Tradition gepaart mit rundem Leder
Ein Jahrhundert für den Ludwigsthaler Fußballverein
1. Teil
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Erste Mannschaft mit einigen Vorstands­mitgliedern:
1. Reihe hinten: O. Wagner, A. Bäcker (Vorstand) M. Wagner,
P. Schuh, H. Simon, W. Weber, W. Wagner,
E. Harig und O. Lang (beide Vorstand),
2. Reihe: H. Tradtmann, A. Neu und T. Neu,
3. Reihe W. Didion, A. Rußy und L. Neu
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Die 1. Mannschaft nach der Vereinsgründung
1. Reihe: B. Born, K. Homberg, H. Hussong, F. Homberg, O. Thier,
2. Reihe: L. Spengler, M. Hussong, R. Born
3. Reihe: L. Schmidt, E. Umlauf, O. Wagner,
Schiedsrichter R. Hussong
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Die Meistermannschaft der B-Klasse 1959/60: 1. Vorsitzender M. Schmitt, Spielausschussmitglieder R. Wagner und P. Schuh, A. Müller, M. Schmidt, w. Obermeier, H. Müller, W. Harig, Spielausschussmitglied W. Wagner, W. Gerber, R. Schuh, R. Schmidt, H. Franz, R. Geith, H. Gerber, H. Geith und P.Theis
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Die Meistermannschaft, T. Neu,
H. Traudtmann, W. Wagner, M. Wagner, R. Wagner, J. Hitzler, A. Neu, W. Didion, W. Weber, P. Schuh und H. Simon mit den Vorstandsmitgliedern A. Bäcker und E. Harig
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Meistermannschaft der A-Klasse im Spieljahr 1960/61: Spielausschussmitglied W. Wagner, M. Schmidt, W. Ostermeier, L. Brandstädter, H. Franz, M. Müller, H. Müller, 1. Vorsitzender M. Schmitt, R. Schuh, U. Müller und R. Schmidt
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Meistermannschaft der B-Klasse im Spieljahr 1965/66: 1. Vorsitzender H. Traudtmann,  A. Müller, H. Kist, H. Klein,
L. Brandstädter,  G. Hüther, H. Müller, J. Ziegler, M. Müller, Trainer Ostermeier, A. Maurer, U. Stolz,  M. Schmidt, H. Geith, H. Weber, R. Schuh, K. Pirrung, D. Haungs, B. Koch, W. Born und Junkes
Fußball hat eine lange Tradition in Neunkirchen und seinen Stadtteilen. Auch in Ludwigsthal wird Fußball gespielt und dies seit 100 Jahren beim SC Ludwigsthal. Zu Ehren des Vereinsjubiläums blicken wir zurück auf die Vereinsgeschichte.
Man schreibt das Gründungsjahr 1920 als sich der Sportclub Ludwigsthal (SCL) anmeldete. Angefangen hatte eigentlich alles schon früher, als junge Burschen auf dem Brachland unterhalb des Ludwigsthaler Friedhofes das runde Leder kickten. Darunter waren auch Ludwig und Fritz Dietz, Emil Neu, Ewald Regitz und Ferdinand Umlauf. Sie begeisterten auch die etwas ältere Generation, wie Oskar Wagner, Ernst Leßmeister, Hugo und Max Hussong, um nur einige zu nennen. Man meldete einen Fußballverein an und Adam Weber wurde als 1. Vorsitzender gewählt, das Vereinslokal wurde das Gasthaus Albert Wagner („Chef“). Man spielte in der Verbandsliga wobei die ersten Spiele noch auf dem Platz unterhalb des Friedhofes waren und jeden Spieltag mussten die Tore neu aufgebaut werden. Das konnte so nicht weitergehen und Dank des „Chef“ wurde ein anderer Platz gefunden, der sich auf dem Flurnamen „Der helle Planke“ befand. Tatkräftig bauten die Vereinsmitglieder den Platz eigenhändig aus. Bald spielte hier nicht nur eine 1. Mannschaft, sondern auch eine 2. und 3., sowie eine Jungendmannschaft aus der man den eigenen Nachwuchs für die aktiven Mannschaften zog. Idealismus und Begeisterung für den Sport machten es möglich, dass die Spieler ihre Trikots und Fußballschuhe selbst kauften und um Geld zu sparen, begab man sich zu Fuß zu den Auswärtsspielen. 1923 wechselte man das Vereinslokal, man traf sich im Gasthaus Paul Wagner. In Kuno Wagner fand man einen finanzkräftigen Sponsor und durch ihn kam der Engländer Ernest Adwood nach Ludwigsthal. Adwood führte die 1. Mannschaft 1923 als Spielertrainer zur Meisterschaft in der C-Klasse. Spielstark war die Mannschaft und so stand sie im Jahr darauf in einem Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der B-Klasse gegen Kleinottweiler. Das Spiel in Limbach ging aber 7.0 verloren. Zwei Jahre später 1925 geriet der Verein in eine finanzielle Notlage und musste den Spielbetrieb einstellen. 1927 nun fanden sich wieder Fußballbegeisterte zusammen und erweckten den Verein zu neuem Leben. Man brachte den Platz wieder auf Vordermann und traf sich wieder beim „Chef“. Die 1. Mannschaft kämpfte dann 1928/29 um die Meisterschaft in der B-Klasse gegen Brücken in Zweibrücken. Ludwigsthal lag 3:0 in Führung als der Brücker Spielführer vom Platz gestellt werden sollte und dieser sich weigerte. Daraufhin beendete der Schiedsrichter das Spiel und die Meisterschaft war gewonnen. Die A-Klasse konnte nicht gehalten werden und in der B-Klasse wurde mit wechselndem Erfolg gespielt. Von 1935 bis 1941 wurde der Spielbetrieb aufrechterhalten und ab 1941 wurde nicht mehr gespielt. Am 28. Juli 1946 wurde der Verein wieder gegründet und 1. Vorsitzender wurde Hermann Born. Nach und nach wurde der Spielerstamm größer und es konnte wieder eine 2. Mannschaft und eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Im Spieljahr 1947/48 gab es sogar eine Damenmannschaft. 1948 wurde Edwin Schmolzi 1. Vorsitzender und unter ihm wurde die Vergrößerung und der Ausbau des Sportplatzes in Angriff genommen. Der Aufstieg in die Kreisklasse wurde 1950 durch ein verlorenes Spiel gegen Jägersburg verhindert. Es folgte eine lange Krise im Verein und erst ab 1953 ging es langsam wieder aufwärts. Der Verein hatte nun wieder eine 1. und 2. Mannschaft und eine sehr starke A-Jugend. 1958/59 wurde die Meistershaft der C-Klasse errungen und auch ein Jahr später erfreute man sich der Meisterehren. 1960 wurde der Sportplatz mit Hilfe der Sportplanungskommission auf die heutigen Ausmaße gebracht und 1962 begann der Bau des Sportheimes. Der selbstlose Einsatz der Vereinsmitglieder musste ebenso zur Finanzierung beitragen, wie die Sammlung von Schrott und Altpapier. Am Ende der Saison 1961/62 schien die Meisterschaft auf dem viertletzten Platz der II. Amateurliga gesichert; doch durch eine Neueinteilung der Spielklassen musste 1962/63 wieder in der A-Klasse gespielt werden, die allerdings nicht gehalten werden konnte. Im Spieljahr 1965/66 wurde dann aber wieder der Aufstieg in die A-Klasse geschafft. Nachdem von 1953 – 1963 Manfred Schmitt den Verein führte , wurde dieses Amt von 1963 bis 1965 von Heinz Gerber übernommen, dem folgte 1965 bis 1967 Horst Trautmann.
 
Ende des 1. Teils, Fortsetzung folgt
ot/Fotos Verein