Schule und Lernen, wie geht’s weiter
Nachgefragt beim Saarländischen Kultusministerium
 
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Kultusministerin Streichert-Clivot stand dem Stadtmagazin „es Heftche“® Antwort und Rede
Seit Anfang Mai wurden weitere Lockerungen in allen Bereichen des Landes beschlossen, auch im Bereich der Bildung. Wir haben im Saarländischen Kultusministerium einmal genau nachgefragt, wie diese ausgestaltet werden und wie kann bei einem weiter positiven Verlauf die nähere und vielleicht auch weitere Zukunft in der saarländischen Schul- sowie Kulturlandschaft aussehen? Folgende Fragen haben wir der Ministerin Christine Streichert-­Clivot gestellt und bedanken uns für die sehr ausführlichen Antworten.

1. Wie sollen diese [Lockerungen] ausgestaltet werden?

Schulen
Seit dem 4. Mai sind Teile der Schülerschaft bereits an unsere Schulen zurückgekehrt. Die schrittweise Wiederöffnung unserer Schulen funktioniert gut und die Rückmeldungen sind positiv. Im zweiten Schritt erfolgt seit dem 11. Mai wieder der Unterricht für Schüler*innen des ersten Jahres der Hauptphase an Gymnasien (Klassenstufe 11) sowie an Gemeinschaftsschulen (Klassenstufe 12).

Die Planungen für die einzelnen Schulformen vom 25. Mai bis zum 3. Juli 2020 im Überblick:

Grundschulen
Alle Schüler*innen der Grundschulen sollen ab dem 25. Mai in einem wochenweise rollierenden System zwischen Präsenzunterricht und Lernen zuhause wechseln. Der wochenweise Wechsel der Lerngruppen an den Schulen weicht von den Regelungen für die weiterführenden Schulen ab. An den Grundschulen sind auch jahrgangsübergreifende Lerngruppen möglich.
Streichert-Clivot: „Der wochenweise Wechsel der Grundschülerinnen und -schüler zwischen Präsenzunterricht und Lernen von zuhause ermöglicht die enge pädagogische Begleitung durch die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer.“

Förderschulen
Die Schüler*innen der Förderschulen steigen ab dem 25. Mai in die schulischen Präsenzphasen mit einem wöchentlichen oder in 14-tägigen Rhythmus ein. Die Schulen entscheiden in Abstimmung mit der zuständigen Schulaufsicht entsprechend der jeweiligen Standortkapazitäten und unter Abwägung der pädagogischen und organisatorischen Bedingungen, welche Schüler*innengruppe je Standort zu welchem Zeitpunkt und für welche Dauer Präsenzunterricht erhält.
Streichert-Clivot: „Für die Schülerinnen und Schüler der Förderschulen sind individuelle Angebote besonders wichtig, Präsenzunterricht muss nicht das Mittel der Wahl sein. Deshalb haben wir geregelt, dass die Schulpflicht unter Berücksichtigung der individuellen Bedarfe durchaus auch zuhause erfüllt werden kann. Hier ist eine enge Abstimmung mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten besonders wichtig.“

Gemeinschaftsschulen und Gymnasien
Die weitere Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erfolgt an den beiden Schulformen in der Woche ab dem 25. Mai für die Schüler*innen der Klassenstufen 5 und 6. Ab dem 2. Juni folgen die Klassenstufen 7 und 8. Diese Jahrgänge werden an den Gemeinschaftsschulen bis zum Schuljahresende an jeweils zwei Wochentagen in der Schule unterrichtet – mit Ausnahme der Schüler*innen der Klassenstufe 5, die in der Woche vom 25. bis 29. Mai an drei Wochentagen in die Schule kommen. In den letzten drei Wochen des Schuljahres werden auch die Schüler*innen der Einführungsphase (Klassenstufe 11 an Gemeinschaftsschulen) an jeweils insgesamt fünf Wochentagen in der Schule unterrichtet. Nach Abschluss der schriftlichen Prüfungen für den Hauptschulabschluss (HSA) und den mittleren Bildungsabschluss (MBA) werden die Prüflinge von der Teilnahme am Unterricht freigestellt. Die Schüler*innen der Klassenstufen 9 und 10, die eine Übergangsberechtigung anstreben, lernen in der Zeit der schriftlichen Abschlussprüfungen zuhause. Danach können sie in Absprache mit den Lehrkräften individuelle Lernangebote in der Schule wahrnehmen.
An den Gymnasien erfolgt die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für die Klassenstufen 5, 6, 7 und 8 weitestgehend analog zu den Gemeinschaftsschulen. Nach den schriftlichen Abiturprüfungen werden die Schüler*innen der Klassenstufe 9 an insgesamt fünf Wochentagen, die Schüler*innen der Einführungsphase (Klassenstufe 10) an 4 Wochentagen bis zum Schuljahresende unterrichtet. Das Lernen von zuhause wird weiterhin aufrechterhalten.

Berufliche Schulen
An den beruflichen Schulen sind zwei weitere Stufen der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts vorgesehen. Ab dem 18. Mai kehren die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 12 der gymnasialen Oberstufe wieder in den Präsenzunterricht zurück, ebenfalls weitere Stufen in der dualen und schulischen Ausbildung (Grundstufe/Fachstufe) sowie die Klassen des Übergangsbereichs (Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), Berufsgrundschule (BGS), Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)).

Ab dem 8. Juni werden die weiteren Klassenstufen in den folgenden Schulformen beschult:
- Berufliches Oberstufengymnasium Klassenstufe 11 (BOG),
- Fachoberschulen Klassenstufe 11 (FOS),
- Berufsfachschulen Klassenstufe 10 (BFS),
- Höhere Berufsfachschulen Klassenstufe 11 (HBFS),
- weitere Stufen in der dualen Ausbildung (Grundstufe/Fachstufe) und Fachschule für Sozialpädagogik Klassenstufe 11 (FSP).
Nach Abschluss der schriftlichen Prüfungen werden an den beruflichen Schulen die Prüflinge von der Teilnahme am Unterricht freigestellt.
In den Vollzeitschulformen der beruflichen Schulen werden die Schüler*innen in der Regel durchschnittlich mit 15 bis 20 Wochenstunden beschult, in den Teilzeitschulformen durchschnittlich mit 6 bis 12 Wochenstunden.

Hygiene und Infektionsschutz, Schutz für Risikogruppen:
Maßgeblich bleibt das Einhalten der Vorgaben des Infektionsschutzes, wie sie im Musterhygieneplan des Landes niederlegt sind, vor allem in Bezug auf Abstandsregelungen und daraus folgenden Obergrenzen für einzelne Lerngruppen. Abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens können jederzeit Anpassungen der derzeitigen Planungen erforderlich sein.
Streichert-Clivot: „Der Gesundheitsschutz steht weiter an erster Stelle. Damit die weitere Wiederaufnahme des Schulbetriebs gelingen kann, müssen sich alle Beteiligten an die geltenden Hygieneregeln halten. Alle müssen für sich und andere Verantwortung übernehmen. Bisher hat das gut geklappt.“
Um bei der Ankunft der Schüler*innen in den Schulen das Einhalten der Abstandsregelungen zu erleichtern, kann der morgendliche Unterrichtsbeginn abweichend von den gewohnten Regelungen gestaffelt werden, sodass etwa für einen Teil der Schüler*innen der Unterricht bereits um 7:45 Uhr beginnt und weitere um 8:00 Uhr, dann 8:15 Uhr usw. folgen. Schüler*innen, die einer Risikogruppe angehören oder in deren Haushalt eine Person lebt, die einer Risikogruppe angehört, erhalten mit Attest und nach Rücksprache mit der Schule weiter ein Angebot für das Lernen von zuhause.
Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehören oder in deren Haushalt eine Person lebt, die einer Risikogruppe angehört, werden weiterhin vom Präsenzunterricht ausgenommen, unterstützen aber den Online-Unterricht von zuhause aus.
Voraussetzung für die weitere Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist und bleibt, dass das Infektionsgeschehen diese auch zulässt.

KiTas
Viele berufstätige Eltern brauchen dringend einen Betreuungsplatz für ihre Kinder, Familien eine Perspektive, wie die Betreuung ihrer Kinder aussehen kann. Unser erklärtes Ziel ist es, dass möglichst noch vor den Sommerferien alle Kinder wieder in die KiTa zurückkehren können.

Die Wiederöffnung der KiTas im Saarland wird in vier Phasen erfolgen:
1) Notbetreuung
2) Ausweitung der Notbetreuung
3) Eingeschränkte Rückkehr zum regulären Betrieb
4) Rückkehr zum regulären Betrieb
 
Unsere bisherigen Erfahrungen mit der Notbetreuung sind sehr gut. Aktuell befinden wir uns in Phase 2, Ausweitung der Notbetreuung. Mit der neuen Regelung wird die Möglichkeit geschaffen, vor Ort flexibel auf weitere Notbetreuungs-Bedarfe reagieren und diese decken zu können. Durch die Ausweitung kann die zulässige Gruppengröße in der Notbetreuung von 5 auf 10 Kinder erhöht werden. Außerdem erhalten auch alle Vorschulkinder Zugang zur Notbetreuung in den KiTas, sodass die Kinder sich auf den Übergang zur Grundschule vorbereiten und gut in die Grundschule starten können.
Über das weitere Vorgehen stimmen wir uns mit den Trägern der KiTas und der Jugendhilfe sowie innerhalb der Landesregierung ab. Maßgeblich für den zeitlichen Ablauf ist selbstverständlich auch hier die Entwicklung des Infektionsgeschehens.

Kultur
Unter den Maßgaben des Infektionsschutzes kann eine vorsichtige Öffnung auch im Kulturbereich stattfinden. Seit dem 15. Mai sind zum Beispiel die saarländischen Museen wieder für Besucher*innen geöffnet. Der Saarländische Museumsverband hat den Museen Handlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt. Die konkreten Maßnahmen in den Museen reichen von Mund-Nasen-Schutz über Maßnahmen zur Besuchersteuerung zur Einhaltung der Abstandsregeln, zusätzliche Reinigung / Desinfektion bis hin zu ortsspezifischen Vorkehrungen, die unter Umständen Teilschließungen beinhalten könnten. Die jeweiligen Hygienevorkehrungen hängen insgesamt stark von den Gegebenheiten vor Ort ab. Beispielsweise müssen Museen mit engen Räumlichkeiten oder mit „Hands-on“- Angeboten besondere Vorkehrungen treffen. Dies kann dazu führen, dass die Museen in Abhängigkeit von den zu treffenden Vorkehrungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten wieder öffnen.
Zusätzlich zu den Öffnungsschritten im Kulturbereich wurde ein landeseigenes Stipendienprogramm in Höhe von 2,5 Millionen Euro für Künstler*innen auf den Weg gebracht. Die Höhe des Stipendiums soll für jede*n Einzelne*n einmalig bis zu 3.000 Euro betragen. Diese Auszahlung soll die Möglichkeit bieten, kulturelle Werke zu erarbeiten sowie Projekte zu konzipieren und weiterzuentwickeln. Diese Form der Unterstützung ermöglicht den Künstler*innen die Zeit der Corona-Krise trotz aller Widrigkeiten auf produktive Weise zu nutzen.
Außerdem wurde der Etat für den Ankauf  von Kunstwerken für die Landeskunstsammlung um 100.000 Euro erhöht. Dadurch sollen Bildende Künstler*innen in der Corona-Krise auch kurzfristig gefördert werden. Bildende Künstler*innen, die im Saarland leben und arbeiten, können im Rahmen dieses Sonderprogramms einmalig den Ankauf eines Kunstwerkes durch das Land beantragen. Das Saarland erwirbt nach Prüfung der Anträge zeitnah von den Künstler*innen ein Kunstwerk im Wert von bis zu 2.000 Euro brutto.

2. Wie kann bei einem weiter positiven Verlauf die nähere und vielleicht auch weitere Zukunft in der saarländischen Schul- sowie Kulturlandschaft aussehen?
Wir wissen nicht, wie sich die Pandemie entwickeln wird. Die weiteren Öffnungsschritte für den Bildungs- und Kulturbereich müssen, wie gesagt, immer vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig gemacht werden.
Neben der dringenden Sofortunterstützung für Künstler*innen, Kulturschaffende und Kultureinrichtungen muss es in den kommenden Monaten auch darum gehen, neue und kreative Zugänge zu Kultur zu eröffnen. Was brauchen Kulturschaffende, um ihre Werke in den öffentlichen Raum zu bringen? Digitale Möglichkeiten sind ein Zugewinn, der nicht nur helfen kann, Krisen zu überwinden, sondern der oft einen ganz neuen Blick auf Kultur, Einrichtungen und Akteure, ermöglicht.
Gemeinsam mit dem Institut K8 soll das Projekt „Solidarisches Handeln in der Krise: Strukturinitiative für Kulturakteure im Saarland!“ ins Leben gerufen werden. Es geht darum, individuelle und institutionelle Bedarfe miteinander zu verbinden, um neben Solidarleistungen konkrete Beiträge für den digitalen Strukturwandel zu entwickeln. ­Unser Ziel ist ein genossenschaftliches Modell eines kooperativen Solidarsystems „smart.saarland“ für das Saarland.

Auch wenn der Fokus auf dem Saarland liegt, ist der Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit nicht auszuklammern, der durch die Schließung der Grenzen aktuell extrem beeinträchtigt ist. Bestehende Projekte und Kooperationen stehen zwar in Kontakt, neue sind aber kaum realisierbar. Auch hier müssen in den nächsten Monaten neue Formate im digitalen Raum gefördert werden. Die neue Plattform QuasiLive wird im Sommer eine spezielle Edition zur Großregion herausgeben. Auch das Festival Resonanzen wird sich verstärkt um regionale und großregionale Künstler*innen bemühen.

3. Ist eventuell daran gedacht, die Sommerferien zu verkürzen, wie es Bundestagspräsident Schäuble ins Spiel brachte um versäumte Lehrziele auszuholen?
Die nach wie vor andauernde Ausnahmesituation ist insbesondere für Schüler*innen, aber auch für Lehrkräfte sehr belastend. Sie brauchen die Ferien zur Erholung. Hinzu kommt, dass viele berufstätige Eltern ihren Jahresurlaub und Überstunden bereits zu großen Teilen abgebaut haben. Regulären Unterricht in den Sommerferien bzw. eine Verkürzung der Sommerferien wird es deshalb nicht geben.

4. Wie kann der Sicherheitsabstand bei vollem Schulbetrieb in den Pausen eingehalten und überwacht werden?
Vor der Wiedereröffnung der Schulen wurde in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern und dem Gesundheitsministerium des Saarlandes ein Musterhygieneplan zum Infektionsschutz für Schulen erarbeitet, den jede Schule umsetzen soll. Dieser Musterhygieneplan beschreibt u.a. auch den Infektionsschutz in den Pausen:
In den Pausen muss gewährleistet sein, dass Abstand gehalten wird. Aufgrund der Tragepflicht von Mund-Nasen-Schutz (MNS)
in der Pause ist das Essen und Trinken im Klassenraum zu empfehlen, bevor die Schüler*innen auf den Schulhof gehen. Versetzte Pausenzeiten können vermeiden, dass sich zu viele Schüler*innen zeitgleich auf dem Schulgelände und in den Sanitärräumen befinden. Während den Pausen sollten deswegen genügend Lehrkräfte für Toilettenaufsichten im Zugangsbereich zur Verfügung stehen. Eine Durchmischung von Klassen, Kursen bzw. festen Schülergruppen sollte unbedingt während den Pausen vermieden werden. Ebenfalls sind Gruppenspiele, die den gebotenen Abstand nicht einhalten können, während den Pausen zu untersagen. Aufsichtspflichten müssen folglich im Hinblick auf veränderte Pausensituationen angepasst werden.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Abstandsregelungen von 2m nicht nur während des Unterrichts, sondern im gesamten Schulgebäude und auf dem Schulgelände eingehalten und Personenansammlungen vermieden werden. Eine Wegeführung mit Bodenmarkierungen und Hinweisschilder im Schulgebäude und auf dem Schulgelände können helfen, eine geordnete Zuführung der Schüler*innen sowie der Lehrkräfte in die Unterrichts- und Prüfungsräume, Pausenbereiche und in den Verwaltungstrakt zu erreichen.
Den Musterhygieneplan finden Sie hier: https://corona.saarland.de/DE/service/downloads/_documents/schule-elterninformationen/dld_hygienemassnahmen-schule.html

5. Wird sich durch Corona die Unterrichtsmethodik an Schulen nachhaltig verändern?
Mit der saarländischen Bildungscloud Online Schule Saarland haben Lehrkräfte ein vielfältiges pädagogisches Werkzeug an der Hand. Die Online Schule Saarland basiert auf bereits bekannten Diensten. Corona hat durch die Notwendigkeit gleichzeitig auch die Akzeptanz der digitalen Lehr-Lern Methoden deutlich erhöht. Aktuell nutzten ca. 33.000 Schüler*innen und ca. 5000 Lehrkräfte die Online Schule Saarland. Damit geht auch eine Veränderung der Unterrichtsmethodik einher. Damit diese Innovationen im Bereich des digitalen Lernens und der Unterrichtsmethodik nachhaltig verankert werden, erarbeitet das Team der Online Schule Saarland ein umfassendes Fortbildungskonzept für Lehrkräfte und Eltern. Erste Veranstaltungen starten im Rahmen von Online-Sitzungen bereits nächste Woche. Dabei kooperiert das Ministerium für Bildung und Kultur und das Landesinstitut für Pädagogik und Medien mit dem Fachbereich Bildungswissenschaften und dem Fachbereich Educational Technology der Universität des Saarlandes.

6. Wird das E-learning eventuell das Schulbuch in Zukunft ablösen?
Durch das sogenannte Sofortausstattungsprogramm stellt der Bund den Schulträgern im Saarland 6 Millionen Euro zur Ausstattung der Schüler*innen mit mobilen Endgeräten zur Verfügung. Gleichzeitig wird in länderübergreifenden Projekten im Rahmen des DigitalPakt Schule 2019 – 2024 eine bundesweite Infrastruktur zur Bereitstellung von digitalen Bildungsmaterialien geschaffen. Die Verfahren wurden mit Blick auf Corona forciert, sodass kurzfristig eine große Anzahl an digitalen Lernmaterialien zur Verfügung gestellt werden kann. Die Bildungscloud Online Schule Saarland ist zu diesen Projekten anschlussfähig und bietet den entsprechenden Rahmen zur Nutzung für Schüler*innen und Lehrkräfte. Bereits heute können Unterrichtskurse und Materialien, die innerhalb der Online Schule Saarland erstellt wurden, mit anderen Lehrkräften als „Best-Practice-Beispiele“ geteilt werden.

In die saarländische Bildungscloud Online-Schule Saarland wurde auch die saarländische Mediendistribution integriert. Saarländische Schulen können hier direkt auf qualitativ hochwertige digitale Medien und Werkzeuge unter Landeslizenz zugreifen.

7. Wie schreitet in diesem Zusammenhang die allgemeine Digitalisierung der Schulen voran?
Schon vor Corona lag der Fokus des DigitalPakt Schule 2019 – 2024 unter anderem auf der Bereitstellung einer soliden IT-Basisinfrastruktur: Netzwerkanschlüsse und Bereitstellung von WLAN an saarländischen Schulen sind Grundvoraussetzung für die Digitalisierung von Schule. Gleichzeitig ist auch die standortbezogene Ausstattung mit mobilen Endgeräten über den DigitalPakt Schule 2019 – 2024 möglich. Die technische Ausstattung erfolgt dabei immer unter dem Primat der Pädagogik. Schulen erstellen individuell und beraten durch das Landesinstitut für Pädagogik und Medien in Abstimmung mit den Schulträgern ein Medienkonzept. Dieses umfasst eine Bestandsaufnahme zur Ausstattung, ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept sowie eine Lehrerfortbildungsplanung.

Weitere interessante Informationen und tagesaktuelle Nachrichten finden Sie auch im Internet unter den folgenden Adressen: https://www.saarland.de/ministerium_bildung_kultur.htm, bei www.facebook.com/­ MBKSaarland, www.facebook.com/kultur.saarland und auf Instagram: kultus­ministerium_saarland.
rs
und Text/Fotoquelle:
Kultusministerium Saarland