Zerstörungen in der Stadtmitte
Wiederholung des Vortrags „Neunkirchen in Trümmern“
 
muster
1945, Langenstrich-Johannesstraße,
Ad.-Kolping-Straße
Foto -Archiv Schwenk 74-9
 
Während des 2. Weltkrieges war Neunkirchen mehrfach Ziel von Luftangriffen alliierter Bomber. Während in den ersten Kriegsjahren der Luftkrieg überwiegend auf militärische Ziele beschränkt blieb, kam es ab 1942 zu Flächenbombardements auf deutsche Großstädte und ab 1943 auch auf Mittel- und Kleinstädte. Am 15. März 1945, eine Woche bevor die Amerikaner in Neunkirchen einmarschierten, fand der letzte und schwerste Großangriff auf Neunkirchen statt, zu einem Zeitpunkt zu dem keine kriegswichtigen Ziele mehr in Neunkirchen vorhanden waren. Alle Betriebe lagen still und die deutsche Armee hatte sich in Richtung Rhein zurückgezogen. Nach diesem letzten Angriff war die Stadt ein einziges brennendes Trümmer- und Trichterfeld. Bergungs-, Lösch- und Instandsetzungsarbeiten wurden dazu durch tief fliegende Jagdbomber fast unmöglich gemacht. Bei Kriegsende lag Neunkirchen in Schutt und Asche. Von den 4628 Gebäuden in der Innenstadt waren 78% der Häuser zerstört oder beschädigt und wichtige Versorgungseinrichtungen funktionierten nicht mehr. Neunkirchen gehörte zu den am schwersten getroffenen Städten des Saarlandes und darüber hinaus. Neben diesen Zerstörungen waren 400 zivile Opfer der Luftangriffe in Neunkirchen zu beklagen.

Horst Schwenk, der bekannte Neunkircher Heimatforscher, zeigt auf vielfachen Wunsch erneut seine bedrückende Dokumentation der Trümmerbilder aus einer zerstörten Stadt, die er 2012 schon einmal vorgeführt hatte. Die meisten Fotos aus seinem umfangreichen Fundus waren ihm von vielen Privatpersonen überlassen worden. Es ist ihm wichtig, in einem Dialog mit Zeitzeugen neue Erkenntnisse zu sammeln und bittet Besucher, diesbezüglich alte Fotos mitzubringen. Der Vortrag beschränkt sich in diesem zweiten von vier Teilen auf die Schäden in der Stadtmitte.
Der Vortrag findet am Donnerstag, den 2. Januar 2019, um 19.00 Uhr, in den Räumen des Historischen Vereins Stadt Neunkirchen in der Irrgartenstraße 18 in Neunkirchen statt. Gäste sind herzlich willkommen. Nichtmitglieder zahlen 3.- €.