Soldatenschicksale in der Saar-Pfalz-­Region 1800 – 1815
La Conscription, la guerre et la mort. Sterben für Napoleon
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soldaten 01
Übergang über Beresina 28.11.1812 auf
dem verlustreichen Rückzug aus Rußland,
Gemälde von Peter v. Hess
Quelle: Wikipedia
THintergrund des Vortrags ist der Fund von 7800 Militärtotenscheinen der Departements „de la Sarre“ und „du Mont-Tonnerre“ der Jahre 1801 – 1815 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin.
Diese Totenscheine der napoleonischen Armee zeigen das Ende des kurzen Lebens tausender junger Männer aus unserer Region, die ihr Leben in den Kriegen Napoleons verloren. Der Vortrag stellt das Schicksal dieser Soldaten im Zusammenhang der drei Phasen „La conscription, la guerre et la mort“ (Die Wehrpflicht, der Krieg und der Tod) dar. Die Grundlagen der französischen Wehrpflicht, die damals auch bei uns galten, die Erfahrungen des Krieges und der Tod in Lazaretten in ganz Europa werden anhand von Dokumenten, Augenzeugenberichten, individuellen Schicksalen und zeitgenössischen Illustrationen geschildert. Ein weiterer Aspekt ist die Bedeutung der Totenscheine für die Geschichte der Region in familienkundlicher, militärischer, sozialer, politischer und medizinischer Hinsicht. Sie eröffnen durch ihre Vielzahl neue Forschungsperspektiven und zeigen, auf in welch tiefgreifender Weise unsere Region mit der Geschichte unseres französischen Nachbarn verbunden ist.
Stephan Friedrich wird dazu am Donnerstag 4. Juli 2019, um 19.00 Uhr, beim Historischen Verein Stadt Neunkirchen, Irrgartenstr. 18, einen Vortrag halten. Gäste sind herzlich willkommen. Nichtmitglieder zahlen 3.- €.
Weitere Informationen zum Historischen Verein Stadt Neunkirchen finden Sie auch auf der Internetseite des Vereins, www.hvsn.de.