus allen Ecken. Die Herdentiere hatten Kasimir und seine Truppe entdeckt, die auf der Suche nach den Ausreißern waren. Schon landete der kleine Steinkauz Emil im Rehgehege und krächzte: „Wir suchen ein Erdmännchen, ein Känguru und eine Hyäne, hat sie jemand von euch gesehen?“ Zeitgleich waren alle anderen der Truppe bei den Giraffen, Buntmardern und Seehunden gelandet und stellten die gleiche Frage. Emma, die Giraffe kaute erst einmal genüsslich eine Runde, bevor sie ganz tief Luft holte und meinte: „Vor etwa einer Stunde habe ich ein Raunen gehört, ich dachte erst, ich würde träumen, vielleicht waren das die Gesuchten.“ Die Rehe zählten sofort alle ihre Kinder nach, jeder musste sich in die Reihe stellen und schon ging es los. Letztendlich waren alle da und die Huftiere entspannten sich.
Wie lange es noch dauern wird bis Hannibal, Carlotta und Willibald wieder zu Hause sind?
ot/pixabay