Die Kinderseite
Amethyst im Blumenland
 
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Die kleine Amethyst geht nun gleich schlafen
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Anton, die rote Ameise und Bertl,
der Gecko warten schon auf das Mädchen
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Fröhlich tanzt Amethyst
auf der großen Wiese mit den Blumen
Herzlich willkommen bei der ersten Kindergeschichte im neuen Jahr. In dieser Ausgabe erzählen wir von der kleinen Amethyst, die so sehr die Natur liebt. Wohin sie wohl ihr Traum entführt?
Es gibt da ein kleines Mädchen mit einem schönen Namen, man ruft sie Amethyst. Ihre Mama hat den Namen ausgesucht, weil sie Blumen liebt. Amethyst ist ein fröhliches Mädchen, sie ist gerne draußen in der Natur, dort hegt und pflegt sie Pflanzen und Tiere. Bei ihr wohnen noch ihre Mama und der Papa, der große Bruder Georg und das Baby Lotta. Georg ärgert oft das kleine Mädchen und zieht sie damit auf, dass sie so sehr die Blumen liebt. Jungs raufen sich lieber oder hauen mit Stöckchen die Köpfe der Blumen ab. Da wird Amethyst immer richtig sauer auf den Bruder. Sie legt dann die Blumenköpfchen liebevoll in eine Schale Wasser, damit sie noch ein bisschen länger leben. Was sie nicht weiß und was übrigens keiner der Menschen weiß, ist, dass es ein Königreich gibt, das anders ist als unsere Welt. Im Gegensatz zu uns Menschen können die Bewohner dort aber sehen, was in der Menschenwelt passiert. Sehr genau beobachtet man dort, wie hierzulande mit Pflanzen und Tieren umgegangen wird. Und manchmal, wenn jemand ein besonders großes Herz hat, wird er oder eben sie für das gute Werk auch belohnt. Eines Abends nun macht sich Amethyst auf den Weg ins Bett, am Fenster hängen Kräuter zum Trocknen und das Fenster ist offen, so kann sie am besten schlafen. Wohlig streckt sie sich unter der Decke und ist auch schnell eingeschlafen. Plötzlich kitzelt etwas an ihrem linken Zeh und sie blinzelt. „Huch,“ denkt sie, „was ist denn das?“ Verwundert reibt sie sich die Augen. Da sitzt ein Falter auf ihrem Zeh und spricht mit ihr: „Komm ans Fenster, kleines Mädchen! Heute ist Vollmond und du darfst mit mir ins Blumenland, weil du immer so gut zu Pflanzen und Tieren bist.“ Amethyst hat komischerweise gar keine Angst und steht auf, barfuß, wie immer. Sie geht zum Fenster, der Falter sitzt auf ihrem Arm und als sie am Fenster ankommen macht es Schwupps und sie hat das Gefühl durch Raum und Zeit zu fliegen. Und so ist es auch, schon sind sie da und unter sich sieht sie eine Wiese auf der Pilzhäuser stehen. Von dort schauen Anton, die rote Ameise und Bertl, der Gecko schon erwartungsvoll zu ihr. Die Zwei werden ihr das Königreich Blumenland zeigen. Gemeinsam ziehen sie durch Wälder und Wiesen, bleiben hier und da stehen und Amethyst unterhält sich mit Mäusen und Schnecken, Käfern und Fliegen, hört das Gras flüstern und erfreut sich an allem. Ganz zum Schluss, bevor es wieder nach Hause geht, wird es noch besonders fröhlich. Auf der großen Wiese ist ein Fest und die Blumen tanzen einen Reigen, sie nehmen das Mädchen in ihre Mitte und so tanzen sie gemeinsam. Es ist wunderschön und plötzlich hört Amethyst die Mama rufen: „Steh auf kleine Blumenkönigin, es ist Zeit in die Schule zu gehen.“ Ein wunderschöner Traum ist es, den das kleine Mädchen erlebt hat.
 
ot/pixabay