Historische Ansichten aus Wellesweiler
Kalender 2020 auf Wusch vieler Bürger neu aufgelegt
 
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Das diesjährige Titelbild zeigt den Lehrer Gustav Remy, dem wir unser großartiges Heimatbuch verdanken, an dem ehem. Kothenbrunnen in der heutigen BGM Regitz Straße (Standort zwischen der Apotheke und dem Haus Flesch).
Nach der großen Nachfrage der letzten Jahre ist der Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V. wieder dem Wunsch vieler Bürger nach einer neuen Auflage seines sehr beliebten Kalenders gerne gefolgt. Was ursprünglich mit nur einer Auflage zum 25-jährigen Bestehen des Vereins im Jahre 2017 gedacht war, hat sich zu einem beliebten Kalender und Geschenkartikel sowie Sammelobjekt entwickelt.
Januar: Ein Blick auf das winterliche Wellesweiler. Auf der rechten Seite das Wellesweiler Wasser – und Elektrizitätswerk, das von 1901 – 1906 im Besitz der Gemeinde Wellesweiler war.

Februar: Das „alte Jägerhaus“ am Eingang der Fabrikstraße. Im Hintergrund die Firma Saarcolor, das Verwaltungsgebäude der Ziegelei Müller und das Gebäude der ASKO Wellesweiler.

März: Blick über die alte Bliesbrücke, links die ehem. Gastwirtschaft Dorst und auf der rechten Seite das Lebensmittelgeschäft von Martha Vollmer. Im Hintergrund links das 1976 abgerissene Lochhaus und das 1951 erbaute Lichtspielhaus „WELI“.

April: Die erste der in Wellesweiler erbauten katholischen Kirchen. Erbaut wurde sie 1923 als Saal, doch der in Wellesweiler lebende italienische Baumeister Ludwig Zuzzi spendete den auf der linken Seite angebauten Turm und verschaffte der Kirche somit einen „Campanile“, einen nicht mit Kirche verbunden Glockenturm.

Mai: Blick in die Eisenbahnstraße, genannt „Flurweg“. Links das Haus Breme, das einer Straßenverbreiterung zum Opfer fiel, rechts das Haus des Schneidermeisters Dörr und das Bauerhaus von Leibenguth, genannt „Senn’sches“. Dieser Beinamen leitet sich von „Senior“ (dem Älteren) ab, und nicht von einer bäuerlichen Gerätschaft.

Juni: Auf dem Vorplatz des Kleinbauern Philipp Moser gab es noch in den 50er Jahren noch interessante Dinge zu sehen. Noch lange war ein im Verhältnis zum Anwesen übergroßer Misthaufen Zeichen eines der letzten Landwirte von Wellesweiler.

Juli: Der „Bockstall“, in der Fürstenzeit von Nassau-Saarbücken als Zehntscheuer gebaut, war er in der Zeit vor dem Zusammenschluss von Wellesweiler mit Neunkirchen, Niederneunkirchen und Kohlhof zur Stadt Neunkirchen, Standort der gemeindeeigenen Stieren und Ziegenböcken.

August: Unser Foto zeigt ein Panorama von Wellesweiler mit Blick nach Bexbach. Große Teile des Heidenhübels sind noch in ihrer natürlichen Größe zu sehen.

September: die alte Bliesbrücke wird 1957 abgerissen. Im Zuge des Baues einer neuen Brücke kommt es zu gravierenden Eingriffen in die bisherige Infrastruktur und in das Ortsbild von Wellesweiler.

Oktober: Blick auf die Wellesweiler Ziegelei Müller im Wiesental. Bis 1970 war die Ziegelei ein bedeutender Produzent von Backsteine, bis die Lehmvorräte erschöpft waren. Das gleiche Schicksal erlitt die Bexbach Ziegelei, deren Schornsteine im Hintergrund zu sehen sind. Im Gegensatz zu Wellesweiler waren die Bexbacher auf die Herstellung von Dachziegeln spezialisiert.

November: Am 21.11.1874 beschließt der Gemeinderat von Neunkirchen den Erben des Müllers Bach die Wellesweiler Mühle und deren Wasserrechte für 10 000 Taler abzukaufen. 1875 beginnt man mit dem Bau des Wasserwerkes, das ab dem 01. April 1877 zum ersten Male Wasser nach Neunkirchen liefern kann.

Dezember: Eine seltene Aufnahme der Straßensituation in der Ortsmitte bei Hochwasser. Für die Fußgänger wurden Stege gebaut, teils unter Verwendung von Fuhrwerken.
Erhältlich ist der Kalender wieder bei der SPARKASSE, Filiale Wellesweiler, der Bäckerei BORSDOFF und in NK bei ­BÜCHER KÖNIG sowie direkt beim Verein, im Junkerhaus von 14 – 18 Uhr, und telefonisch unter 06821/41633 Hans Günther Sachs.