Es begann vor achthundert Jahren
Die Stadt Bexbach feiert zwei wichtige Jubiläen
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Bexbach hatte früher ein eigenes Bergwerk
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Am Ort des Bexbacher Bergwerks
steht heute das Bexbacher Bergwerksmuseum
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Das Rathaus hat sich seit seiner Errichtung nur wenig verändert
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Die Bexbacher Seilbahn besteht heute nicht mehr
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So sah die Umgebung des Bexbacher ­Marktplatzes
vor 150 Jahren aus
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Der Bexbacher Bahnhof bildet ohne Frage ein kulturelles Denkmal
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Der Bexbacher Hindenburgturm
zählt zu den Wahrzeichen der Stadt
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Bürgermeister Christian Prech (links)
und seine Mitarbeiter sehen optimistisch
in die Zukunft von Bexbach
Die Stadt Bexbach begeht in diesem Jahr ein mit ihrer Gründung und ersten urkundlichen Erwähnung vor 800 Jahren (Gründungsjahr 1219) und der Verleihung der Stadtrechte vor 50 Jahren im Jahr 1970 ein doppeltes Jubiläum. Aus diesem besonderen Anlass soll im Folgenden die Bexbacher Geschichte in ihren wichtigsten Eckdaten noch einmal beleuchtet und dargestellt werden.
Vor 800 Jahren gegründet, Stadtrechte seit 50 Jahren – Die Stadt Bexbach kann mit diesen beiden für die Stadt wichtigen Jubiläen auf eine wirklich lange Geschichte zurückblicken, in der die Stadt wohl alle historisch bedeutenden Ereignisse in unserer Region, in Deutschland Europa und der Welt miterleben konnte. Normalerweise wäre dieses doppelte Jubiläum doch ein Anlass für entsprechend große Feierlichkeiten. Aber leider hat die Corona-Pandemie, die seit Monaten das Geschehen auf der Welt zum großen Teil bestimmt, die Feiern zu den Bexbacher Jubiläen hinfällig werden lassen. Trotzdem soll diesem Teil saarländischer Geschichte auch ohne Feierlichkeiten Beachtung geschenkt und im Folgenden die Geschichte der Stadt Bexbach und die Entwicklung bis in die heutige Zeit in groben Zügen noch einmal beleuchtet und dargestellt werden. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bexbach im Jahr 1219. Weitere erste Erwähnungen gab es für die Bexbacher Stadtteile Kleinottweiler im Jahr 1221, für Höchen im Jahr 1261sowie für Ober- und Niederbexbach im Jahr 1310. Für die damals geringe Einwohnerzahl war ab dem 14. Jahrhundert das hohe Vorkommen von Kohle und Eisenerz von großem Nutzen. Neben dem normalen Bürgertum waren in dieser Zeit auch Adlige und Geistliche in der Region Bexbach vertreten. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, in dem Bexbach und Umgebung völlig zerstört wurde, und nach Schluss des Westfälischen Friedens im Jahr 1648 ging Bexbach als Teil der Grafschaft Nassau-Saarbrücken an Frankreich über. Die mittlerweile menschenleere Bexbacher Gegend wurde erst ab 1683 mit Familien aus Lothringen wiederbesiedelt. Die 1789 beginnende französische Revolution und die damit verbundenen Revolutionskriege leiteten auch in Bexbach und Umgebung eine neue gesellschaftliche und staatliche Ordnung ein. Nach Gebiets- und Verwaltungsreformen entstand im Jahr 1798 das département de la Sarre, zu dem Bexbach als Teil des Kantons Waldmohr mit 600 Einwohnern gehörte. Als Amtssprache wurde Französisch eingeführt. Nach endgültiger Niederlage Napoleons bei Waterloo im Jahr 1816 ging das Stadtgebiet Bexbach dem Rheinkreis des Königreichs Bayern zu. Ab 1848 erhielt die Stadt Bexbach wieder eine eigene Bürgermeisterei, zu der auch damals schon die heutigen Stadtteile von Bexbach gehörten. In diesem Zusammenhang ist auch der Bexbacher Bahnhof, welcher im Jahr 1849 als Bayrisch-pfälzischer Endbahnhof der pfälzischen Ludwigsbahn errichtet und eingeweiht wurde, wichtig zu nennen. Da es sich beim Bexbacher Bahnhof um den mit Abstand ältesten Bahnhof des Saarlandes handelt, wird die Stadt Bexbach ihn aufgrund seiner Geschichte künftig neben dem normalen Bahnbetrieb als Kulturbahnhof nutzen. Doch zurück ins Jahr 1848. Die Lebensumstände der Bexbacher Bürger verbesserten sich deutlich. Neben der Arbeit im Bergwerk zog es viele Bexbacher Bürger auch in die Landwirtschaft, was mit der Zeit die Entstehung des Begriffs des Bergmannsbauern zur Folge hatte. In dieser Zeit wurde Bexbach mit seinen Stadtteilen auch an das öffentliche Kanalsystem sowie das Stromnetz angeschlossen. Weiterhin erlebte die Stadt Bexbach in jüngerer Geschichte den 1. Weltkrieg, nach dem Bexbach nach Auflösung des Königreichs Bayern dem an das Deutsche Reich angegliedert wurde, den 2. Weltkrieg sowie die regional-politischen Veränderungen nach erster (1935) und zweiter Saarabstimmung (1955)., in denen der politisch bedingt französische Einfluss auf das Saarland und damit auch auf Bexbach wieder zum Vorschein kam. In der saarländischen Gebietsreform Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre wurden der Stadt Bexbach im Jahr 1970 offiziell die Stadtrechte verliehen, was in diesem Jahr der zweite Grund zum Feiern in Bexbach ist. Heute hat sich die Stadt Bexbach mit seinen Stadtteilen zu einer Stadt mit guter Infrastruktur entwickelt, in der neben Industrie die Kultur aber auch immer mehr zum Thema wird, was sich am Bexbacher Kulturbahnhof, aber auch am Bexbacher Kulturpark, der in nächster Zeit entstehen soll, zeigt. Bexbach hat also wirklich viel erlebt und ist damit ein bedeutender Zeuge der Geschichte. Es bleibt der Stadt Bexbach zu wünschen, dass sie noch viel erlebt, noch lange besteht und sich immer noch weiterentwickelt. Zum doppelten Jubiläum herzlichen Glückwunsch und alles Gute.
Weitere interessante Informationen zur Stadt Bexbach finden Sie unter www.bexbach.de .
fs