Kinder der KITA Lebusch auf Einkaufstour 
 
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Eine muntere Schar besuchte
den Naturkostladen in Ottweiler
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Kinder der Kita Lehbesch
waren auf Einkaufstour
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Mit ihren Erzieherinnen Iris Schulz und
Sandra La Vecchia waren die Kids unterwegs
 

Kleine Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ottweiler, Kinder der Kita Lehbesch, waren gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Iris Schulz und Sandra La Vecchia auf Einkaufstour. Diese führte sie in die Wilhelm-Heinrich-Straße 12, in den Naturkostladen.

Dort hieß die Betreiberin Ursula Pontius die muntere Schar willkommen. Die Kinder verteilten sich zwischen den Regalen im Geschäft und sahen sich die Auslagen an, stellten Fragen. „Na, ihr erkennt das Fairtrade-Zeichen. Wo ist es denn überall zu finden?“, fragte ihrerseits die Leiterin des Kindergarten, Iris Schulz, in die Runde. Denn ihr Aufenthalt stand im Zeichen von Fairtrade. Davon hatten die Kinder schon gehört. „Hier auf dem Kakao“, hieß es schnell oder „Da auf der Schokolade“. „Na, dann nehmt euch mal einen Einkaufskorb“, empfahl Sandra La Vecchia. Weitere Artikel ließen die Kinder in den Korb purzeln, darunter Keks, fruchtige, herzhafte Brotaufstriche und anderes mehr. Inzwischen wandte sich eine Kundin an Ursula Pontius und fragte nach Getreide, das in einer eigenen kleinen Mühle im Geschäft frisch gemahlen und verkauft wird. Die Gewerbetreibende erklärte den Kindern den Vorgang und hielt jedes Kind einzeln hoch, damit es den Mahlvorgang verfolgen konnte. Nach einer Weile ging der Besuch im Laden seinem Ende zu und die Kinder traten mit ihren Erzieherinnen den Heimweg an. Mit Fairtrade kamen sie bereits im letzten Jahr in Verbindung, erhielten auf kindgerechte Weise Informationen zum Thema und reicherten ihr Frühstücksbüffet um entsprechende Produkte an. Weitere Aktionen sollen folgen, dies auch teilweise in Verbindung mit der Stadt, die nach einem Ratsbeschluss das Fairetradesiegel erwerben will. Ursula Pontius zum Hintergrund der Kampagne: „Durch den Kauf von Fairtrade-Erzeugnissen, die teilweise im Ottweiler Einzelhandel erhältlich sind, wird unsere Welt, wenn auch nur ein bescheidenes Stück weit, besser, denn Fairer Handel ist eine Strategie zur Linderung von Armut und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.“ Ergänzend kamen ihrerseits die Kriterien des Fairen Handels zur Sprache: Der faire Preis und faire Lohn sollen im Dialog festgelegt werden und unabhängig von den Schwankungen der Weltmarktpreise die Existenz der Produzenten sichern. Das Arbeitsumfeld im Erzeugerland sollte sicher und gesundheitsverträglich sein. Ausbeutung, Kinder- und Sklavenarbeit seien demnach verboten. Auch sollte die Gewerkschaftsfreiheit gegeben sein. Frauen sollten immer für ihren Beitrag im Herstellungsprozess angemessen bezahlt und innerhalb ihrer jeweiligen Organisationen gestärkt werden.

Es geht auch um die Förderung regionaler Produkte
Im Sinne von kurzen Kreisläufen sieht Fairtrade gleichermaßen die Berücksichtigung und Wertschätzung von frischen, gesunden, regionalen Produkten oder Erzeugnissen vor. Ralf Hoffmann von der Stadtverwaltung Ottweiler, der die Fairtrade-Kampagne begleitet, erklärte dazu: „Es geht nicht nur um den Verkauf von Schokolade, Kaffee, Tee oder Kakao aus südlichen Ländern.“ Unter dem Motto „Das Saarland lebt gesund“ ermutigt die Fairtrade-Initiative vielmehr Klein und Groß dazu, sich mehr mit gesunder Ernährung zu befassen. Sie zeigt die Herkunft und Herstellung auch regionaler Lebensmitteln auf. Fairness im Umgang miteinander soll die Produzenten von Lebensmitteln miteinbinden.

Nähere Informationen über die Einkaufsmöglichkeiten in Ottweiler finden Sie im Internet unter www.ottweiler.de.           

 
Text und Fotos: Hof