Digitaler Start in die fünfte Jahreszeit
Narren erleben die Session in ganz neuen Formen
 
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In dieser Session wird es keinen Prinzen­empfang in den Räumlichkeiten der KEW ­geben, hier Karl Albert (Bildmitte) mit einigen Senatoren im Januar 2020
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Das Neunkircher Prinzenpaar und
VSK Prinzenpaar des Jahres,
Prinz Nicolas I. und Prinzessin Carina I. ­bleiben
noch ein weiteres Jahr im Amt
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Der KV Eulenspiegel freut sich darauf in 2021/22
wieder voll durchstarten zu können
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Nun hat das Männerballett des KUV
noch ein weiteres Jahr Zeit sich zu perfektionieren
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Aufdrehen werden die Hangarder Brunnenbutzer
sicher wieder in der nächsten Session
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Der KKW hält wie die anderen NKA Vereine ­sicherlich,
die eine oder andere digitale Überraschung
für seine Mitglieder und Freunde bereit
Faasenacht ist nicht nur Party, Tanzen und Spaß, sondern Brauchtum und dieses kann auch eine Pandemie nicht stoppen. Wenn es nun mit dem Feiern in der üblichen Art nicht klappt, dann geht man eben neue Wege, in dieser Session nutzen die Neunkircher Vereine den digitalen Weg.
„Die Faasenacht kann ma nedd ähnfach weglosse“, so heißt es auch in Neunkirchen, wo am 11.11. sogar die landesweite Sessionseröffnung am Hochofen stattfinden sollte. „Faasenacht ist Brauchtum und hat seinen festen Platz im Kalender“, betont NKA Präsident Karl Albert, „schon früh war es klar, dass wir Abstriche machen müssen und wir waren uns im NKA Präsidium einig, dass keine Veranstaltungen in der üblichen Art stattfinden können.“ Von Beginn der Pandemie an hat man in Neunkirchen auf die Video-Sitzungen gesetzt und ist immer nur auf Sicht gefahren. „Den 11.11. hatten wir bereits Corona-Konform geplant, vom kulinarischen Gesichtspunkt bis zur Musik. Doch aufgeschoben ist nun mal nicht aufgehoben. Die Planungen von diesem Jahr werden uns auf jeden Fall im nächsten Jahr nützlich sein.“ Die landesweite Sessionseröffnung soll nun nämlich in der Session 2021/22 in Neunkirchen stattfinden. Ebenso wird auch das Prinzenpaar der Session 2019/20 Prinz Nicolas I. und Prinzessin Carina I. noch ein Jahr länger im Amt bleiben. Und dies nicht nur als Neunkircher Prinzenpaar, sondern auch als Prinzenpaar des Jahres des VSK. „Wir als NKA sind stolz auf unsere Vereine, denn sie haben es geschafft per Video zu trainieren, waren trotz allem engagiert und mit Spaß bei der Sache und sorgen sicherlich noch für manche Überraschung. Wir haben zum Beispiel mit den Präsidenten der Vereine die Session am 11.11. in einer gemeinsamen Videoschaltung online eröffnet, was viel Spaß brachte." Auch der KKW hat seine Session virtuell eröffnet. Als Narren sind wir einfallsreich genug, spontan zu planen!", erklärt die Präsidentin des Wellesweiler Vereins, Sabine Günder- Fritz.  Der NKA hat seine Vereine auch bei der Vereinshilfe unterstützt und die Sparkasse Neunkirchen als Gönner der Neunkircher Faasenacht hat dies noch mal aufgestockt. „Wir sind Kindern und Eltern verpflichtet und wir werden sicherlich auch noch etwas möglich machen für unsere Vereine, Gönner und Senatoren. Selbstverständlich Corona konform und immer auf Sicht.“ Dem schließt sich auch Herrmann Frick an, der Präsident der Neunkircher Plätsch. „Dieses Jahr hätten wir 70 Jahre Neunkircher Plätsch feiern können, da macht es schon traurig, dass nun alles abgesagt wurde. Gesundheit geht vor und wir werden sehen, ob wir noch die eine oder andere Überraschung für unsere Freunde und Mitglieder planen können.“ Trainiert wurde wie bei allen Vereinen per Videochat, zumindest bei den Garden. Für die Büttenredner und Musiker sah es da in allen Vereinen eher schlecht aus. Bei der Plätsch wird es ein Sessionsheft geben, das bei den Werbepartnern ausgelegt wird und falls noch Lockerungen kommen, wird man sicherlich auch spontan für die Mitglieder etwas planen können. Ähnlich sieht dies auch Tobias Wolfanger, Präsident des KUV Blau-Gelb Wiebelskirchen: „Wir tagen derzeit im Vorstand über Zoom und auch unsere Garden nutzen diese Plattform für ihre Trainings. Lediglich das Männerballett trainiert nicht und auch für die Musiker gestaltet sich das Proben problematisch. Die Schnullergarde konnte gar nicht trainieren, da auch der Zustand der Ohlenbachhalle denkbar schlecht ist.“ Über Austritte kann der KUV nicht klagen, es sind sogar neue Mitglieder hinzugekommen, unter den Mitgliedern hat sich eine tolle Solidarität gezeigt, die sich in der Krise noch verstärkt hat. „Den Sessionsstart haben wir auf der einen Seite traurig erlebt, auf der anderen Seite aber auch schön, da man gesehen hat, dass der Karneval sich nicht unterkriegen lässt und man sich Alternativen ausgedacht hat, die auch funktioniert haben. Bei den Hangarder Brunnebutzern wird das Motto dieser Session mit in die nächste genommen, ebenso wie die bereits vorbereiteten Tänze. „Soweit es uns möglich war, wurde trainiert,“ berichtet Martin Bölk 1. Vorsitzender der Brunnebutzer, „dies war im Sommer im Freien einfacher als in der Halle. Derzeit kann gar nicht trainiert werden und wir machen das immer situationsabhängig.“ Alternativ-Veranstaltungen sind in Hangard keine geplant, da man keine den Bestimmungen entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung hat. „Eine neue Erfahrung war die virtuelle Sessionseröffnung, die aber auch Chancen für die Zukunft eröffnet hat. Zum Beispiel aus anderen Regionen in der Republik auch mal ein Blick auf deren Tätigkeiten zu bekommen. Natürlich fehlt absolut die Präsenz, da auch Faasenacht viel mit Nähe und Herzlichkeit zu tun hat, was virtuell leider nicht vermittelbar ist. Die Entscheidung die Session nicht wie gewohnt stattfinden zu lassen, war vollkommen richtig und der Situation geschuldet. Inwiefern virtuelle „Treffen“ als Ersatz gesehen werden können, muss sich zeigen! Aber auch hier gilt das Motto: Besser als Nichts!“ „KVE auf hoher See“ sollte das diesjährige Motto der Furpacher Eulenspiegel lauten und wie der Präsident Sven Flätchen bestätigt, wird das Thema für das nächste Jahr weiter ausgebaut. Auch in Furpach hielt man die Trainingseinheiten je nach Lage per Videoschaltung oder in den Hallen mit angepasstem Abstand. „Ich bin sehr stolz auf unsere Trainerinnen und Trainern, die großen Einsatz zeigten und eigenverantwortlich handelten.“ Über Mitgliederschwund kann der KVE nicht klagen, eher wurde in den Garden Zuwachs verzeichnet. „Spontane Aktionen könnte es auch beim KVE geben,“ erklärt Sven Flätchen mit einem Lächeln, „sicherlich wird man einiges in den sozialen Netzwerken entdecken können.“ Die Furpacher Narren stehen wie alle NKA-Vereine voll und ganz hinter den Entscheidungen keine Veranstaltungen stattfinden zu lassen, sie haben die Zeit genutzt, um einige Veränderungen am und im Vereinsheim durchzuführen. „Herzlichen Dank gilt an dieser Stelle unserem Ordensritter Detlef Decker – Fenster und Türen – in Furpach, der Seitenfenster für uns angefertigt und installiert hat. In den Räumlichkeiten konnte unser Orga-Team zudem eine Kinoleinwand mit Beamer installieren. Mit der neuen Technik können unsere Gruppen das Clubheim, sobald es wieder möglich ist, nun auch für Kinoabende nutzen oder die neue Session 2021/2022 noch besser geplant werden.

Man darf also gespannt sein, was der NKA und seine ihm angeschlossenen Vereine so auf die Beine stellen, um uns virtuell in der Faasenacht zu begleiten, denn „Die Faasenacht kann ma nedd ähnfach weglosse.“ Informationen zum NKA gibt es im Internet unter nka-neunkirchen.de.

ot