Mit Knowhow gegen die Macht des Feuers
Schachtanlage Gegenort wurde zur Fortbildungsstätte
 
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Imposant waren die Übungseinheiten
zum Thema Rauchgasentzündung,
auch Flash Over oder Brackdraft genannt
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Geschafft, die Feuerwehrfrauen- und männer
verlassen den Brandcontainer
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Interessiert folgen die Feuerwehrleute den Ausführungen
von Thorsten Kircher, ­Werksfeuerwehr Dillinger Hütte
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An einer Übungsanlage für Industriebrände wurden
Brände von Gasen und Flüssigkeiten simuliert
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Bei bestem Wetter erfreuten sich die Gäste
an kühlen Getränken und leckerem Essen
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Gut gelaunt wurde nach den Lehrgängen
noch nett zusammengesessen
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Bei der Tombola am Sonntag ging der Hauptpreis
an Sandra Werkle (vorn rechts)
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Freude nach einer gut überstandenen Übung im Brandcontainer
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Fachgespräche untereinander durften
zum Abschluß der Veranstaltung nicht fehlen
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Je später der Abend, umso schöner die Gäste
Das einstige Grubengelände, die Schachtanlage Gegenort war für vier Tage Schauplatz einer ganz besonderen Veranstaltung. Die 2. FireDays, ein Ausbildungsevent für Feuerwehrleute, gaben rund 400 der Helfer die Möglichkeit in verschiedenen Workshops ihr Wissen zur Brandbekämpfung zu erneuern und zu verbessern.
Mit Spannung erwartet wurden die FireDays in Neunkirchen, denn wann hat man schon einmal 400 Feuerwehrleute auf einem Fleck. Ein Zufall war es wohl nicht, dass die Wahl der „Macher“ dieser Fortbildungsveranstaltung für Feuerwehrleute ausgerechnet auf Neunkirchen fiel. Marco Honecker, der federführend für die Planung der Veranstaltung zuständig war, stand schließlich nicht nur ein waschechter „Neinkerjer Bub“, sondern auch ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele an der Spitze. Honecker ist aktives Mitglied der Neunkircher Feuerwehr, arbeitet bei der Berufsfeuerwehr Hannover und befasst sich auch mit der Ausbildung von Feuerwehrleuten. Die ersten FireDays hatten in der Nähe von Hannover stattgefunden und nun die zweite Auflage in Neunkirchen. Die Kameraden der Neunkircher Feuerwehren unterstützten die Veranstaltung personell und logistisch. Mit Bedacht hatte man sich nach einem passenden Objekt umgesehen, auf dem man diese Großveranstaltung durchführen konnte und die Wahl fiel auf die Schachtanlage Gegenort. Zum einen wegen der Nähe zur B41, also gut erreichbar und doch groß genug, um die verschiedenen Workshops ohne Gefahr für umliegende Gebäude durchführen zu können. Vor allem die großen Realbrand-Übungsanlagen benötigen viel Platz, sie bilden das Kernelement der FireDays. Es war schon imposant den Übungen beizuwohnen, denn die Feuerwehrfrauen- und männer lernen unter Atemschutz aus nächster Nähe die Entstehung, den Verlauf und die Bekämpfung einer Rauchgasentzündung, auch Flash Over oder Brackdraft genannt. Von außen war das erst einmal ein schwarzer Container, in dem im hinteren Bereich mächtig eingeheizt war. Im vorderen Bereich waren die Feuerwehrleute platziert, natürlich in voller Montur und diese konnten nun unter realen Bedingungen erfahren, wie sich eine Durchzündung, eine Feuerwalze auswirkt und wie man diese bekämpft. Auf der anderen Seite des Geländes übten die Feuerwehrmitglieder an einer Übungsanlage für Industriebrände. Hier wurden Brände von Gasen und Flüssigkeiten simuliert, die dann fachgerecht mit Wasser, Schaum und Pulver gelöscht wurden. Ergänzt wurden diese Workshops durch ein Atemschutz-Fachsypmossium in der Schacht­halle, wo mit den Fachleuten über Themen wie Atemschutzunfälle, Einsatzstellenhygiene und auch die Gefahr von Krebserkrankungen diskutiert wurde. Zum Thema Atemschutzunfälle gab es auch Trainingseinheiten, ergänzt wurde das Ganze durch theoretische Fortbildungen für Führungskräfte in der Feuerwehr und praktische Trainings in der Türöffnung, sowie taktischer Einsatz von Drehleitern. Übrigens konnte man sich auch gerne einmal mit der Drehleiter das Geschehen von oben betrachten. Natürlich sorgen solch anstrengende Tage auch für Hunger und Durst und so wurde selbstverständlich mit Unterstützung der Wiebelskircher Feuerwehr, sowie einigen gewerblichen Anbietern diesbezüglich für Abhilfe gesorgt. Für die zahlreichen Besucher gab es Informationsstände, am Freitagabend eine „Blaulicht­party“ und am Samstag spielte Double Malted für die Gäste. Sonntags gab es auch eine­ tolle Tombola, bei der Sandra Werkle den Hauptpreis, einen Elektro-Rasenmäher, gestiftet vom Radhaus Simon aus Wiebelskirchen gewann. Für alle Beteiligten, vom Kopf des Ganzen, Marco Honecker über die Feuerwehr Neunkirchen bis zu den Ausbildern, teilnehmenden Freiwilligen Feuerwehren, sowie Berufsfeuerwehren und auch die Zuschauer waren diese FireDays in Neunkirchen ein ganz besonderes Erlebnis.
Sie möchten sich gerne näher über die FireDays informieren? Dann finden Sie alles Wissenswerte im Internet unter www.feuerwehrplanuebung.de/firedays.
ot