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Leonard Feldhase, ein Meister der Tarnung

 
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Leonard, der Feldhase
lebt in Deutschland mit rund 3 Millionen Artgenossen
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Leonard kann Geschwindigkeiten
von bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichen
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Feldhasen sind Meister der Tarnung
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Der Fuchs gehört zu den
natürlichen Feinden des Feldhasen

Nun kommt das Frühjahr und mit dieser Jahreszeit wird es auch wieder in Feld, Wald und Flur lebendiger. In dieser Ausgabe erfahrt ihr interessante Dinge über Leonard, den Feldhasen und seinen Lebensraum.

Manchmal kann man sie frühmorgens oder in der Dämmerung auf den Feldern sehen, die Feldhasen. Scheue Gesellen sind es, die nachtaktiv sind und sich gerne auf warmen und trockenen Flächen aufhalten. Dem Feldhasen in unserer Geschichte haben wir den Namen Leonard gegeben, er ist einer von bis zu drei Millionen Feldhasen in Deutschland. Leonard ist ein Meister der Tarnung und er kann auch ausgezeichnet hören. Das braucht er auch, denn so ein Hase wird gerne einmal von anderen Wildtieren, wie Fuchs, Wildschwein oder Greifvögeln gejagt. Oft kann er durch seine Geschicklichkeit beim Flüchten aber entkommen. Leonard kann nämlich nicht nur über drei Meter weit und zwei Meter hoch springen, er ist auch ein richtiger Spitzensportler. Seine Hinterläufe sind extrem lang, darum hoppelt er und er kann Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichen. Hilfreich ist es auch, dass Leonard abrupt während dem Lauf die Richtung wechseln kann, so kann er seinen Feinden so manches Mal entkommen. Natürlich hat der Feldhase auch eine Wohnung, die nennt man Sasse. Diese wählt er immer so aus, dass er eine gute Sicht hat und um sie zu erreichen nimmt er viele Umwege in Kauf, eben damit seine Feinde sie nicht entdecken. Wenn er bei der Sasse angekommen ist, macht Leonard immer einen großen Sprung hinein, damit er seinen Feinden keine Duftspur hinterlässt. Durch seine Fellfarbe ist der Hase perfekt getarnt und nicht leicht zu entdecken. Feldhasen sind reine Vegetarier und brauchen täglich bis zu 1.400 Gramm Nahrung. Eigentlich ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass der ausgewachsene Hase etwa 4 bis 5 Kilogramm wiegt. Leonard macht sich also jeden Tag auf die Suche nach Gräsern und Kräutern, Feldfrüchten, sowie Trieben, Knospen und Blättern. Dies macht ganz besonders den Bauern nicht immer Freude, da Leonard und seine Artgenossen auch gerne mal deren Anbau fressen. Leonard lebt alleine, aber bald wird er sich wieder auf die Suche nach einer Frau machen. Das wird nicht einfach werden, denn die Häsinnen nehmen nur die Besten. So muss er seine Kraft und Ausdauer in Wettkämpfen und Boxkämpfen mit anderen Rammlern (so nett man männliche Hasen) beweisen. Drei- bis viermal im Jahr kann eine Häsin Junge bekommen, in der Regel sind das dann zwei bis fünf Häschen. Schon nach acht bis zehn Tagen sind sie vollkommen selbstständig. Leonard passt sein Fell der Jahreszeit an, damit er auch immer gut getarnt ist. Mit Sommer ist sein Oberfell eher braungelb mit rostroten Farbtönen und schwarzen Spitzen. Im Winter ist die Fellfarbe heller und gräulich-braun.

Vielleicht möchtet ihr noch mehr über die Feldhasen erfahren? Dann schaut im Internet unter www.deutschewildtierstiftung.de in der Rubrik Wildtiere/Feldhase nach.
ot/pixabay