Vortrag: Frauen im dörflichen Alltag
Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte lädt ein
 
Stellen wir den bäuerlichen Alltag von Frauen und Männern sowie den Tagesablauf in den Familie der Arbeiterkultur gegenüber, erkennen wir teils große Unterschiede. Die Gründe werden genau aufgezeigt. Dabei fällt auf, dass es in früheren Zeiten zwar den Begriff „Gleichberechtigung“ in der Bauernkultur nicht gab, das tägliche Leben allerdings sah gleichberechtigter aus, als in der nachfolgenden Arbeiterkultur.
Die Frauen besaßen in dieser Zeit eine hohe Anerkennung für ihr Handeln und Wirken in der Familie, der Landwirtschaft und dem Dorf

Mit dem Beginn der Arbeiterkultur seit dem frühen 19. Jahrhundert ändert sich der Dorfalltag. Mann und Frau gehen nicht mehr dem gleichen Ziel nach. Außerdem sind sie nun örtlich getrennt und verfremden, was ihre Arbeit betrifft. Es entsteht eine neue Bewertungsscala für beide Geschlechter. Innerhalb des gemeinsamen Zugewinns wurde nun alleine das Geld als der Verdienst des Mannes hoch bewertet. Die weibliche Arbeit, also der Zugewinn der Frau für die Familie verlor ihre einst hohe Beachtung und büßte viel der an Aufmerksamkeit ein. Das Wirken der Frauen in den Familien verlor an Anerkennung.

Eine Neubewertung der vergangenen weiblichen Alltagswelten kann viele Probleme der modernen Zeit lösen helfen, einer Zeit, in der Bauern und Industriearbeiter nicht mehr den größten Teil der Berufstätigen stellen.
Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V. in Zusammenarbeit mit der Aleksandra-Stiftung zur Förderung der Westricher Geschichtsforschung lädt zu einem Vortrag von Gunter ­Altenkirch.
Am Mittwoch, 29. 04. 2020, 19.00 Uhr, im historischen Junkerhaus (1569), Wellesweiler, Eisenbahnstr. 22. Von Nichtmitgliedern werden 5 EURO Eintritt erbeten.