Glanz, Glamour, Grüße aus Allerwelt
Der neunte Günter Rohrbach Filmpreis wurde vergeben
 
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Der Günter Rohrbach Fimpreis 2019
fand mit der Filmgala seinen Abschluss
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Die Gäste wurden an der Werbewand
der Sponsoren fotografiert
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Schauspieler Peter Lohmeyer
führte durch den Abend
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Der Vorsitzende der Güner Rohrbach Filmpreisstiftung Jürgen Fried sprach sein Grußwort
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Oberbürgermeister Aumann
hielt die erste Laudatio
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Frank Lamm bedankte sich beim Publikum
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Stephan Bechinger und Julia Kovalenko
bedankten sich für ihren Preis
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Ministerpräsident Tobias Hans
übergab den Preis der Saarland Medien GmbH
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SR-Intendant Thomas Kleist
hielt die Laudatio auf Albrecht Schuch
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Filmjournalist Ulrich Höcherl hielt die
Laudation auf den besten Darsteller
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Schauspieler Rainer Bock
nahm seinen Preis entgegen
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Rainer Bock erläuterte
den politisch-gesellschaftlichen Sinn von Filmpreisen
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Die Juryvorsitzenden Margarethe von Trotta
gab den besten Film bekannt
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Regisseurin Nora Fingscheidt bedankte
sich per Video aus Kalifornien
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Produzent Peter Hartwig nahm den Preis
stellvertretend für Nora Fingscheidt entgegen
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Elm F. and the Rooks sorgte
für den musikalischen Rahmen
In der ersten Woche im November wurde zu neunten Mal der Günter Rohrbach Filmpreis vergeben. Nachdem eine Woche lang alle Finalistenfilme gezeigt wurden, wurden die Preisträger im Rahmen einer Filmgala in der Neunkircher Gebläsehalle ausgezeichnet.

Ein Fest für Cineasten und Filmschaffende – Mit diesen Worten beschrieb der Vorsitzende der Günter Rohrbach Filmpreisstiftung Jürgen Fried den im Jahr 2011 erstmals ausgeschriebenen Filmpreis der Stadt Neunkirchen. Dieses jährliche Filmfest zu Ehren des in Neunkirchen geborenen bis nach Hollywood bekannten Filmproduzenten Günter Rohrbach sollte Anfang November 2019 zum neunten Mal begangen werden. Eine Woche lang stand Neunkirchen im Zeichen des Films, in der die diesjährigen Finalistenfilme der Bevölkerung präsentiert wurden und die mit einer
Filmpreisgala, bei der die Preisträger ihre Auszeichnung erhielten, in der Neuen Gebläsehalle endete. Freitagsabends war es dann so weit. Die Neunkircher Cineasten und Filmfreunde trafen sich in der Gebläsehalle, um den einen oder anderen Schauspieler zu treffen und die mit Spannung erwarteten Preisträger zu erfahren. Der erste Weg der Besucher und Gäste führte über den roten Teppich an die Paper Wall, an der sie wie es bei Filmpreisen üblich ist, fotografiert wurden. Beim anschließenden Sektempfang in der Vorhalle erhoffte man sich, die ersten aus Fernsehen oder Kino bekannten Gesichter zu sehen. Denn bekannte Schauspieler waren in den Jahren zuvor beim Rohrbach Filmpreis oft in großer Zahl anzutreffen.
Doch diese Hoffnung sollte sich in diesem Jahr leider nicht erfüllen, denn viele Ehrengäste mussten aus Krankheits- oder Termingründen ihren Besuch beim Günter Rohrbach Filmpreis kurzfristig absagen, wie sich im Laufe der Gala herausstellte. Nachdem alle Gäste ihre Plätze eingenommen hatten und die Gebläsehalle bis fast auf den letzten Platz gefüllt war, betrat der Moderator des Abends, Schauspieler Peter Lohmeyer, die Bühne. Wie im Jahr zuvor gelang es Lohmeyer, auf heitere, lockere und humorvolle Art durch das Programm der Filmpreisgala zu führen und den Abend amüsant und ansprechend zu gestalten. Nach der Begrüßung der Gäste und des Publikums kündigte Lohmeyer als ersten Redner des Abends den Vorsitzenden der Günter Rohrbach Filmpreisstiftung, den ehemaligen Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried an. In seinem sehr kurzweiligen Grußwort ging Jürgen Fried auf die ersten Kontakte mit Günter Rohrbach und die Entstehung des Filmpreises ein. Als eine der wichtigsten Aufgaben des Günter Rohrbach Filmpreises sieht Jürgen Fried nicht nur die Auszeichnung von Filmen an sich, sondern auch die Förderung des Nachwuchsfilms, denn die cineastische Kultur bedarf einer kontinuierlichen Förderung, zu der der Günter Rohrbach Filmpreis stets versucht, einen Betrag zu leisten. Im Anschluss daran ging Jürgen Fried noch kurz auf die Gegebenheiten des aktuellen Filmpreises ein. Ebenso dankte er allen Sponsoren und Helfern, die den Günter Rohrbach Filmpreis in jedem Jahr gut unterstützen. Zum Abschluss seiner Rede gab Jürgen Fried bekannt, dass Günter Rohrbach, der es sich normalerweise nicht nehmen lässt, bei seinem Filmpreis persönlich zu erscheinen, in diesem Jahr leider erkrankt ist. Um sich bei der Gala wenigstens aus der Ferne bemerkbar zu machen, hat Rohrbach aber ein Grußwort nach Neunkirchen geschickt, welches von Peter Lohmeyer verlesen wurde. In seinem Grußwort ging Günter Rohrbach ebenfalls auf die Entstehung des nach ihm benannten Filmpreises und die Veränderungen, die Neunkirchen erfahren hat, ein. Denn Günter Rohrbach hat Neunkirchen vor 60 Jahren verlassen und sieht es deshalb als große Ehre und Freude, dass seine Heimatstadt ihm zu Ehren und zu Ehren seiner Arbeit ein solches Filmfest ins Leben gerufen hat. Er schickte die besten Grüße an alle Besucher und freut sich auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr. ➥
Im Anschluss an das verlesene Grußwort von Günter Rohrbach wurde dem Publikum die diesjährige Jury unter dem Vorsitz der bekannten Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Margarethe von Trotta vorgestellt. Weiterhin gehörten zur Filmpreisjury Filmproduzentin Corinna Eich. Die Leiterin der Programmgruppe `Unterhaltung’ beim SR Andrea Etspüler, der Vorsitzende der Günter Rohrbach Filmpreisstiftung Jürgen Fried, der Chefredakteur des Magazins Blickpunkt: Film Ulrich Höcherl, der Filmjournalist Thomas Reinhardt und der Produzent Thomas Wöbke. Allen Jurymitgliedern wurde für ihre viele Mühe und Arbeit gedankt und ein Präsent überreicht. Bevor es dann zur ersten Preisverleihung des Abends kommen sollte, wurden die Trailer zu den Finalistenfilmen dem Publikum noch einmal vorgestellt. Im Anschluss daran betrat Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD) die Bühne, um den als ersten Preis des Abends den Preis des Oberbürgermeisters zu verleihen und die Laudation auf den ersten Preisträger zu halten. Diese erste Kategorie war gleich doppelt besetzt. Ausgezeichnet mit dem Preis des Oberbürgermeisters wurden die beiden Film-Editoren Julia Kovalenko und Stephan Bechinger für ihren Schnitt im Finalistenfilm Systemsprenger. Aumann würdigte in seiner Laudation ihre überzeugende Montage, die den Film spannend, schlüssig und aufregend macht. Als Nächstes wurde der Preis der Saarland Medien GmbH verliehen. Die Laudatio auf den Preisträger, den Kamermann Frank Lamm, wurde vom Saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) gehalten. Er würdigte Lamm für seine herausragenden Leistungen in der Sigfried Lenz-Verfilmung Deutschstunde. Die durch die Kameraführung Lamms in diesem Film entstandenen wunderbaren Charakterzeichnungen und Naturaufnahmen verleihen nach Hans dem Film eine echte Besonderheit und Einmaligkeit. Als Nächstes betrat der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Professor Thomas Kleist, die Bühne, um den Preis des Saarländischen Rundfunks zu verleihen. Dieser Preis ging in diesem Jahr an den Schauspieler Albrecht Schuch für seine tollen darstellerischen Leistungen in den beiden Finalistenfilmen Atlas und Systemsprenger. Durch die von Schuch dargebotene Einfühlsamkeit und Sensibilität in beiden Rollen verleiht er den Filmen eine wirklich Besonderheit und mach die Filme sehenswert, so Thomas Kleist. Hier konnte leider keine Preisübergabe stattfinden, weil Albrecht Schuch an diesem Abend nicht nach Neunkirchen kommen konnte, um den Preis entgegenzunehmen. Stattdessen meldete sich Albrecht Schuch per Videobotschaft aus Berlin. Er bedankte sich für den Preis, über den er sich sehr freut und versprach, im kommenden Jahr nach Neunkirchen zu kommen, um den Preis nachträglich abzuholen. Gleiches gilt für die Preisträgerin des Darstellerpreises, die Schauspielerin Rosalie Thomass, die für ihre eindrucksvolle Rolle im Fernsehfilm Rufmord ausgezeichnet wurde. Nach der Laudation von Jürgen Fried, der die darstellerischen Besonderheiten dieser Rolle erörterte, meldete sich Rosalie Thomass ebenfalls per Video aus München. Sie bedankte sich ebenfalls sehr herzlich für die Auszeichnung, die sie aus familiären Gründen nicht persönlich entgegennehmen kann, versprach dem Neunkircher Publikum aber, im kommenden Jahr Gast beim Günter Rohrbach Preis zu sein. Der Darstellerpreis ging in diesem Jahr an den Schauspieler Rainer Bock für seine Rolle im Finalisten Film Atlas. Nach der Laudation und der persönlichen Preisübergabe durch den Filmjournalisten Ulrich Höcherl, bedankte sich Rainer Bock bei Neunkircher Publikum. In seiner Dankesrede ging Bock auf die Wichtigkeit eines solchen Preises in unserer heutigen Zeit ein, in der rechtsorientierte Parteien immer wieder versuchen, sich auch in kulturelle Dinge einzumischen. Solche Preise wie der Günter Rohrbach Filmpreis seinen nach Bock ein gutes Mittel, eine Zusammengehörigkeit in der Bevölkerung zu demonstrieren und sich auch kultureller Ebene rechtem Gedankengut entgegenzustellen. Nach viel Applaus für den Preisträger wurde der Preis in der letzten Kategorie verliehen. Der Preis für den besten Film, der Günter Rohrbach Filmpreis 2019, ging an die Regisseurin Nora Fingscheidt für ihren Film Systemsprenger, dem deutschen Oscar-Beitrag im Bereich nicht englischsprachiger Film. Die Jurypräsidentin Margarethe von Trotta hob in ihrer Laudatio die besondere gesellschaftliche Relevanz des Films hervor, die Fingscheidt auf herausragende und einprägsame Weise dargestellt und inszeniert hat. Leider konnte auch diese Preisträgerin nicht persönlich anwesend sein, da sie sich derzeit bei Dreharbeiten in Kalifornien aufhält. Da sich aber auch Nora Fingscheidt sehr über den Preis freut, lies auch sie es sich nicht nehmen, eine Videogrußbotschaft nach Neunkirchen zu senden. Sie bedankte sich sehr herzlich für den Preis und auch sie versprach, im kommenden Jahr nach Neunkirchen zu kommen. Stellvertretend für Fingscheidt wurde der Preis vom Produzenten des Films, Peter Hartwig, entgegen genommen, der sich im Namen von Nora Fingscheidt auch recht herzlich bedankte. Mit der Vergabe dieses letzten Preises endete der offizielle Teil der Günter Rohrbach Filmpreisgala 2019, die über den ganzen Abend von der Band Elm F. and the Rooks musikalisch umrahmt wurde. Beim anschließenden Empfang ließen die Gäste und Besucher den diesjährigen Günter Rohrbach Preis in angenehmem Rahmen ausklingen und freuten sich jetzt schon auf die Jubiläumsausgabe, den 10. Günter Rohrbach Filmpreis, im Jahr 2020, bei dem sich die Filmwelt wieder in Neunkirchen trifft.

Weitere Interessante Informationen zum Günter Rohrbach Filmpreis finden Sie unter www.guenter-rohrbach-filmpreis.de.
fs