Fest zum 60-jährigen Bestehen des Aeroclub BexbachAnzeige
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Romantik pur: Frank Heintz stellte den Heiratsantrag
an seine Vaida in luftigen Höhen
während eines Rundflugs mit dem Aeroclub Bexbach.
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In dieser Cessna 172 befand sich das junge Paar
bei einem Überflug des Flugplatzes,
es schien als ob der Pilot die Flügel des
Flugzeuges winken ließ.
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Eindrucksvoll stellt sich die Burg Kirkel
aus der Luft dar.
Wir gratulieren
Gewinner sind gezogen
  • Wir hatten in der letzten
    Ausgabe (Heft 134 / Juni 2009 Seite 27)
    vom Stadtmagazin es Heftche“ Neunkirchen und Umgebung ein Gewinnspiel für Sie.
    Dabei gab es 3 Gutscheine für einen Rundflug mit einem Segelflugzeug über Bexbach zu gewinnen. Viele richtige Lösungen
    gingen bei uns ein und folgende Teilnehmer dürfen sich freuen. Die Ziehung fand unter Ausschluss des Rechtsweges statt.

    Die Lösung lautete: 1949

    Bernd Rohr, Ottweiler
    Markus Schön, Neunkirchen
    Giuseppe Di Pasquali, Saarbrücken

    Alle Gewinnerinnen und Gewinner werden von uns umgehend durch den Postweg über ihren Gewinn informiert. Herzlichen Glückwunsch.
Da sage mal einer, unsere Jugend sei nicht mehr romantisch! Ganz anders stellte sich der Heiratsantrag von Frank Heintz an seine Angebetete Vaida Müller dar: Bei einem Rundflug während der Jubiläumsfeierlichkeiten des Aeroclub Bexbach fragte er seine Freundin in luftigen Höhen, ob sie ihn heiraten wolle und sie sagte „Ja“.

Der Rahmen war aber auch geradezu pefekt, die Sonne lachte, der Himmel war strahlend blau. Als die Cessna 172 auf dem Flugfeld landete, empfingen die Gäste des Jubiläumsfestes das junge Paar mit einem großen Applaus. Bei den ersten Schritten auf festem Boden, sah es wirklich so aus, als ob die junge Frau auf „Wolken wandelte“. Glückselig nahm sie den riesigen Strauß roter Rosen von ihrem zukünftigen Ehemann in Empfang, ein langer Kuss folgte. Dass er irgendwann einen Antrag an sie stellen würde, vermutete Vaida Müller schon, aber sie hatte keine Vorstellung wann, wie und wo er das machen würde. „Ein erster Heiratsantrag ist doch etwas ganz Außergewöhnliches, da habe ich überlegt wie ich das mache“, so erklärte Frank Heintz, wie er auf diese wunderschöne Idee kam. Er erkundigte sich, wo so etwas möglich sei und hatte beim Aeroclub Bexbach Erfolg. An Alles hatte er gedacht, natürlich auch an die Ringe, die sich das junge Glück in luftigen Höhen gegenseitig an den Finger steckte. „Oh wie romantisch“, fanden die Zuschauer und so manchem, besonders den Damen, kam die eine oder andere Träne und Alle wünschten dem jungen Paar viel Glück. Wenn Alles klappt, findet die Hochzeit von Frank und Vaida voraussichtlich am 23. Juli statt. „Wir haben ja schon viel erlebt, aber so etwas wie ein Heiratsantrag in der Luft war in den vergangenen 60 Jahren noch nicht dabei“, freuten sich die Mitglieder des Aeroclub Bexbach, wobei dessen Piloten selbst noch nie auf solch eine Idee gekommen seien.
60 Jahre Aeroclub Bexbach – die Chronik beginnt in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, wie wir von Herbert Marx, ehemaliger Fluglehrer und Ausbildungsleiter im Saarland, heute für die Pressearbeit zuständig, erfahren. Frankreichs damaliger Vertreter für die Saar, Hochkommissar (1946-1949) Gilbert Grandvall, mit Sitz in Paris, war selbst Pilot und begeisterter Sportflieger. Mit einem kleinen einmotorigen Sportflugzeug flog er ständig von Paris nach St. Arnual, wo das Flugzeug in einer Halle vom Saarbataillon Tag und Nacht bewacht wurde. Da das Saarland 1949 eine eigene Verfassung erhielt, erteilte Grandvall die Genehmigung zur Aufnahme eines eigenständigen Flugbetriebes im Saarland. Fluginteressierte gründeten am 22. Mai 1949 den Aeroclub Saar, im Besitz eines Flugzeugs war der Verein damals noch nicht. Dies änderte sich, als die Vereinsmitglieder von einem französischen Club in Saargemünd drei Flugzeuge kauften, aus denen sie ihren ersten flugfähigen Schulgleiter, eine SG 38, bauten. 1953 lösten sich die verschiedenen Untergruppen vom Aeroclub Saar zur Bildung selbstständiger Ortsvereine. Der heutige Aeroclub Bexbach hieß damals Aeroclub Neunkirchen. Fluggelände war die riesige Wiese an der Blies in Wellesweiler, die aber durch den Bau des Kraftwerk Bexbach und den Hochspannungsleitungen fliegerisch nicht mehr genutzt werden konnte. Auf der Suche nach einem neuen Gelände fand man den jetzigen Platz, der aber unfliegbar war. Die Clubmitglieder konnten ihre amerikanischen Freunde überreden mit einer Baugruppe der Air Base Ramstein hier einen neuen Flugplatz anzulegen. Im Dezember 1956 starteten die ersten Flugzeuge. Im Jahre 1964 wurde der Club in Neunkirchen/Bexbach umbenannt, seit 1978 heißt er Aeroclub Bexbach. „Heute kann der Verein circa 200 Mitglieder zählen, von denen etwa 50 fördernde Mitglieder, 40 Motorflugsportler und der Rest aktive Mitglieder, entweder in Ausbildung oder Lizenzinhaber, sind“, erläuterte der erste Vorsitzende, Karlheinz Pohmer. „Die zwei jüngsten Mitglieder sind 14 Jahre, die zwei ältesten sind Ehrenmitglieder, von denen einer 82 Jahre jung ist. Der Aeroclub Bexbach bildet zurzeit 30 Flugschüler in den Kategorien Segel-, Motorflug, Motorsegler und Ultraleicht aus.“ Der Ursprung einiger Berufspiloten liegt hier im Aeroclub Bexbach. Der Verein sei derzeit der größte im Südwesten mit eigenem Flugplatz und zahlreichen modernen Fluggeräten.

Das traditionelle Flugplatzfest findet am 15. und 16. August 2009 statt. Geboten werden Vorführungen mit dem unterschiedlichsten Fluggerät, Ballonfahrer werden wieder ihre Ballons zum Glühen bringen, Rundflüge können gebucht werden, Freiflüge sind zu gewinnen und vieles mehr. Lassen Sie sich an diesem Wochenende ein bisschen mitreißen von „dem Traum zu fliegen“, eine schöne Atmosphäre beim Aeroclub Bexbach lädt dazu ein.
rw