Mitgliederversammlung der Lebenshilfe
Werner André löst Heino Grotehusmann als Vorsitzenden ab
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Der neue Vorstand der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen:
Heino Grotehusmann, Dr.Klaus Goebel, Dr.Susanne Burkhardt, Markus Groß, der erste Vorsitzende Werner André, ­Elmar Schneider, Lebenshilfe-Geschäftsführer Thomas Latz und die stellvertretende Vorsitzende Heike Becker (von links).
Auf dem Foto fehlen Dr. Renate Klein und Rouven Schön,
die ebenfalls in den Vorstand der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen e.V. gewählt wurden.
Fotoquelle: Lebenshilfe Neunkirchen/Patrick Neu
Die Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen e.V. hat einen neuen Vorsitzenden: Werner André, der bisherige zweite Vorsitzende, wurde bei der Mitgliederversammlung im Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe gGmbH einstimmig zum Nachfolger von Heino Grotehusmann gewählt, der sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellte, aber als Beisitzer weiter im Vorstand mitarbeiten wird.

Neu im Vorstand: Die SPD-Landtagsabgeordnete Heike Becker, die nach dem einhelligen Votum der Vereinsmitglieder künftig als zweite Vorsitzende die Geschicke des Vereins mitbestimmen wird. Ebenfalls einstimmig wurden Dr. Susanne Burkhardt, Dr. Klaus Goebel, Markus Groß, Heino Grotehusmann, Dr. Renate Klein, Elmar Schneider und Rouven Schön in den Vorstand des Vereins gewählt.
„Im vergangenen Jahr hat die Lebenshilfe Neunkirchen den Neubau Wohnverbund Tom Mutters-Haus im Gewerbepark Spiesen und ihr neues Angebot UN-KONVENTIONell am Schlosshof eröffnet“, informierte Grotehusmann in seinem Bericht. Das alte Tom Mutters-Haus werde generalsaniert. Das Werkstattzentrum für behinderte Menschen der Lebenshilfe gGmbH (WZB) habe in Stennweiler eine neue Wohnstätte mit 18 Plätzen gebaut, in der man sowohl mit dem zeitlichen als auch mit dem Kostenrahmen unter der ursprünglichen Schätzung geblieben sei. In der Talstraße in Neunkirchen entstehe ein Ersatzneubau für die Wohnstätte Weierswies I mit 22 Plätzen für den Bereich stationäres Wohnen und eine therapeutische Wohngruppe mit acht Plätzen, die derzeit noch in der Schlossstraße untergebracht sei. Die Kinderhilfe solle dann in den Altbau in der Schlossstraße verlegt werden. Den Altbau der Wohnstätte Weierswies werde die Lebenshilfe wegen einer Brandschutzproblematik nach der Fertigstellung des Neubaus aufgeben. An der Königsbahnstraße in Neunkirchen haben die Lebenshilfewerk im Kreis Neunkirchen gGmbH und die WZB Werkstattzentrum für behinderte Menschen der Lebenshilfe gGmbH gemeinsam ein Grundstück erworben, auf dem 32 neue Plätze für den Arbeitsförderbereich des WZB, eine Tagesförderstätte für die Lebenshilfe Neunkirchen, die neue Verwaltung für die Lebenshilfe Neunkirchen und des Fachdienstes „Selbstbestimmtes Wohnen des WZB“, ein Hofladen des Wendelinushofs, ein Geschäft für Tierbedarfsartikel und eine integrative Kindertagesstätte entstehen sollen. Auch auf die Auswirkungen der Corona Pandemie ging Grotehusmann ein: Glücklicherweise habe es bei der Lebenshilfe Neunkirchen und beim WZB keine Infektionsfälle gegeben. Allerdings sei die Geschäftstätigkeit im WZB fast zum Erliegen gekommen. So hätten zeitweise durch die gesetzlichen Vorschriften zur Eindämmung der Corona Pandemie 920 von 950 Werkstattbeschäftigten nicht mehr arbeiten dürfen, was zu massiven Veränderungen in der Tagesstruktur der Wohnstätten geführt habe. Den Berufsbildungsbereich habe man teilweise auf online umgestellt. Bei den hauptamtlichen Mitarbeitern sei teilweise Kurzarbeit notwendig geworden. Erst seit einiger Zeit sei es wieder möglich, Menschen mit Beeinträchtigung in den Wohnstätten zu besuchen. „Wir werden uns weiter in Richtung Normalität bewegen, aber unter Abwägung aller Risiken“, so Grotehusmann, der Lebenshilfe-Geschäftsführer Thomas Latz sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz während der Corona-Krise dankte.
Da seit 2001 der Mitgliedsbeitrag der Lebenshilfe Neunkirchen nicht mehr erhöht wurde und der Jahresbeitrag von 18 Euro nicht ausreicht, um die tatsächlichen Kosten, die der Lebenshilfe pro Mitglied entstehen, zu decken, schlug Thomas Latz der Mitgliederversammlung eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf 36 Euro vor. Einstimmig wurde dieser Vorschlag angenommen. Die Beitragserhöhung für die derzeit 745 Mitglieder wird zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Menschen mit Behinderung, die in Einrichtungen der Lebenshilfe Neunkirchen betreut werden und über ein geringes Einkommen verfügen, kann auf Antrag eine Beitragsermäßigung von 50 Prozent gewährt werden.
Einrichtungsleiterin Aline Laufer stellte auf der Mitgliederversammlung den Familienentlastenden Dienst (FeD) der Lebenshilfe Neunkirchen vor, der stundenweise Menschen mit Beeinträchtigung und deren Angehörige unterstützt. Mit dem Angebot möchte man Menschen mit Behinderung ein Leben in der Gemeinschaft ermöglichen und ihre Angehörigen entlasten.

Derzeit nehmen 62 Menschen mit Beeinträchtigung das Angebot in Anspruch. Da die Nachfrage steige, suche man ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich in diesem Bereich engagieren möchten. Nähere Auskünfte erteilt Aline Laufer unter der Tel.-Nr. 0151-40756039.
Zu den Besuchern der Mitgliederversammlung zählten u.a. die Landtagsabgeordnete Heike Becker, die Bürgermeister von Ottweiler, Schiffweiler und Spiesen-Elversberg,Holger Schäfer, Markus Fuchs und Bernd Huf, sowie der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen e.V., Norbert Puhl. Die Versammlungsleitung während der Wahl des Vorsitzenden hatte Herbert Volz, gleichzeitig Vorsitzender des WZB-Elternbeirats, übernommen.

Weitere Informationen über die Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen e.V. erhalten Sie auch im Internet unter der Adresse www.dvv-wandern.de/vereine/lebenshilfe-kreisvereinigung-neunkirchen-ev.html.