Saarländischer Filmemacherabend 2019
Traditionsevent eröffnete den Günter Rohrbach Preis
 
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Der Vorsitzende,
der Günter Rohrbach Filmpreisstiftung Jürgen Fried
begrüßte die Gäste
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Schauspielerin Edda Petri
moderierte die Veranstaltung
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Edda Petri interviewte Anne Riekchof
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Edda Petri begrüßte das
Filmteam von Jerome, Jerome auf der Bühne
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Edda Petri im Interview mit
Nachwuchsregisseur Daniel Weber
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Edda Petri unterhielt sich mit
Schauspielerin und Produzentin Petra Lamy
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Die Veranstaltung war gut besucht
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Noch nie so glücklich –
Ein Film aus lauter glücklichen Momenten
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Jerome, Jerome –
Ein Rapper unterwegs mit seiner Gang
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Der Film Meine Zeit
hatte nur eine einzige Szene
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Ischariot Wiesengrund
Eine der Hauptfiguren in „Ich bin Kunst“
Anfang November 2019 wurde in Neunkirchen zum neunten Mal der Günter Rohrbach Filmpreis vergeben. Eröffnet wurde die Finalistenwoche, in der alle Finalistenfilme der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden, mit dem traditionellen Saarländischen Filmemacherabend, bei dem Saarländische Filmschaffende eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Stummschen Reithalle vorstellten.
Günter Rohrbach – Ein Name, mit dem Filmkenner einiges verbinden können. Filme wie „Das Boot“, „Schtonk“, die Filme von Loriot und noch viele mehr wären ohne des aus Neunkirchen stammenden Produzenten Günter Rohrbach mit Sicherheit nicht vorstellbar gewesen. Neben seinem Wirken im deutschsprachigen Film hinterließ Rohrbach mit einigen Filmen auch seine Spuren in Hollywood. Um das Schaffen und Wirken des Neunkirchers Günter Rohrbach zu ehren, kam vor rund zehn Jahren die Idee auf, den Günter Rohrbach Filmpreis ins Leben zu rufen, der in diesem Jahr nun schon zum neunten Mal vergeben wurde. Hierbei werden eine Woche lang alle Preisträgerfilme der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt, bevor sie im Rahmen einer großen Filmgala am Ende der Finalistenwoche ihre Auszeichnung erhalten. Eröffnet wird die Finalstenwoche aber stets mit dem schon traditionellen Saarländischen Filmemacherabend, bei dem Saarländischen Filmschaffenden die Möglichkeit gegeben wird, ihre Filme, die außer Konkurrenz gezeigt werden, in der Stummschen Reithalle zu zeigen und der Bevölkerung vorzustellen. Dieser Tradition folgend begann auch die diesjährige Finalistenwoche im Zeichen des Saarländischen Films. Die gut besuchte Veranstaltung wurde am ersten Montag im November vom Vorsitzenden der Günter Rohrbach Filmpreisstiftung, Jürgen Fried, eröffnet. In seiner Begrüßungsrede ging er auf das immer größer werdende Interesse der Filmwelt am Günter Rohrbach Filmpreis und die stetig wachsende Präsenz des Neunkircher Filmpreises bei internationalen Filmfestivals, wie zum Beispiel der Berlinale, ein. Im Anschluss an seine Begrüßung übergab Jürgen Fried das Wort an die in Neunkirchen ansässige Schauspielerin und Musicaldarstellerin Edda Petri, die auf interessante und sympathische Art den Abend moderierte und durch das Programm führte. Zu Beginn standen gleich zwei Kurzfilme der Saarländerin Anne Rieckhof auf dem Programm. In ihrem Kurzfilm „Meine Zeit“ wurde in zwei Minuten eine Spielshow simuliert. Die einzige Schauspielerin, die zu sehen ist, ist Anne Rieckhof selbst.
Ein wirklich kurzer Film, aber das Ergebnis ist wirklich sehenswert. In ihrem zweiten Film des Abends „Noch nie so glücklich“ wurden wirklich glückliche Momente von Menschen dargestellt. Auch dieser Film war mit wenigen Mitteln sehr schön und ansprechend gemacht, was das Neunkircher Publikum mit viel Applaus honorierte.
Im Anschluss an die beiden Filme wurde Anne Rieckhof von Edda Petri auf der Bühne interviewt und stand dem Publikum für alle Fragen zur Verfügung. Als dritter Film des Abends wurde, der Film „Ich bin Kunst“ von Roman Eich und Rafael Petri gezeigt. Der Film handelt vom bildenden Künstler Ischariot Wiesengrund und dem Dokumentarfilmer Peter Schirra, der über den verrückten Künstler Wiesengrund einen Dokumentarfilm drehen will. Doch Wiesengrund ist für den eher behäbigen Dokumentarfilmer Schirra nicht zu bändigen. Und so entsteht eine absurde Situation nach der anderen. Das Filmprojet droht zu scheitern. Doch am Ende entsteht zwischen beiden eine seltsame Vertrautheit. Die Darstellung von Gegensätzlichkeit und starkem Einfühlungsvermögen hat auch hier ohne Frage zu einem interessanten und ansprechenden Film geführt. Als letzter Film des Abends präsentierte der Münchwieser Nachwuchsregisseur Daniel Weber seinen Film „Jerome, Jerome.“

Der Film erzählt die Geschichte vom Rapper Jerome Baschab, der zusammen mit seiner Gang vergeblich versucht, sich Zugang zu einem Nachtclub zu verschaffen, um dort ihr Rappertalent unter Beweis stellen zu können. Das Problem dabei ist, dass sie an der Türsteherin des Nachtclubs nicht vorbei kommen. Um die Mädchenclique um Jeromes Schwester Kira zu beeindrucken, entschließt sich die Gruppe um Jerome, der Türsteherin eine Kostprobe ihres Könnens zu geben. Ihr Plan gelingt und sie kommen in den Club. Im Anschluss an diesen toll gemachten Film, der Einblicke in die Rapperszene gewehrt, wurde das komplette Team des Films von Edda Petri auf die Bühne gerufen. Sie Interviewte zunächst den Regisseur Daniel Weber, der in seinem Interview offenbarte, dass bereits mehrere weitere Folgen von Jerome, Jerome geschrieben sind und er hoffe, dass er Sponsoren für den Dreh dieser Fortsetzungen finden würde. Als weitere Interviewpartnerin stand Petra Lamy von der Saarbrücker Schauspielschule Acting and Arts zur Verfügung. Sie fungierte zum einen als Darstellerin der Türsteherin in Jerome, Jerome, zum andern aber auch als Co-Produzentin. Sie erklärte, dass es sich bei Jerome, Jerome um ein Projekt der von ihr betriebenen privaten Schauspielschule handelt und sie hoffe, mit diesem tollen Team aus Nachwuchsfilmschaffenden noch einige gemeinsame Projekte auf die Beine stellen zu können. Nach vier wirklich ansprechenden Filmen Saarländischer Filmemacher und viel Applaus ging der diesjährige Saarländische Filmemacherabend zu Ende. Den Saarländischen Filmschaffenden wurde so wieder einmal eine Möglichkeit gegeben, im Rahmen eines Filmpreises ihre wirklich gelungenen Filme in einer Reihe mit großen Filmen der Öffentlichkeit zeigen zu können und somit auf sich aufmerksam zu machen.
Weitere interessante Informationen zum Günter Rohrbach Filmpreis finden Sie unter www.guenter-rohrbach-filmpreis.de.
fs