Kurzfristig und unbürokratisch
Feuerwehr unterstützt Transport von Beatmungsgeräten
 
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Kurzfristig und unbürokratisch unterstüzt die
Feuerwehr unterstützt Transport
von Beatmungsgeräten
Kurzfristig und unbürokratisch unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen am Mittwochmorgen, 25. März das OP Zentrum Wiebelskirchen beim Transport mehrerer Anästhesie-Beatmungsgeräte zum Klinikum Saarbrücken. Das OP Zentrum benötigt die Beatmungsgeräte aufgrund der reduzierten Zahl an Operationen in Folge der COVID-19-Pandemie derzeit nicht und stellt sie deshalb solidarisch dem Klinikum auf dem Saarbrücker Winterberg zur Verfügung.
Eine Folge der grassierenden COVID-19-Pandemie ist das Aussetzten aller nicht akute benötigten Operationen. Dies macht sich auch im OP Zentrum in der Wiebelskircher Kepplerstraße bemerkbar, in dem der Operationsbetrieb zwar weitergeht, aber in etwas reduzierter Form. Deshalb gelang es Dr. Stephan André und seinen Kollegen mehrere ihrer großen Anästhesie-Beatmungsgeräte aus dem Betrieb herauszulösen und solidarisch dem Klinikum Saarbrücken zur Nutzung zu überlassen. Am Klinikum in Saarbrücken ist Dr. André kein Unbekannter, absolvierte er dort doch seine Facharztausbildung und ist noch immer gut vernetzt. Zudem ergibt sich ein weiterer Synergieeffekt: Am Klinikum Saarbrücken werden mit den Geräten aus dem OP Zentrum Wiebelskirchen vergleichbare Beatmungsgeräte des selben Herstellers verwendet, was die Einarbeitung deutlich vereinfacht.

Auf der Suche nach einer unkomplizierten und sicheren Transportmöglichkeit für die teuren und empfindlichen Beatmungsgeräte von Wiebelskirchen nach Saarbrücken wandte sich Dr. Stephan André an die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen. Die sicherte schon nach kurzer Zeit und wenigen Telefonaten ihre Unterstützung bei dem besonderen Transport zu. Binnen nur eines Tages war der Transfer der Beatmungsgeräte organisiert. Ihren Gerätewagen-Logistik, ein Planwagen mit Hebebühne am Heck, stellte die Neunkircher Wehr mitsamt eines freiwilligen Feuerwehrmannes als Fahrer bereit. Am Mittwochmorgen um kurz nach 9 Uhr fuhr das feuerrote Transportfahrzeug am OP Zentrum Wiebelskirchen vor, rangiere langsam in den Hof. Dort warteten auch schon Mitarbeiter des OP Zentrums mit den sicher verpackten Beatmungsgeräten. Sorgsam bugsierten Mitarbeiter des OP Zentrums und der helfende Feuerwehrmann zwei der schrankgroßen und rund 150 kg schweren, aber immerhin fahrbaren Beatmungsgeräte mit Hilfe der Hebebühne in den Laderaum des Gerätewagens. Mit den zwei sicher verzurrten Beatmungsgeräten im Gepäck ging es zunächst nach Fischbach, wo aus einer anderen Praxis auch noch ein drittes Beatmungsgerät aufgeladen werden konnte. Anschließend konnte der Gerätewagen mit dem Klinikum Saarbrücken sein finales Ziel anfahren. Nach dem Ausladen am Saarbrücker Klinikum endete für die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen der ungewöhnliche und alles andere als alltägliche Transporteinsatz.

Im Klinikum Saarbrücken werden nun die drei in einer solidarischen Aktion durch Dr. Stephan André und seine Kollegen bereitgestellten Beatmungsgeräte installiert und auf ihren Einsatz vorbereitet.
 
Text/Foto: Christopher Benkert
(Feuerwehr Neunkirchen)