Kontinuität und ein Trainer, der passt
Björn Klos Bilanz nach 1145 Tagen ist positiv
 
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Björn Klos: Engagiert, leidenschaftlich,
mit ganz viel Herzblut
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Autoritäts- und Vertrauensperson der Spieler
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Björn Klos ist ein guter Motivator
und eine Integrationsfigur
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Er lebt den Fußball, er lebt die Borussia
1145 Tage – mit dieser Amtszeit übertrifft Björn Klos sogar die Bundesliga-Trainer Horst Buhtz und Celjko Cjaikovski. Große Komplimente der Spieler für die Trainingsgestaltung. Gunther Persch: „Das Beste, was Borussia passieren konnte!“. Borussias Rekord-Trainer wurde 37 Jahre alt.
Björn Klos ist ein emotionaler Trainer. Die Gefühle müssen raus während des Spiels. Seine Jungs wissen es zu nehmen, wenn ihr Coach unzufrieden ist und die kritischen Anweisungen oft genug mehr als lautstark bis in die letzten Winkel des Ellenfeld-Runds rauschen. „Vorwärts verteidigen!“ – „Ihr spielt viel zu früh lange Bälle! Habt mehr Geduld!“ – „Wo simmer denn? Druck drauf, wir spielen seit einer Viertelstunde keinen Fußball mehr!“ Björn Klos will seine Mannschaft voranbringen, die Spieler weiter entwickeln, jeden einzelnen. Das ist harte Arbeit, braucht Geduld und viel Herzblut. Davon hat Björn Klos jede Menge. Der 37-jährige steht in seiner vierten Saison in der sportlichen Verantwortung als Trainer der Borussia. Keiner in der jüngeren Historie hat eine so lange Amtszeit im Ellenfeld erlebt. Der neue Rekord-Coach der Borussia heißt: Björn Klos!
1145 Tage lang amtiert der gebürtige Bildstocker jetzt in Ellenfeld. Die letzten Trainer, die auch nur annähernd auf diese Verweildauer gekommen sind, heißen Bernd Oles (1957 – 1960), Horst Buhtz (1963 – 1966) und Celjko Cajkovski (1966 – 1969). Lang, lang ist´s her. Kontinuität auf der Trainerposition – das war in der jüngeren Historie der Borussia nicht immer gegeben. Doch genau diese Kontinuität ist ein wichtiger Baustein im Konzept des Vorstands um Alexander Kunz. „Die Kontinuität tut der Borussia gut. Natürlich ärgern auch wir uns manchmal über schlechtere Spiele oder Niederlagen. Aber dann gilt es, Nerven zu bewahren und keinen überstürzten Aktionismus an den Tag zu legen. Schließlich wissen wir, was wir an Björn Klos haben“, sagt der Borussen Präsident, der von seinem Trainer eine hohe Meinung hat: „Björn Klos arbeitet unheimlich akribisch, investiert viel Zeit in den Trainingsbetrieb, ist ein guter Motivator und eine Integrationsfigur. Er lebt den Fußball, er lebt die Borussia und passt deshalb perfekt in unsere Philosophie.“ Dem kann sich Gunther Persch nur anschließen: „Björn Klos ist mit seiner Leidenschaft, seinem Willen, seinen Emotionen und seiner positiven Überzeugung der richtige Mann für die Borussia. Das wurde mir schon beim ersten Gespräch mit ihm klar. Die Zusammenarbeit war von der ersten Minute an loyal, freundschaftlich und vor allem auf Vertrauen aufgebaut. Natürlich läuft nicht immer alles harmonisch ab. Aber wir wissen: Wir können uns hundertprozentig aufeinander verlassen. Deshalb ist Björn Klos das Beste, was der Borussia passieren konnte“, so der sportliche Leiter.
Gunther Persch war es auch, der im September 2017 in schwieriger Lage (Borussia dümpelte nach dem Abstieg aus der Oberliga in der unteren Tabellenregion der Saarlandliga herum) die Initiative ergriff, um Björn Klos zu kontaktieren. Der hatte gerade seine Mission bei der DJK Bildstock beendet, als das Handy klingelte. Die erste lockere Anfrage: Ob er sich das Ding mit Borussia vorstellen könne. Er konnte. „Man hat sich dann getroffen, in aller Offenheit und Ehrlichkeit die gegenseitigen Ideen und Konzeptionen ausgetauscht und schnell gemerkt: Das passt“, erinnert sich Björn Klos. Schon ein paar Tage später saß er beim Spiel in Primstal auf der Borussen-Bank. Zwar wurde es nichts mit einem Sieg, aber immerhin gab es mit 0:0 nicht nur einen Punkt, sondern dank stabilisierter Abwehr auch das erste Saisonspiel ohne Gegentor. „In der äußerst knappen Vorlaufzeit konnte ich nicht viel machen, da ist man in erster Linie als Psychologe gefragt“, so der Coach, der im Laufe der Saison mit seinen Jungs eine atemberaubende Aufholjagd hinlegte und letztlich wohl nur aufgrund des unglaublichen Verletzungspechs in der Relegation den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga knapp verpasste.
Dass er in der Rückrunde der Folgesaison erst spät merkte, dass im Team etwas nicht stimmte, ärgert Björn Klos noch heute: „Das muss ich mir ankreiden“, sagt er selbstkritisch und gibt zu: „Da hätte man sich trennen können. Aber wäre das eine Lösung gewesen?“ Nein, denn Björn Klos ist keiner, der gleich das Handtuch wirft, wenn Schwierigkeiten auftauchen. „Vorstand, Verein und Trainer standen auch in dieser Phase zusammen in dem Bewusstsein: Wir haben gemeinsame Auffassungen und Ziele, an denen es festzuhalten gilt.“ Konsequenz: Die Mannschaft erhielt ein junges, frisches Gesicht, begeisterte vor allem in den Heimspielen ihr Publikum mit sehenswertem Offensivfußball. Rückschläge inklusive – die muss man immer einkalkulieren. Bis Corona kam.
Björn Klos´ Bilanz nach 1145 Tagen ist positiv. In 106 Pflichtspielen hat er mit seiner Mannschaft 58 Siege eingefahren, musste 30 Niederlagen hinnehmen und in 18 Partien mit einem Punkt zufrieden sein. 251 erzielten Toren stehen 154 Gegentore gegenüber. Den besten Punkteschnitt erzielten die Borussen unter seiner Leitung in der Spielzeit 2017/2018 (2,03), in der laufenden, derzeit unterbrochenen Spielzeit liegt der Wert bei 1,88 pro Spiel.
Zu seinen Jungs hat Björn Klos einen ausgesprochen guten Draht. Das ist ihm auch ein besonders wichtiges Anliegen. „Der Umgang miteinander, die Chemie mit den Spielern muss stimmen. Da muss eine Vertrauensbasis gegeben sein, so dass man offen und ehrlich miteinander redet, auch mal den Finger in die Wunde legt, selbst wenn es wehtut, damit dann nach den Gesprächen alles geklärt ist und man sich wieder auf die Arbeit miteinander freut.“ Druck macht er sich selbst, um seinen Schützlingen immer ein variables und motivierendes Übungsprogramm anzubieten. Und die wissen es zu schätzen!
„Ich kann mich an kein Training erinnern, in dem wir innerhalb einer Woche mal dasselbe gemacht haben“, berichtet Routinier Kamil Czeremurzynski. Für Tim Braun ist Björn Klos „der beste Trainer, den ich bislang hatte. Er ist lange vor dem Training da, baut mit vielen neuen Ideen und enormem Aufwand immer neue Stationen und Übungseinheiten auf.“ Da muss es einen nicht wundern, wenn Tim Braun feststellt: „Noch bei keinem Trainer habe ich mich sportlich so weiterentwickelt!“ Neuzugang Niklas Allenfort kann dem nur beipflichten: „Hinter jedem Training steckt ein Plan. Das macht großen Spaß! Und so kann ich sportlich wie menschlich viel von ihm lernen.“ Was Sebastian Cullmann, der vor Saisonbeginn aus Primstal ins Ellenfeld kam, für wichtig hält: „Man spürt, wie er auf jeden einzelnen individuell versucht einzugehen, um ihn sportlich weiterzubringen. Und man kann auch fernab des Fußballs über alles mit ihm sprechen. Ich bin sehr froh, einen solchen Trainer zu haben.“ Für Rückkehrer Deniz Siga waren die Gespräche mit Björn Klos „ausschlaggebend dafür, dass ich wieder ins Ellenfeld gekommen bin. Das persönliche Gespräch mit ihm hat mich überzeugt, und dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich wünsche ihm noch weitere erfolgreiche Jahre mit uns, er verdient es mit seiner Arbeit!“ Schließich Marco Dahler: „Wir sind dankbar, einen Trainer zu haben, der mit uns auf einer Ebene ist, der sich unsere Sicht der Dinge anhört und nicht alles allein entscheidet. Ein Kumpeltyp mit Führungsqualitäten. Seit er in diesem Verein ist, kann man eine stetige Entwicklung sehen. Ich hoffe, wir gehen den Weg noch lange gemeinsam.“ Borussias Kapitän legt Wert darauf, „dass dies im Sinne der gesamten Mannschaft ist.“

Rekord-Trainer Björn Klos hatte am 1. November Geburtstag, er wurde 37 Jahre alt! Deshalb alle gute Wünsche und herzliche Gratulation an unseren Coach, Symbolfigur der neuen Borussen-Kontinuität – ein Trainer, der einfach passt!

Text und Fotoquelle:
Jo Frisch