Studenten drehen Kurzfilm in eigenständig aufgebautem Set 
 
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Jörn Michaely, Student an der HBKsaar,
ist der Regisseur der Filmarbeit
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Das Set wurde von der Studentin Linda Bruna
entworfen und geplant
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Hartmut Volle als Mord lüsterner Polizist
beim Dreh
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Die Studenten übernehmen
alle Aufgaben von Kameraführung
bis hin zur Postproduktion
 
Studenten der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar) verwirklichen sich dieses Jahr in einem einzigartigen Filmprojekt. Gefördert von der Kreisstadt Neunkirchen drehen sie eine Woche lang in Zusammenarbeit mit Studierenden des Studiengangs Innenarchitektur der Fachhochschule Mainz (FH Mainz) in der ehemaligen Boxhalle der Schlossbrauerei Material für ihren Kurzfilm.

Neunkirchen entwickelt sich immer weiter zur Filmstadt. Mit dem Günter Rohrbach Filmpreis vernetzt die Stadt die saarländische Filmemacherszene und wird immer öfter zum Drehort verschiedenster Filme. So auch für den Kurzfilm „Die Formel“ nach einer Kurzgeschichte von Peter Loibl. Das Studentenprojekt ist die neunte Filmproduktion in fast fünf Jahren, die in Neunkirchen gedreht und von Neunkirchen unterstützt und gefördert wird. Die Protagonistin des 15-Minuten-Films kommt in ihr vertrautes Heim, wo sie ein unbekannter Mann in ihrem Wohnzimmer empfängt. Seine Absichten bleiben zunächst rätselhaft, doch schnell entwickelt sich eine Horrorgeschichte „getreu Hitchcocks suspense instead of shock“, so Jörn Michaely, der Regisseur der Filmarbeit.
Schon der Dreh an sich ist bisher saarlandweit einzigartig. Das Set wurde von den Studenten eigenhändig in der ehemaligen Boxhalle auf dem alten Schlossbrauereigelände errichtet. Gebaut wurde circa zweieinhalb Wochen lang nach den Plänen von Linda Bruna, Studentin des Studiengangs Innenarchitektur an der FH Mainz. Die leere Halle bietet dem etwa 30-köpfigen Team genügend Platz zum Drehen.
Jörn Michaely, der Regisseur und Student des Studiengangs Media Art&Design an der HBKsaar, knüpfte bereits vor zwei Jahren die ersten Kontakte mit den Schauspielern Johanna Bönninghaus und Hartmut Volle. Ungefähr zur gleichen Zeit bekam er auch die Förderung der Kreisstadt Neunkirchen. „Die Formel“ ist bereits sein neunter Film. Dennoch ist es sowohl für ihn, als auch für seine Kollegen der HBKsaar eine Premiere, da es sein erstes Projekt mit der Hochschule und deren erster komplett im Studio umgesetzter Film ist. „Das Buch mit der Kurzgeschichte bekam ich von meiner Kunstlehrerin“, so Michaely. Nach dem Lesen war der junge Regisseur von der Geschichte so begeistert, dass er gleich deren Autor kontaktiert hat.
Auch die Schauspieler zeigten sich begeistert über das Projekt und die Zusammenarbeit mit den jungen Filmemachern. „Es sind ambitionierte, junge Leute“, so Volle neben seiner Kollegin Bönninghaus, die den hohen Level der studentischen Arbeit bewundert.
Nach insgesamt sechs Drehtagen ging es für das Team der HBKsaar und der FH Mainz in die Postproduktion, wo sich um Schnitt, Farbkorrektur und Sound gekümmert wird. Eine Fertigstellung des Kurzfilms sieht Michaely vor 2019 allerdings als unmöglich. Die Premiere soll auf einem Festival für Film stattfinden, da diese vorwiegend neue Produktionen vorstellen.
Ein weiterer Film-Dreh, so Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried, sei für die aufsteigende Filmstadt bereits in Planung.

Weitere Informationen über die Filmstadt Neunkirchen und den Rohrbach Filmpreis finden Sie auf www.neunkirchen.de und über den Regisseur Jörn Michaely und dessen Projekte auf www.jörnmichaely.de.
 
ml