Die Kinderseite
Das Saarland ist Fledermaus freundlich
 
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Eine tolle Nahaufnahme einer Breitflügel­fledermaus
(Eptesicus serotinus)
© Gerhard Maescher
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Die Fledermausart „Großer Abendsegler (Nyctalus noctula)“
wird etwa 28 Gramm schwer
© Markus Utesch
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Ganz schön niedlich ist die Fledermaus
„Großes Mausohr (Myotis myotis)“
© Markus Utesch
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Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)
erlangt ein Gewicht von etwa 10 Gramm
© Markus Utesch
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Eine Kolonie „Großes Mausohr (Myotis myotis)“
© Markus Utesch
Ein eher unauffälliges, aber hochinteressantes Säugetier in unserer Region ist die Fledermaus. Eine Tierart, die stark bedroht ist und die auch bei uns im Saarland beheimatet ist. Wir haben und für euch mal ein bisschen „schlau“ gemacht!
Im Saarland leben 19 von 23 Fledermausarten, die in Deutschland beheimatet sind. Fledermäuse stehen unter einem besonderen Schutz, da viele Arten vom Aussterben bedroht sind. Die kleinen Säugetiere finden kaum noch passende Wohnräume. Im Sommer wohnen sie gerne an oder in unseren Gebäuden und da wird es zunehmend schwerer eine Wohnung zu finden. Die modernen, lückenlosen Bauweisen erschweren den Unterschlupf für die Fledermäuse, dies war und ist in alten Gebäuden viel einfacher. Doch man kann den Fledermäusen helfen, indem man Verstecke für sie baut. Man kann am Dach einen Einflugschlitz für sie einbauen, der natürlich so klein sein sollte, dass keine Marder oder Tauben da einziehen können. Man kann ein Fledermausbrett an der Fassade anbringen und vor allem auch alte Gewölbekeller erhalten und für die Fledermäuse zugänglich machen, mit Schlitzen in den Türen. Man findet Fledermäuse auf Dachböden, Kirchtürmen und an vielen anderen Stellen. Im Saarland leben zum Beispiel auch zwei Kolonien des „Großen Mausohrs“ im Wartungsgang von zwei Autobahnbrücken. Wie leben denn Fledermäuse? Am Beispiel der Breitflügelfledermaus erzählen wir euch mehr davon. Sie nutzt gerne das Angebot an Straßenlaternen, die nach dem Sonnenuntergang mit ihrem Licht die Insekten anziehen. Diese gehören zu den Nahrungsmitteln der fliegenden Säugetiere, pro Nacht vertilgt eine Fledermaus mehrere tausend Insekten. Eine Breitflügelfledermaus kann eine Fluggeschwindigkeit von 20 bis 30 Stundenkilometer erreichen und hat ausgewachsen eine Flügelspannweite von etwa 36 cm. Die kleinen Säugetiere schlafen kopfüber hängend und lassen sich bei Gefahr fallen, so ist ein schneller Start oder Flucht möglich. Die Krallen der Füße werden durch das Eigengewicht gekrümmt, dies bewirkt, dass sie auch im Winterschlaf an Bäumen, Wänden und ähnlichem hängen bleiben können. Mit ihren hochsensiblen Ohren können sie sich bei Dunkelheit hervorragend orientieren, dank der Echoortung. Im Herbst, so ab September ziehen sich die Fledermäuse in ihre Winterquartiere zurück, dort hüllen sie sich für den Winterschlaf in ihre Flughaut ein, um so wenig wie möglich Wärme zu verlieren. Im Frühjahr erwachen sie wieder und gehen gleich auf Beutejagd, um neue Kraft zu tanken.
Wenn ihr mehr über diese Tiere erfahren möchtet, findet ihr alle Fakten unter https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/fledermaus Speziell fürs Saarland gibt es Informationen unter https://nabu-saar.de/tiere-pflanzen/fledermaus-freundliches-saarland/, hier bedanken wir uns ganz besonders bei Markus Utesch für seine tolle Unterstützung mit Fotos von Fledermäusen aus dem Saarland.
ot