Mit Herz den Tagen mehr Leben geben
Rotary Club Neunkirchen übergibt Spende an Hospiz
 
muster
Einen großzügigen Scheck hatten die Neunkircher Rotarier für das Fliedner Hospiz im Gepäck (v.l. Elisabeth Meissner, Ute Seibert, Dr. Gerhard Gawlitza, Anette Weber, Peter Geckeis, Björn Wacket, Heinz Walbrodt, Helga Singer und Dr. Hartmut Ringling
Schon seit der Planung des Fliedner Hospiz in Neunkirchen unterstützt der Rotary Club Neunkirchen die Institution regelmäßig mit Spenden. Nun konnte sich die Leiterin Ute Seibert wieder über einen großzügigen Scheck aus den Händen der Rotarier freuen.
„Hilfe geben und helfen wollen!“, das sind Leitworte der Rotarier auf der ganzen Welt und nach diesen Worten richtet sich auch der Rotary Club Neunkirchen. Seit nunmehr 60 Jahren unterstützen die Mitglieder andere Menschen und setzen sich für andere ein. Nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch mit Rat und Tat. Mit viel Herz und Hand setzen sich die Rotarier für das Fliedner Hospiz ein. Seit der Gründung der Einrichtung schaffen es die engagierten Mitglieder dem Hospiz jährlich zwischen 4.000 und 5.000 Euro zu spenden. Gelder, die in dem Hospiz dringend gebraucht werden, wie die Leiterin Ute Seibert bestätigt. Umso schöner ist es doch, dass die Rotarier nun einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro im Gepäck hatten. „Wenn wir mit unseren Spenden die Welt ein ganz klein wenig besser machen können, dann haben wir schon viel erreicht,“ erklärt der Präsident des Rotary Clubs Peter Geckeis, „wenn ich mir etwas für mich persönlich wünschen dürfte, dann wäre es ein würdevolles Leben bis zuletzt. Das macht das Fliedner Hospiz und all die anderen Hospize möglich.“ Sehr erfreut über diesen tollen Geldbetrag zeigte sich die Leiterin des Hospizes, Ute Seibert: „Wir bedanken uns ganz herzlich für diese schöne Spende, denn Hospiz ist grundsätzlich auf Spenden und ehrenamtliche Tätigkeiten angewiesen. Sterben ist nicht eine Sache des Alters“, beschreibt Ute Seibert die Situation, „zu uns kommen Menschen jeden Alters mit unterschiedlichen Erkrankungen. Die Lebenssituationen haben sich geändert, es gibt immer mehr Singlehaushalte und somit ist die Versorgung in der Familie nicht mehr so möglich. Menschen dürfen hier entscheiden, wen sie sehen wollen, was sie essen und wann sie essen wollen. Wir bieten Menschen an ihrem Lebensende die Möglichkeit bestens betreut zu werden und ihren Familien die bestmögliche Unterstützung.“ Unterstützt wird das Hospiz durch den Förderverein, er möchte dazu beitragen, dass über die „Normalausstattung“ hinaus auch weitere Möglichkeiten für ein würdevolles Weiterleben zu schaffen. Viele schöne und nützliche Dinge konnten schon angeschafft werden, unter anderem auch die Außenbestuhlung und zusätzliche Absauggeräte. Zurzeit wird die Anschaffung eines Intensivpflegebettes für Schwergewichtige angestrebt, dies wird um die 15.000 Euro kosten und so kann die großzügige Spende der Rotarier einen wertvollen Beitrag hierzu leisten. Das Bett, das so ausgestattet ist, dass eine Pflegekraft in regelmäßigen Abständen den Patienten alleine umlagern kann wird nur auf Vorbestellung angefertigt. Peter Geckeis zitierte den Weltpräsidenten der Rotarier Barry Rassin: „Wir sollten uns im Großen wie im Kleinen engagieren um die Welt ein ganz klein wenig besser zu machen.“ Ein bisschen mehr besser machen die Neunkircher Rotarier die Welt im Fliedner-Hospiz, worüber sich auch die 1. Vorsitzende des Fördervereins Pfarrerin Anette Weber freute: „Der Förderverein besteht in 2019 seit fünf Jahren und wir bedanken uns bei den großzügigen Spendern nicht nur für die finanziellen Zuwendungen, sondern auch für die Zeit, die sie uns schenken. Wir müssen 5 Prozent über Spenden finanzieren und hier wird sehr wertvolle Unterstützung geleistet.“ Die Rotarier sind auch im Hospizalltag immer wieder gegenwärtig und so hat sich eine Kochgruppe aus Mitgliedern gebildet, die regelmäßig mit den Patienten kochen und gemeinsame Zeit verbringen. Eine schöne Sache, die sowohl den Hospizbewohnern als auch den Rotariern und den Pflegekräften mit Sicherheit viel Lebensfreude gibt. Übrigens unterstützt der Rotary Club Neunkirchen auch „Kinder lernen Deutsch“, das älteste Projekt des Clubs. Seit 13 Jahren stellt der Club jährlich den Grundschulen Wellesweiler und Wiebelskirchen 10.000 Euro zur Finanzierung einer Förderlehrerin zur Verfügung. Der Club erwirtschaftet die Spendensummen durch verschiedene Veranstaltungen, wie Weihnachtsmärkte, Weihnachtsbaumverkauf oder Benefizveranstaltungen. Hut ab vor so viel Einsatz für andere Menschen.
Nähere Infos über das Fliedner Hospiz in der Theodor-Fliedner-Straße 12a in 66538 Neunkirchen finden Sie im Internet unter kreuznacherdiakonie.de in der Rubrik Hospize.
ot