Die Kinderseite
Capreolus leben im Wald und auf Wiesen
 
muster
Eine Ricke mit ihren Zwillingen
muster
Einen Rehbock erkennt man an seinem Geweih,
das etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch wird
muster
Zum Winter wechselt das Reh sein Fell,
es wird dann hell- bis dunkelgrau
muster
So ein Reh ist einfach
ein wunderschönes Wildtier
Ihr kennt sicher alle den Walt-Disney-Film „Bambi“, in dem ein kleines Rehkitz die Hauptrolle spielt. Auch hier bei uns gibt es in Feld, Wald und Wiesen Rehe und wir möchten euch in dieser Geschichte mehr über diese wunderschönen Tiere erzählen.

Selten begegnet man im Wald oder auf dem Feld diesen scheuen Tieren. Am besten kann man Rehe in der Dämmerung oder ganz früh am Morgen beobachten. Der NABU (Naturschutzbund) hat das Reh 2019 zum Wildtier des Jahres erklärt. Viele denken ja das Reh wäre die Frau vom Hirsch, das ist aber so nicht richtig. Rehe und Rot- oder Damhirsche gehören alle zur Familie der Paarhufer. Diese Familie umfasst mehr als 80 Arten, in Deutschland sind der Rothirsch, Damhirsch und auch die Rehe beheimatet. Das männliche Reh nennt man Rehbock, das weibliche Reh wird Ricke oder Geiß genannt und der Nachwuchs ist dann ein Kitz. Einen Rehbock erkennt man an seinem Geweih, das etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch wird und drei Enden aufweist. Das Geweih brauchen die Rehböcke um mit Artgenossen um die Ricken zu kämpfen, schließlich erobert immer der Stärkste das weibliche Reh. Im Sommer buhlen die Böcke um die Gunst der Weibchen und nach der Paarung entwickelt sich das Ei erst ab Dezember durch die sogenannte Keimruhe. Die Kitze kommen dann erst im nächsten Jahr im Mai und Juni zur Welt, manchmal sogar als Zwillinge. So ein erwachsenes Reh wird bis zu 12 Jahre alt und erreicht ein Gewicht zwischen 15 und 22 Kilogramm. Rehe sind Vegetarier, sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Trieben und Knospen. Weil sie in der Nähe von menschlichen Siedlungen auch gerne mal die Triebe und Knospen von Obstbäumen oder Ackerfrüchten abfressen, sind sie auch mal nicht so sehr gerne gesehen. Mit schnellen Sprüngen rettet sich das Reh bei Gefahr in dichtes Unterholz oder das Gebüsch. Hierbei sind die langen Beine mit den im Sprunggelenk eingeknickten Hinterläufen sehr hilfreich und das Reh kann gut durch die Hecken schlüpfen. Im Sommer tragen die Rehe ein brau-rotes bis fahlgelbes Fell und die Innenseiten der Läufe, sowie Unterbauch und um den Spiegel (After) sind gelblich-weiß. Im Frühherbst wechselt das Fell und wird hell- bis dunkelgrau. Rehkitze haben nach ihrer Geburt weiße Flecken, die mit der Zeit verblassen und im Herbst mit dem Fellwechsel verschwinden sie ganz. Die Flecken dienen den Kleinen zur Tarnung, denn in den ersten Wochen bleiben sie im hohen Gras versteckt und die Mutter kommt nur zum Sägen zu ihnen. Durch die Flecken können sie nicht so leicht entdeckt werden von den natürlichen Feinden, wie Fuchs oder Wolf. Kitze haben auch keinen Geruch, darum ist es auch wichtig, dass man niemals ein Kitz anfasst, denn wenn es den Geruch unserer Hände annimmt, kann die Mutter es nicht mehr erkennen.

Wenn ihr noch mehr über Rehe erfahren wollt, dann könnt ihr euch unter https://www.deutschewildtierstiftung.de unter Reh informieren. Auch unter https://www.nabu.de findet ihr in der Rubrik Tiere & Pflanzen viele Informationen.

ot