Leise Pfoten in der Nacht
Känguru und Erdmann unterwegs im Zoo
Teil 7
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Die Ausreißer dürfen auf dem Rücken
von Meister Petz nach Hause reiten
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Der kleine Hannibal möchte wieder zu seiner Kängurufamilie
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Hugo, der Bruder von Willibald, dem Erdmännchen wartet zu Hause auf den Ausreißer
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Estefania, das Opossum
ist im ganzen Zoo bekannt
Nun sind die Ausreißer beim Bären Hubertus, die Vögel suchen nach ihnen und alles ist in Aufruhr im Zoo. Eine spannende Nacht für alle. Selbst das Opossum und das Gürteltier sind aus dem Schlaf aufgeschreckt.
Fast der ganze Zoo war wach, es lag ein Wispern und Raunen in der Luft, Affen sprangen durch das Gehege, selbst das Gürteltier Wladimir war aufgewacht. Gähnend schaute er aus seinem Haus und erschrak sogleich fürchterlich, Estefania lag vor der Hütte und schnarchte. „Hey, du altes Opossum, was willst du hier? Geh in deinen eigenen Bau.“ „Hicks, schrei nicht so laut,“ heulte Estefania auf, „mein Kopf tut weh, hier ist eh schon alles so laut heute Nacht. Das ist ja schlimmer als tagsüber, wenn die Menschen da sind. Ihr nervt mich alle. Gib mir lieber was zu trinken und ein paar angefaulte Äpfel.“ Unterdessen hatten es sich die Ausreißer bei den Bären bequem gemacht und die Mama Bär hatte ihnen feine Früchte gebracht. Plötzlich streckte und reckte sich Meister Petz und rieb sich den Schlaf aus den Augen: „Was höre ich denn da für seltsame Laute in meinem Haus? Das sind doch nicht meine Kinder! Und im Zoo herrscht so eine Unruhe. Ich will doch einfach nur schlafen!“ Etwas ängstlich drücken sich Carlotta, Hannibal und Willibald aneinander, denn Meister Petz schaut schon sehr brummig drein. Da er aber im Grunde doch sehr gutmütig ist, zwinkert er den Dreien zu und greift erst einmal nach einem Stück Apfel: „Wenn ich wach werde, habe ich immer etwas Hunger und ich kann erst richtig denken, wenn ich eine Kleinigkeit gefressen habe. So und nun erzählt mir mal, was euch hier zu uns treibt. Seid ihr zu Hause rausgeflogen, weil ihr nicht brav wart?“ Am schnellsten hatte sich der Kleinste in der Runde gefangen und so sagte Willibald: „Ach Meister Petz, wir wollten ein Abenteuer im Zoo erleben und haben uns aus unseren Gehegen rausgeschlichen und dann haben wir uns verlaufen und Angst bekommen. Aber alle Tiere, die wir unterwegs getroffen haben, waren sehr nett und haben uns geholfen oder zumindest einen guten Rat gegeben. Auch Mama Bär war sehr nett und hat uns etwas zum Essen gegeben.“ „Hmmm,“ brummte Papa Bär, „nun verstehe ich auch den Lärm im Zoo, sicherlich sind alle auf der Suche nach euch. Ich werde mich ein bisschen stärken und dann setzt ihr euch auf meinen Rücken und ich bringe euch zurück zu euren Familien. Im Zoo kenne ich mich aus!“ Die drei Freunde brachen in Jubel aus und konnten es kaum erwarten, bis Meister Petz endlich soweit war. Nun konnten sie Platz nehmen auf dem kuscheligen Bärenrücken und sie machten sich zu viert auf den Weg durch den nächtlichen Zoo. Kaum waren sie auf dem Weg, hörten sie auch schon ein Schnarchen und Meister Petz meinte lächelnd: „Na, da schläft wohl mal wieder die Estefania ihren Rausch unter der Parkbank aus, das Opossum ist ja hinreichend bekannt dafür.“
Nun wird es nicht mehr lange dauern bis zum Happy End im Zoo.
ot/pixabay