Leuchtende Augen bei den Kindern
Die größte privat organisierte Charity-Aktion im Saarland
 
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Der hl. Nikolaus machte auch seine ­Aufwartung
und beschenkte ein paar bedürftige Kinder vor Ort
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Es standen mehr als 450 Geschenke
aufgereiht im Raum
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Die engagierten Wirte mit
Bürgermeister Markus Fuchs und Landrat Sören Meng
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Strahlende Augen
bei den beschenkten Kindern
Seit zwölf Jahren ist die Kinderwunschzettelaktion der Wirte in Heiligenwald aktiv und konnte im Jahr 2019 mehr als 450 Kindern eine Freude machen und ein Lächeln in die Augen zaubern.
Wirte aus Heiligenwald, mit dem Herz am rechten Fleck, freuen sich, zum zwölften Mal Geschenke an bedürftige Kinder übergeben zu dürfen. Dazu trafen sie sich im Bürgerhaus in Heiligenwald. Mit den Ehrengästen Landrat Sören Meng und Bürgermeister Markus Fuchs begrüßte der Initiator der Aktion, Peter Knapp, Inhaber des Jägerhofes in Heiligenwald, die Gäste, die heuer in erstaunlich großer Anzahl gekommen waren. Er bedankte sich bei allen, die einen oder mehrere Wunschzettel erfüllt haben und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Spender, Kunden der Kneipen, Restaurants und Geschäfte, künftig genauso eifrig bei der Sache bleiben. Ein kleinerer Raum im Gebäude der Jahnturnhalle war hergerichtet, die gesammelten Geschenke an die Familienberatungszentren Heiligenwald und Neunkirchen zu übergeben. Es standen mehr als 450 Geschenke aufgereiht und so war für die 60 Gäste kaum noch Platz. Die Bedürftigkeit der Kinder, die einen Wunschzettel abgeben dürfen, ist von den Familienberatungszentren und vom Jugendamt bestätigt. Einer der Wirte der Organisation erzählte mir eine Anekdote eines achtjährigen Mädchens, das sich einen Bleistift und einen Spitzer auf seinem Wunschzettel vermerkt hatte. Damit soll unterstrichen werden, dass es den Kindern oftmals am Notwendigsten fehlt und eine Unterstützung wie diese gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Dies unterstrich auch Landrat Meng, der seinen tiefen Dank aussprach für das Engagement der mittlerweile elf Akteure. Es sind dies die Inhaber folgender Lokale und Einrichtungen: Jägerhof, Bürgerhaus, Ratsschänke, Thai Bistro Buriram, Dervis, Jahnturnhalle, Bickelmann, Blauer Stern, Restaurant Monning, Kaffee und Backwaren Götzinger und Kosmetikstudio Münch in Landweiler.
Bürgermeister Fuchs bedankte sich bei den Teilnehmern der Aktion und wünschte sich eine Fortführung auch in 2020. Er freute sich über die stetig wachsende Zahl an Geschenken und die damit verbundenen Freuden in den bedürftigen Familien.
Der hl. Nikolaus machte auch seine Aufwartung und beschenkte ein paar bedürftige Kinder vor Ort. Auch er bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement und freute sich mit den Helfern der Familienberatungszentren über die strahlenden Augen der Kinder.
Ergänzend bedankte sich Peter Knapp noch bei Sponsoren wie Getränke Bechtel und Brauerei Karlsberg, die sich finanziell an der Aktion beteiligt haben. Ebenso erwähnenswert, war die Beteiligung des Kinderschutzbundes Ortsverband Schiffweiler, der anlässlich des 150-jährigen Bestehens 100 Päckchen übernommen hatte, sowie der Juso Ortsverband Landsweiler für seine Spende. Eine Einzelaktion eines Heiligenwalder Mitbürgers ergab eine Tasche voll Bälle für die Kinder. Er fuhr an der Kirmes mit dem Traktor seine Runden und gegen eine Spende durften Kinder mitfahren.
Entstehungsgeschichtlich war eine Kaufhausidee ausschlaggebend, die bei Peter Knapp den Wunsch, auch einen Charity-Baum aufzustellen, wachsen ließ. Dabei machte ihm die notwendige Geheimhaltung der Empfänger Sorge. Ein kleiner Zufall verhalf Peter zu der Verbindung ins Familienberatungszentrum und so war die Idee geboren. Den ursprünglichen Gedanken, die Idee alleine umzusetzen verwarf er schnell und rief einen runden Tisch der Wirte in Heiligenwald ins Leben. Dort stieß er auf viel Unterstützung und Hilfe und es entstand das, was heute für mehr als 450 Geschenke zu Weihnachten steht, die Kinderwunschzettelaktion.
Die Organisation hat ihren Wunsch unterstrichen, die Aktion fortzuführen und freut sich mit allen Lesern auf die Ergebnisse in 2020. Der organisatorische Aufwand der Aktion steht in keinem Verhältnis zu den Freuden der Kinder und muss weitergeführt werden.
ws