Viele Alkoholvergiftungen von Kindern und JugendlichenAnzeige
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Trend: gefährlich hoher Alkoholkonsum
Quelle: DAK/Wigger
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DAK-Chef Martin Weber
Kreativ gegen Komasaufen: Die DAK Neunkirchen beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne gegen den zunehmenden Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen. Unter dem Motto „bunt statt blau“ sucht die Krankenkasse bis Ende April die besten Plakate von Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.

Die Schirmherrschaft übernimmt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Auch die bekannte Pop-Band „Monrose“ unterstützt die Initiative. Der Wettbewerbssieger  gewinnt 1.500 Euro. Informationen gibt es im DAK-Servicezentrum oder auch unter www.dak-buntstattblau.de

Hintergrund der Aktion ist der starke Anstieg beim so genannten Komasaufen. Allein 2008 wurden bundesweit 25.700 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Behandlungen fast verdoppelt. Im Saarland waren es 452 Jugendliche die 2008 im Krankenhaus behandelt werden mussten. „Wir sehen dieser erschreckenden Entwicklung nicht tatenlos zu“, erklärt Martin Weber von der DAK Neunkirchen. „Deshalb suchen wir junge Künstler mit Köpfchen. Die bunten Bilder sollen ein Zeichen setzen gegen blaue Kids. Wir sind gespannt, mit welchen Ideen und Motiven Jungen und Mädchen ihre Altersgenossen beim Thema Alkohol ansprechen.“

Große Sorge um die 10- bis 15-Jährigen
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung begrüßt den Plakatwettbewerb. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen sagt ein Bild oft mehr als 1000 Worte“, betont Mechthild Dyckmans als Schirmherrin. Auch Sportlerin Bianca Kappler hält die Entwicklung für bedenklich. „Besondere Sorgen machen mir die 10- bis 15-Jährigen. Bei dieser sehr jungen Gruppe ist die Zahl der Alkoholvergiftungen stark angestiegen.“
Bundesweit werden über 11.000 Schulen angeschrieben und in die DAK-Aktion einbezogen – davon 14 in der Region Neunkirchen. „In den Klassen muss offen über das Problem gesprochen werden“, betont Kappler. „Natürlich können auch Schulteams beim Plakatwettbewerb mitmachen.“

„Man kann ohne Alkohol viel mehr erreichen“
Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten sitzt die Pop-Band „Monrose“ in der Jury, die aus 16 Landessiegern den Bundessieger ermittelt. „Man kann ohne Alkohol und Drogen viel mehr erreichen“, erklären die Band-Mitglieder Mandy, Bahar und Senna ihr Engagement. „Nüchtern sein ist besser. Das möchten wir den Jugendlichen mit auf den Weg geben.“ Die Initiative „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

Interview mit DAK-Chef Martin Weber

Die DAK startet in Neunkirchen den Plakatwettbewerb „bunt statt blau“. Was steckt hinter der Aktion?
Martin Weber:  Wir beteiligen uns an der bundesweiten Kampagne gegen den zunehmenden Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen. Bis Ende April suchen wir die besten Plakate von Jungen und Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Die bunten Bilder sollen ein Zeichen setzen gegen blaue Kids: kreativ gegen Komasaufen.

Wie groß ist das Alkohol-Problem?
Weber: 2008 landeten bundesweit 25.700 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In nur fünf Jahren hat sich die Zahl der Behandlungen verdoppelt. Gerade bei der sehr jungen Gruppe der 10- bis 15-Jährigen ist die Entwicklung dramatisch, was uns Sorge macht. Im Saarland waren es mehr als 70 Jugendliche, die wegen Alkoholexzess ins Krankenhaus gekommen sind.

Was  kann eine Plakataktion bewirken?
Weber:  Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Ich bin gespannt, wie die jungen Künstler ihre Altersgenossen beim Thema Alkohol ansprechen. Bundesweit werden 11.000 Schulen über die Aktion informiert – auch in Neunkirchen. In den Klassen muss offen über das Problem gesprochen werden.

Wer beteiligt sich noch an der DAK-Aktion?
Weber: Die Schirmherrschaft hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Auch die bekannte Pop-Band „Monrose“ unterstützt die Initiative und wählt am Ende einen Bundessieger. Im Saarland unterstützt die bekannte Sportlerin Bianca Kappler die Aktion.

Was können die Teilnehmer gewinnen.
Weber:  Der Bundessieger bekommt 1.500 Euro und trifft „Monrose“. Insgesamt werden Gewinne im Gesamtwert von 11.000 Euro vergeben.