Kunden erhalten gute NachrichtAnzeige
Die KEW setzt freiwillig die Vorgaben des Bundesfinanzhofes um und gibt zuviel gezahlte Mehrwertsteuer zurück. 600 Kunden des Wasserversorgers KEW erhalten in den nächsten Tagen eine gute Nachricht: Sie erhalten zuviel gezahlte Mehrwertsteuer zurück.

Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesfinanzhofes vom 08.10.2008 zum Thema Steuersatz bei Wasserhausanschlüssen. Hier wurde festgelegt, dass bei Hauswasseranschlussleistungen der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent gilt, wenn diese Leistungen und die Wasserbereitstellung durch dasselbe Unternehmen erfolgen. Damit wird die Entscheidung der Bundesfinanzverwaltung aus dem Jahr 2000 gekippt, die verfügt hatte, dass der volle Steuersatz von 16 bzw. 19 Prozent zu berechnen sei. Im Zeitraum 2000 bis 2008 wurde auf Grundlage der Entscheidung der Bundesfinanzverwaltung rund 600 KEW-Kunden der höhere Steuersatz in Rechnung gestellt und an das Finanzamt durch die KEW weitergeleitet. Im April 2009 hat das Bundesfinanzministerium die verwaltungstechnischen Voraussetzungen getroffen, dass eine Rückerstattung von Seiten der KEW an den Kunden erfolgen kann. Hiernach besteht für die Rückerstattung keine Verpflichtung durch die KEW. „Die KEW hat sich allerdings dazu entschieden, den durch die Entscheidungen der Bundesfinanzverwaltung in den Jahren 2000 bis 2008 schlechter gestellten Kunden neue Rechnungen mit dem ermäßigten Steuersatz von 7% zukommen zu lassen. Damit erhalten etwa 600 Kunden vom Finanzamt über die KEW rund 150.000 € an Steuern zurück.“ so Werner Spaniol, Vorstand der KEW. Die KEW bittet die Kunden um etwas Geduld. „Es nimmt etwas Zeit in Anspruch, bis 600 Rechnungen aus acht Jahren korrigiert sind“, so Werner Spaniol abschließend.