Wandern, spazieren und flanieren
Unterwegs in Wald und Feld mit Kind und Kegel
 
muster
Der Steinbachpfad führt über sieben Kilometer durch die wunderschöne Landschaft
muster
Der Aussichtsturm auf dem Betzelhübel
ist 20 Meter hoch und bietet einen tollen Rundumblick
muster
Der Ausblick über das Ostertal
in die ­angrenzende Pfalz ist grandios
muster
Eine wildromantische Umgebung erwartet
die Wanderer in der Kerbachschlucht
© H. Brendel
muster
Augen auf bei der Wanderung,
dann entdeckt man tolle Dinge am Wegesrand
© H. Brendel
muster
Beim Einstieg in den Steinbachpfad
findet der Wanderer eine ausführliche Karte
muster
Breite Waldwege wechseln sich
mit schmalen Pfaden ab
Auf Schusters Rappen unterwegs möchten wir Ihnen Wander- und Spazierwege näherbringen, die für jede Generation geeignet sind. Raus in die Natur ist das Motto und für diese Folge haben wir uns auf den Steinbachpfad begeben.

Ein wunderschöner Wanderweg mit vielen tollen Aussichtspunkten ist der Steinbachpfad, der seinen Ausgangspunkt am Sportplatz in Steinbach bei Ottweiler hat. Am Eingangsportal zum Pfad findet man eine Umgebungskarte. Der Weg ist etwa 7 Kilometer lang und führt über schmale und breite Waldwege, Wiesenpfade und überquert mehrere Bäche. Festes Schuhwerk ist erforderlich und im Gesamten ist der Weg als mittelschwer durch zwei stärkere Anstiege zu bezeichnen. Für Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl also weniger geeignet. Allerdings kann man vom Parkplatz bis zum ersten Aussichtspunkt der Strecke, dem Panoramaturm Betzelhübel (425 m) auch einen kleineren Spaziergang unternehmen und die schöne Aussicht genießen. Der Blick reicht auf der einen Seite übers Ostertal bis zum Schaumberg und die angrenzende Pfalz und auf der gegenüberliegenden Seite bis zur Göttelborner Höhe. Ausreichend Sitzgelegenheiten und eine Schutzhütte bieten zudem Platz zur Rast. Nun geht es auf dem Weg, der gut ausgeschildert ist, weiter über Streuobstwiesen, am Waldrand vorbei, über einen Schotterweg und wieder in den Wald hinein. Den Berg hinab erreicht man dann das Naherholungsgebiet „Kerbacher Loch“ und von dort geht es wieder in den Wald. Über eine Treppe geht es dann zum Kerbach, wo den Wanderer eine wildromantische Umgebung erwartet. Bergan verlassen die Wanderer wieder die Klamm, wandern entlang eines Grenzwalls und erreichen wieder eine Anhöhe. Der Weg führt durch den Wald bis zur Hanauer Mühle, wo die Straße überquert wird. Auf der anderen Straßenseite kreuzen sich der Mühlenpfad und der Steinbachpfad, die sich übrigens zu einer schönen Ganz-Tages-Tour verbinden lassen. Weiter geht der Weg entlang der Oster bis zum Steinbacher Bach, der ein tiefes Kerbtal in den Buntsandstein gewaschen hat. Nach der Bachüberquerung geht der Weg weiter bergan bis zu einem Querweg. Nach einer Weile trennen sich wieder Steinbachpfad und Mühlenweg und der Weg zurück zum Ausgangpunkt führt über einen schmalen Pfad den Berg hinauf bis zum Freizeitgelände Hiemes. Hier bietet sich die Möglichkeit einer ausführlichen Rast mit Leckerem aus dem Rucksack. Auch Gelegenheit zum Spielen und Tollen gibt es zur Genüge. Nun geht es wieder über die Straße auf der anderen Seite in den Wald. Unterhalb des letzten Hauses in Steinbach geht es wieder über einen Pfad den Berg hinauf an einem ehemaligen Steinbruch vorbei. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt. Immer weiter geht es bergan, durch den Nadelwald, am Waldrand vorbei. Oben angekommen folgt man dem Weg geradeaus über den Wehlberg. Unterwegs kann man auf dem Bienenlehrpfad interessante Dinge über die nützlichen Insekten erfahren. Am Ausgangspunkt angekommen, kann man sich über eine schöne Wanderung durch Streuobstwiesen, Wald und an Bachläufen vorbei erfreuen. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Steinbach und der näheren Umgebung, empfohlen ist aber auch die Verpflegung aus dem Rucksack. Nehmen Sie genügend Getränke und eine Kleinigkeit zum Essen mit, denn auf dem Wanderweg selbst sind die Einkehrmöglichkeiten rarer gesät. Eher lohnt sich die Einkehr nach der Wanderung. Auf der Strecke gibt es auch Rettungspunkte, die Sie am weißen Kreuz im grünen Feld erkennen können. Der Weg ist ganzjährig begehbar, wobei man immer besser angeraten ist gutes Schuhwerk zu nutzen. Übrigens gibt es auf dem Betzelhübel auch einen Flowtrail. Dies ist eine modellierte Mountainbike-Abfahrtsstrecke in drei Schwierigkeitsgraden unterteilt, die in der Winterzeit allerdings ruht und erst wieder ab Anfang April befahren werden sollte.

Nähere Informationen über den Steinbachpfad finden Sie unter https://www.ottweiler.de in der Rubrik Tourismus und Kultur/Freizeit.
ot