Erfolgreich einen neuen Weg gegangen
Intensiv Theater präsentierte erstmals eine Schauspiel-Collage
 
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Für viele bleibt nur ihre Träume
fliegen zu lassen
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„George Washington“,
alias Martin Herrmann kommentiert
dessen Treiben treffend und süffisant
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„Trump“, alias Rouven Wildegger Bitz
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Die Schauspiel-Collage „To Trump with Love“
war ein Erfolg des Intensiv Theaters
Seit einigen Jahren ist das Intensiv Theater ein fester Bestandteil der saarländischen Kulturszene und hat schon drei äußerst erfolgreiche Produktionen auf die Bühne gebracht.
Jetzt gingen die Gründer und Macher, Jenny Theobald und Tim Ganter, gemeinsam mit ihren rund 100 leidenschaftlichen Darstellern wieder erfolgreich einen neuen Weg und betraten mit der Schauspiel-Collage „To Trump with Love“ wieder einmal Neuland und dies sehr erfolgreich. Die Mitglieder des Ensembles brannten gemeinsam mit dem Saarpfalz Chor und der Tanzformation „acritudo“ ein echtes Feuerwerk ab. Nun zum Stück und der Geschichte: Man befand sich im Weißen Haus und ein anstrengender Tag jenseits des Oval Office neigte sich seinem Ende zu. Donald Trump, herrlich verkörpert von Rouven Wildegger Bitz, saß vor einem riesigen Fernseher in einem seiner großen Wohnzimmer und zappte zufrieden und müde durch das globale Fernsehprogramm. Er erlebte seine eigene Welt zwischen Fake News und stark frequentierten „Fleischbeschau“ Beiträgen aus aller Welt. Was ihm nicht gefiel, wurde einfach weggezappt. So wie das Migrantenproblem oder was er dafür hält. Doch es ging nicht nur um Amerika. Es ging um eine neue Welt, die Vision von einem friedlichen Miteinander der Nationen, einer selbst bestimmten, sanft regierten Gesellschaft. Das Besondere an der Inszenierung war, dass die Beiträge live in einem überdimensionalen „Fernsehrahmen“ stattfanden. Einer der Gründerväter und Pionier der Idee des ursprünglichen freien Amerika, George Washington, herrlich Martin Herrmann, durchbrach Raum und Zeit und kommentiert das Geschehen fortlaufend trocken, deutlich, süffisant. Überhaupt waren alle gespielten oder getanzten Szenen auf das herrlichste dargestellt. Ganz toll hier der junge Cody Ruf in der Rolle des „Kim Young Un“. Ein Höhepunkt auch der Auftritt des Pantomimen „Jomi“, faszinierend wie er alleine eine Pressekonferenz der sogenannten Großen der Welt darstellte und deren leere Hüllen ad Absurdum führte. Fragen wurden aufgeworfen, Verhältnisse beleuchtet – jedoch nicht aufgelöst. Großes Kino auch der Auftritt der personifizierte „Nanny“, gespielt von Suzanne Dowaliby. Die bezauberte mit ihrer Stimme und sorgte für echte Gänsehaut Momente. Das Fazit am Ende des unterhaltsamen Stückes: In einem Parallel -Universum, würden Grenzen gesprengt und es würden Mauern vielleicht fallen.
Das Stück und die Inszenierung waren ein weiterer Meilenstein auf dem Weg des Intensiv Theaters und man darf sehr gespannt sein, was als nächstes noch kommt.
rs