Ab der Stunde Null
Die Zeit nach der Corona Pandemie
 
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Sören Meng, Landrat des Kreises
bei der Arbeit
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Herr Meng bei einer Lagebesprechnung
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Der Neunkircher
Oberbürgermeister Jörg Aumann
Bildquelle: Alexa Kirsch
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Markus Müller, Chef der Neunkircher Kulturgesellschaft sieht 2020 als ein besonderes ­Kulturjahr in Neunkirchen
© Jennifer Weyland
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„Basler ballert“ wurde auf den 30. August 2020 verschoben –
© Katja Inderka
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Meister der Phantastik (Heitz, Hennen, ­Meyer) wird voraussichtlich am 26.01.2021 stattfinden – © Stefan Freund
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Auch Rabih Abou-Khalil wurde verschoben,
neuer Termin ist der 19.03.2021
© Gert Rickmann-Wunderlich
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Die Show mit Hagen Rether wurde
von März auf den 12. Juni 2020 verschoben
© Klaus Reinelt
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Der 1.Vorsitzende des NSV
sieht eine Kooperation der Neunkircher Sportvereine nach der Krise als unumgänglich
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Der Neunkircher Triathlon,
das Sportevent in der Lakai
wird dieses Jahr leider nicht stattfinden
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Ob und wann die Bäder wieder öffnen
werden, steht noch in den Sternen
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Der Vorsitzende der Günter-Rohrbach-Filmpreisstiftung
sieht der 10. Ausgabe des ­
Günter-Rohrbach-Filmpreises positiv entgegen
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Der bekannte Schauspieler Peter Lohmeyer
ist seit zwei Ausgaben Moderator des Filmpreises
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Nach der Krise sollte auch in der Filmwelt wieder ein wenig Normalität einkehren
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Der Günter-Rohrbach-Preis –
ein Treffen für Cineastsen und Filmschaffende
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Dr. Norbert Fritsch, Direktor im Neunkircher Zoo freut sich darauf,
Sie bald wieder als ­Besucher begrüßen zu dürfen
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Das Gehege der Erdmännchen
wird erweitert und es ziehen Pantherschildkröten nebenan ein
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Im Paviangehege gab es eine neue Ausstattung,
unter anderem auch neue Stämme
Corona hat uns immer noch voll im Griff, auch wenn die Ausgangsbeschränkung etwas gelockert wurden und die meisten der Geschäfte wieder geöffnet haben, ist und wird es nicht das gewohnte Leben wie bisher sein. Hoffen wir, dass alle Vorsichtsmassnahmen von unseren Bürgerinnen und Bürgern eingehalten werden und Sie sich mit dem nötigem Abstand zu weiteren Personen und auch mit Schutzmasken gegen das Virus schützen um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Wie lange es noch dauern wird, kann uns bisher niemand genau sagen. Wir wollten aber einmal wissen wie es weiter geht in unserem Landkreis und haben verschiedene Oberhäupter nach ihrer Meinung gefragt.
Seit Wochen beherrscht uns die Corona-Krise, Herr Sören Meng ist als Landrat auf Kreisebene als verantwortlicher Krisenmanager mitten drin, wir befragten Ihn zu der aktuellen Lage.

Es ist für uns alle immer noch eine unwirkliche Situation. Quasi über Nacht hat sich alles verändert. Was gestern Priorität eins hatte, war nicht mehr existent. Anfang des Jahres war ich mit meinem Katastrophenschutzstab noch in Bad Neuenahr auf einer 3-tägigen Fortbildung, um uns im Bereich Krisenmanagement an der Akademie des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe schulen zu lassen. Ich hätte nie gedacht, dass der Ernstfall so schnell eintreten würde. Allerdings bin ich ein Mensch, der sich schnell auf neue Situationen einstellen kann. Mir war klar: Wir sind gut vorbereitet, die zuständigen Akteure sind gut vernetzt. Unser Krisenstab innerhalb der Verwaltung arbeitet vorbildlich mit dem operativen Stab, der aus externen Vertretern der Hilfsorganisationen besteht zusammen. Wir sind alle enger zusammen gerückt, kurze Abstimmungswege und tägliche Rücksprachen funktionieren bestens. Wir sind alle sehr zielgerichtet und lösungsorientiert unterwegs.
Meine Verantwortung und derzeitigen Arbeitsschwerpunkt kann man in zwei große Themenblöcke einteilen. Auf der einen Seite die Zuständigkeit als Untere Katastrophenschutzbehörde und die damit verbundenen Aufgaben des Krisenmanagements und auf der anderen Seite die Verantwortung für unsere Kreisverwaltung, sowohl intern als auch extern. Hinsichtlich unserer Kreisverwaltung ging es beispielsweise als Schulträger anfangs darum, wie wir in Kooperation mit dem Bildungsministerium die Schließung der Schulen organisieren. Aber auch als Jugendhilfeträger war unser Jugendamt gefordert, was die Notbetreuung in den Kindergärten angeht. Generell mussten wir unsere Dienstleistungen neu organisieren, wie können wir weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger mit unserem Angebot erreichbar bleiben. Die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes und Mitarbeitern und die Erfüllung unserer staatlichen Pflicht- und Selbstverwaltungsaufgaben sind für unseren Rechtsstaat essentiell. Die Verwaltungsabläufe müssen trotz Corona-Krise, trotz womöglich erkrankten Personals aufrecht gehalten werden, damit die Bürgerinnen und Bürger sich auf uns verlassen können. Sie müssen ihre finanziellen Sozial- und Unterstützungsleistungen pünktlich erhalten. Das wollen und müssen wir sicherstellen. Aber als Verwaltungschef muss ich natürlich auch die Fürsorge für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen - wie kann ich meine rund 600 Mitarbeiter angemessen schützen. Wie können wir Kontakte, auch untereinander vermeiden, um gleichzeitig verlässlich für die Bürger da zu sein. Homeoffice und Schichtsysteme sind hier Lösungen, die eingeführt wurden. Auf der anderen Verantwortungsebene im Bereich des Krisenschutzmanagements sind wir als untere Katastrophenschutzbehörde aber insbesondere auch als Kreisgesundheitsamt eine wichtige Schlüsselfigur in der aktuellen Lage. Von der Einrichtung eines Testzentrums zunächst in Ottweiler, dann in Landsweiler-Reden bis hin zur Einrichtung eines Versorgungszentrums. Hier arbeiten wir eng mit den zuständigen Ministerien, der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Diakonie Klinikum zusammen. Die medizinische Trägerschaft übernimmt das Diakonie Klinikum, mit dem wir in einem sehr guten, konstruktiven Austausch stehen. Für die infrastrukturelle Herrichtung ist der Landkreis zuständig. Hier laufen bereits die Vorbereitungsarbeiten durch die Abteilung Bautechnik, die Bau- und Schulverwaltung und das Umweltamt der Kreisverwaltung. So wurden im rückwärtigen Bereich Fundamentierungsarbeiten durchgeführt, um zusätzliche sanitäre Anlagen in Form von Dusch- und Toilettencontainern zu installieren. Der operativ taktische Stab ist seit Wochen aktiv. Er koordiniert Maßnahmen von Katastrophenschutzeinheiten und steht als fachlicher Ansprechpartner der Kreisverwaltung zur Seite. Im operativ-taktischen Stab sind Vertreter der Feuerwehr, THW, DRK, Notfallseelsorge und Bundeswehr eingesetzt. Unter der Leitung von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack werden derzeit die logistischen Voraussetzungen geschaffen, damit das Zentrum bei Bedarf schnell einsatzbereit ist. Stand jetzt, ist die Inbetriebnahme des Zentrums nicht notwendig.
Zurzeit gehe ich davon aus, dass die Veranstaltungen in den nächsten Monaten alle abgesagt werden. Wie die Lage in wenigen Monaten ist, kann ich nicht einschätzen. Es bleibt alles offen! Allerdings geht für mich Sicherheit vor. Es kommen erhebliche Kosten auf den Landkreis zu. Der Kreistag hat Kosten für Sofortmaßnahmen freigegeben. Allein die Einrichtung des Versorgungszentrums kostet Hunderttausende. Land- und Bundeshilfen wurden zugesagt, sodass wir wohl nicht einen Großteil der Kosten tragen müssen. Diese historische Krise, seit dem 2. Weltkrieg ist noch nicht zu Ende. Die Folgen, auch finanzieller Art, werden lange Zeit spürbar bleiben und sich auch in Haushalten ausdrücken. Die schwarze Null wird so zur Utopie.
In dieser schweren Zeit ist der Kontakt zu anderen Verwaltungschefs im Kreis und darüber hinaus natürlich intensiver, da rückt man zusammen. Auf Landratsebene tauschen wir uns regelmäßig aus, denn die Herausforderungen sind ähnlich. Dies gilt natürlich auch für die Landesebene. Der Kontakt mit den Kreisbürgermeistern wurde intensiviert. Sie machen mit ihren Verwaltungen einen klasse Job. Ich glaube, wir alle haben erkannt, was wichtig und überlebenswichtig ist. Wir spüren, wie wichtig der persönliche Kontakt ist und wie es uns fehlt, sich ungezwungen zu treffen. Und wir merken, dass es keinen Grund gibt, zu verzagen. Es gibt viele Menschen, die Tag für Tag dafür sorgen, dass es uns an nichts fehlt. Die das Gemeinwesen am Laufen halten, auf sie können wir uns verlassen, ihnen sollten wir dankbar sein. Wir können froh sein in einem Land zu leben, in dem wir bestens versorgt sind. Ein Blick über unsere Grenzen hinweg zeigt, dass dies nichts Selbstverständliches ist. Auch sollten wir überlegen, ob die bisherige Maxime: Höher, schneller, weiter, auch nach der Krise Gültigkeit besitzt. Es macht Sinn, die lokalen Akteure vor Ort zu unterstützen. Sei es die Versorger vor Ort oder auch kleinere und mittlere Unternehmen. Sie haben gezeigt, dass sie auch dann Verantwortung übernehmen, wenn es schwierig ist. Was die Gesundheitsbranche angeht, sollte es ebenfalls ein Umdenken geben. Gesundheit ist das höchste Gut, hier ist ständige Kosteneffizienz fehl am Platz. Allerdings muss sich hier auch von Bundesseite vieles ändern. Sonst bleibt meine Feststellung ein Lippenbekenntnis.

Auch den Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann habn wir zur Entwicklung in Neunkirchen befragt und wollten wissen wie es zukünftig für Neunkirchen weiter geht.

Noch ist es schwierig, überhaupt zu sagen, wann die Stunde Null sein wird. Ich denke, dass darüber nachgedacht werden muss, wann die angeordneten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zurückgenommen werden können, damit sukzessive die Normalität wieder eintreten kann. Einerseits muss natürlich versucht werden, das Infektionsrisiko bestmöglich zu minimieren. Das spricht gegen eine schlagartige Wiederkehr der individuellen Freizügigkeit. Andererseits sprechen einige Virologen von einer notwendigen Durchimmunisierung der Bevölkerung durch Infektion oder einer Impfung, die es aber bekanntermaßen noch nicht gibt.
Allerdings ist die Politik auch der Volkswirtschaft verpflichtet. Unsere Gesellschaft lebt nun mal von Arbeit und Wirtschaft – nur so ist auf Dauer auch Krisenmanagement finanzierbar. Hier muss ein Weg gefunden werden.
Da ein Shutdown bislang historisch einzigartig ist, muss die Politik hier quasi das Rad neu erfinden. Vieles musste in den vergangenen Wochen sehr schnell entschieden werden. Auch entstanden Ungerechtigkeiten, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen härter treffen als große. Ich hoffe sehr, dass die Angebote und Unterstützungen ausreichen, um die meisten Unternehmen zu halten. Die Welt nach Corona wird mit Sicherheit eine andere sein als vorher. Andererseits haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass die Neunkircher Bürgerinnen und Bürger füreinander da, hilfsbereit und solidarisch sind. Viele Initiativen haben sich gebildet, privat und ehrenamtlich Hilfe angeboten. Das ist die andere Seite der Medaille. Auch das sogenannte systemrelevante Berufe, die bislang wenig Wertschätzung erfahren durften, nun ins Rampenlicht gerückt wurden, war längst überfällig. Ich hoffe, dass diese Anerkennung erhalten bleibt und sich auch langfristig finanziell niederschlägt. Deutschland braucht diese Berufe und muss auch bereit sein, hierfür in einem angemessenen Rahmen zu zahlen!

Was mit der Neunkircher Messe im Herbst sein wird, das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht entschieden werden. Einerseits ist es denkbar, dass Firmen, die aufgrund von Kurzarbeit und aufgelaufenen Ausgaben nicht die Kraft haben, sich an einer Messe zu beteiligen. Andererseits bietet die Messe gerade nach dem Shutdown wieder beste Bedingungen um Anbieter und Interessenten zusammenzubringen.
Auch die WeinLounge fällt in diesem Jahr aus. Dafür freue ich mich schon jetzt auf diese tolle Veranstaltung im nächsten Jahr!

Von großer Bedeutung wird der Neubau des Globus-Warenhauses im Hüttenpark I sein. Das wird das Stadtbild nachhaltig verändern. Und dann setzen wir uns massiv für den Erhalt des Diakonie-Klinikums am Standort Neunkirchen ein: ob Sanierung des bestehenden Hauses oder Neubau. Die Bevölkerung der zweitgrößten Stadt des Saarlandes muss zu besten Konditionen gesundheitlich versorgt bleiben.

Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden, dass die Bevölkerung das Motto „Bleib dehemm“ beherzigt hat. Viele haben sich an die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gehalten und hielten Abstand. Aber natürlich musste unser Kommunaler Ordnungsdienst auch immer wieder uneinsichtige Personen und Gruppen auf ihr Fehlverhalten hinweisen. Mit einigen Geschäftsleuten mussten Diskussionen geführt werden, weil sie sich ungerecht behandelt fühlten. Aber wie gesagt, nachdem die landesweit gültigen Regeln klar waren, hielten sich die meisten – trotz des guten Wetters – daran.

„Kultur auf Sicht“, besser kann man die derzeitige Lage im Umgang mit dem Coronavirus nicht beschreiben. Der Neunkircher Kulturgesellschaft mit Geschäftsführer Markus Müller geht es da nicht anders als allen anderen Kulturtreibenden in der Welt.

Die Neunkircher Kulturgesellschaft hat aus gegebenem Anlass vorsorglich alle Veranstaltungen der kommenden Wochen bis weit in den Mai in der Neuen Gebläsehalle und in der Stummschen Reithalle verschoben. „Die konkrete Planung von Veranstaltungen ist natürlich aus gegebenem Anlass kaum möglich. Hier fahren wir wirklich momentan alles „auf Sicht,“ erklärt uns Markus Müller, Geschäftsführer der Neunkircher Kulturgesellschaft, „ob die für Mitte Mai vorgesehene Ausstellungseröffnung in der Städtischen Galerie stattfinden kann, ist noch offen.“ In der Zwischenzeit werden die digitalen Angebote der Galerie, wie die Rundgänge in Facebook (www.facebook.com/StaedtischeGalerieNeunkirchen) oder die Kinderaktion, die zu Ostern stattfand gut angenommen. Über 50 Veranstaltungstermine wurden bis dato verschoben. „Ob wir im Herbst wieder an den Start gehen können, ist noch offen. Es wird hier wohl Zwischenlösungen geben. Darauf versuchen wir uns planerisch vorzubereiten, soweit dies möglich ist (so haben wir im Moment auch die Neunkircher Nächte noch in der Planung, aber wer weiß)!“ Pausiert wird auch in der Volkshochschule, sowie in der Musik- und Musicalschule, davon sind rund 150 Kurse betroffen. Das Team der Kulturgesellschaft hat da vieles organisiert, bei der Musikschule werden rund die Hälfte der Kurse mittlerweile online angeboten und in diesem Bereich wird auch die VHS verstärkt aktiv werden. In Ruhestellung sind derzeit die Planungen für die Bliestage (Stadtfest), hier bleibt es die weiteren Entwicklungen abzuwarten. „Wir haben, beim Stadtfest in Absprache mit den Vereinen und der Agentur die Pause-Taste gedrückt, ob wir für Ende Juni wieder demnächst auf „play“ drücken, halte ich eher für unwahrscheinlich,“ so Müller. „Bei den Verlegungen fahren wir nur auf Sicht, da sich die Lage im Moment sehr schnell entwickelt. Wir stehen auch in Kontakt mit unseren Künstlern und Dienstleistern, wie wir sie in diesen Zeiten zusätzlich unterstützen können. Wir finden hier sicher Lösungen, dies regeln wir aber ganz individuell und nicht allgemein.“ Die Kulturgesellschaft teilt vorlaufend über ihre Kanäle digitale Angebote unterschiedlichster Künstler und Kunstformen. Im Moment stehen sie in Planungen und Überlegungen, wie insbesondere die „Neunkircher Kunst“ in den kommenden Wochen präsentiert werden kann. Markus Müller erläutert hierzu: „Das alles will gut überlegt sein, hier ist ein längerer Atem angesagt, weil sich die gesellschaftliche „Abstandslage“ nicht so schnell ändern wird. Dies gilt auch für unsere Überlegungen, wie Veranstaltungen und Kulturangebote in einer Übergangsphase aussehen können, denn es ist äußerst unwahrscheinlich, dass wir direkt vom 2er-Kontakt auf 1.000er-Konzerte springen werden. Dies gilt auch für die Überlegungen der Musikschule und der VHS, bzw. der Städtischen Galerie. 2020 ist ein besonderes Jahr und ist und wird auch ein besonderes Kultur-Jahr für Neunkirchen. Dafür brauchen wir jetzt und in Zukunft unsere Kultur-Partner in, aus und für Neunkirchen, und ganz besonders unsere Besucher, Gäste und Teilnehmer. Das Team der Neunkircher Kulturgesellschaft bringt sich in diesen besonderen Zeiten für diese alle besonders stark ein. Das ist für mich keine Selbstverständlichkeit, darum möchte ich allen Kolleginnen und Kellegen auch hier mal Danke sagen!“

Nähere Informationen über die Kulturgesellschaft, sowie den verlegten Veranstaltungen erfahren Sie unter www.nk-kultur.de. Die Verwaltung der Kulturgesellschaft ist derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen, die Hotline 06821 – 202564 ist mit einer Mailbox geschaltet.

Der Trainingsbetrieb in Sportvereinen ist komplett eingestellt. Sportveranstaltungen und Wettkämpfe werden auch nicht mehr ausgetragen. Dass dies nicht ohne Konsequenzen für den Sport in der Stadt Neunkirchen bleiben wird, berichtete der 1. Vorsitzende des Neunkircher Sportverbandes, Hans-Artur Gräser.

Der Neunkircher Sportverband stellt in Neunkirchen schon immer das wohl wichtigste Funktionsorgan des Sports dar, welches in Kooperation mit der Stadt das Sportleben stets unterstützt und vorantreibt. Doch mit Auftreten der Corona-Pandemie wurde die Arbeit dieses Sportverbandes im wahrsten Sinne des Wortes lahm gelegt. Niemand konnte das Virus richtig einschätzen, da es einfach zu wenig bis gar nicht bekannt und erforscht ist. Diese ungewisse und unklare Situation führte im Neunkircher Sportverband zum Stillstand in allen Bereichen. Denn nach und nach stellten die Sportvereine ihren Trainingsbetrieb ein, was dann auch zu konsequenten Absagen von Sportveranstaltungen in Neunkirchen führte. Der Neunkircher Sportverband selbst blieb von den Schwierigkeiten nicht verschont. So wurde der Termin für die diesjährige Delegiertenversammlung des Sportverbandes gestrichen. Ebenso wurde die Festveranstaltung zum hundertjährigen Jubiläum des NSV am 30. April 2020 abgesagt und provisorisch auf 01. Oktober 2020 verschoben. Ob die Jubiläumsparty am 29. August 2020 stattfindet, steht noch in den Sternen. Die traditionellen Sportveranstaltungen des NSV werden in diesem Jahr nicht stattfinden. Es wurden das alljährliche Wagwiesenthalrennen und die 10. Ausgabe des Neunkircher Triathlons abgesagt. Alleine diese beiden Absagen reißen eine echte Lücke ins Neunkircher Sportjahr, da diese Traditionsveranstaltungen mit neben einer Vielzahl von Sportlern auch interessiertes Publikum nach Neunkirchen locken und sich wirklich großer Beliebtheit erfreuen. Doch nach Hans-Artur Gräser kann man davon ausgehen, dass diese Sportevents nach der Corona-Krise weiter gehen werden. Doch damit es nach der Pandemie in Neunkirchen sportlich weitergehen kann, muss sich einiges ändern, so auch die Arbeit des Neunkircher Sportverbandes. Danach wird die Arbeit des NSV hauptsächlich darin bestehen, alle sportliche Funktionsarbeit, die während der Krise nicht erledigt werden konnte, aufzuarbeiten. So müssen zum Beispiel Neunkircher Vereine, die während all dem ein besonderes Jubiläum feierten, noch einmal besonders bedacht werden. Des Weiteren wird es ein großes Hilfsangebot des Sportverbandes an die Neunkircher Sportvereine geben. Denn es war dem Neunkircher Sportverband von jeher ein großes Anliegen, nicht nur erfolgreiche Sportler zu unterstützen, sondern auch Vereinen in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen und dazu beizutragen, dass solche Vereine auch heute noch bestehen und sich das sportliche Bild Neunkirchens nicht verkleinert. Es sei zwar noch offen, wie sich die Stadt selbst an diesem Programm beteiligen wird, aber Hans-Artur Gräser sieht sich guter Dinge, dass die lange Tradition des Sports in Neunkirchen durch die Corona-Krise nicht an Bedeutung verliert. Es muss daher auch im Neunkircher Sportverband beraten werden, ob nach der Pandemie neuartige Sportveranstaltungen ins Leben gerufen werden. Um die Krise sportlich eines Tages hinter sich zu lassen, sieht Hans-Artur Gräser nur eine Möglichkeit: die Neunkircher Vereine müssen danach mehr miteinander und noch stärker mit dem Sportverband kooperieren. Denn nur durch Kooperation und stärkeren Zusammenhalt werden die Sportvereine die Situation gut überstehen, ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb eines Tages wieder aufnehmen und Neunkirchen wird noch lange Sportstadt sein.

Weitere Informationen zum Neunkircher Sportverband finden Sie unter www.neunkircher-sportverband.de.

Auch der kulturelle Bereich ist durch das Virus betroffen. Mit dem Günter-Rohrbach-Filmpreis im November 2020 steht in Neunkirchen noch ein kulturelles Highlight bevor. Wie es um dieses Event im Hinblick auf Corona bestellt ist, berichtet der Vorsitzende der Günter-Rohrbach-Filmpreis-Stiftung, Jürgen Fried.

Gesellschaftliches Miteinander, Sport, Kultur – Diese drei Schlagwörter stellen ohne Frage wichtige Bestandteile im Leben eines jeden Menschen dar. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie wurde das öffentliche Leben auf einen Nullpunkt heruntergefahren. Dieser neuartige Umstand ist in der Stadt Neunkirchen absolut erkennbar und spürbar. Die Geschäfte und Schulen waren geschlossen, der Trainings- und Sportbetrieb in den Neunkircher Vereinen ist komplett eingestellt. Aber auch die Neunkircher Kulturlandschaft ist stark in Mitleidenschaft gezogen, denn alle größeren Veranstaltungen in der Neuen Gebläsehalle und der Stummschen Reithalle sind bis auf Weiteres alle abgesagt. Doch ein Neunkircher Kulturhighlight steht in diesem Jahr noch bevor: Der Günter-Rohrbach-Filmpreis im November 2020. Wie es um den Günter-Rohrbach-Filmpreis aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr bestellt ist und wie sich die Pandemie auf künftige Filmpreisausgaben auswirken wird, berichtet der Vorsitzende der Günter-Rohrbach-Filmpreisstiftung, Jürgen Fried. Auch die Filmbranche ist von der Pandemie sehr hart getroffen worden: Kinos sind geschlossen, Filmproduktionen können nicht abgeschlossen werden, Filmfestivals wurden abgesagt. Für den diesjährigen Günter-Rohrbach-Filmpreis, der im November 2020 zum zehnten Mal in Neunkirchen vergeben werden soll, gibt sich Jürgen Fried optimistisch und zieht damit mit dem Namensgeber Günter Rohrbach gleich. Denn nach der Krise sollte auch in der Filmwelt wieder ein wenig Normalität einkehren. Daher wurde zunächst nur die Einreichfrist für Filmbeiträge für den Wettbewerb um vier Wochen von Ende April auf Ende Mai verschoben. Die Jubiläumsausgabe des Filmpreises soll aus diesem Anlass ein besonderes Programm erhalten. So soll neben einem ehemaligen Siegerfilm auch eine Retrospektive der Günter Rohrbach-Firmen gezeigt werden. Ebenso sind eine SaarLorLux-Reihe und verschiedene Workshops zu Themenbereichen des Films geplant. Die genaue Planung hierfür kann allerdings erst begonnen werden, wenn solche Veranstaltungen wieder offiziell erlaubt sind. Aber sobald es geht, wird die Günter-Rohrbach-Filmpreisstiftung ihre organisatorische Arbeit für den Filmpreis aufnehmen. So sieht Jürgen Fried die Arbeit der Stiftung nicht beeinflusst, denn sie sei im Auftrag der Stadt Neunkirchen für die Organisation des Filmpreises zuständig. Sollte es aufgrund der Corona-Pandemie doch so kommen, dass der Günter-Rohrbach-Filmpreis in diesem Jahr nicht vergeben werden kann, wird das Jubiläum aber definitiv 2021 nachgeholt. Neunkirchen wird also mit dem Günter-Rohrbach-Filmpreis auch nach der Krise noch lange ein Anlaufpunkt für die Filmwelt bleiben und viele bekannte Schauspieler und Regisseure nach Neunkirchen locken. Vielleicht zeigt man die Finalistenfilme irgendwann auch einmal in einem Autokino. Denn mit der Idee des Autokinos könne man laut Jürgen Fried den durch die Pandemie geschädigten Neunkircher Kinos sicher helfen, Corona zu überstehen.

Weitere Informationen zum Günter-Rohrbach-Filmpreis finden Sie unter www.guenter-rohrbach-filmpreis.de.

Ausgebremst ist auch der Neunkircher Zoo, der keine Besucher empfangen durfte. Zoodirektor Dr. Norbert Frisch berichtet, wie die Ausgangseinschränkungen sich im Neunkircher Zoo auswirken.

Still sind die Wege im Neunkircher Zoo, denn keine Besucher sind unterwegs. Doch hinter den Kulissen sind weiterhin alle Mitarbeiter fleißig, denn schließlich möchten die zahlreichen Tierarten auch in Coronazeiten optimal versorgt werden. „Wir haben drei komplett voneinander getrennte Mitarbeiterteams im Zoo eingesetzt, die absolut keine gemeinsamen Berührungspunkte haben. Dies ist notwendig, um im Fall einer Kontaminierung einer Gruppe, trotzdem immer die Versorgung im Zoo aufrechterhalten kann.“ Schon vor der Allgemeinverfügung hatte man im Zoo Vorkehrungen getroffen, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, so wurden die Häuser geschlossen und die Fütterungsvorführungen eingestellt. „Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass man sich auf unserem großen Gelände aus dem Weg gehen kann. Es ist schade, dass wir gerade jetzt in der schönsten Zeit schließen mussten. Sobald es Lockerungen seitens der Regierung gibt, werden wir wieder öffnen.“ Hier kann sich Dr. Fritsch auch eine Öffnung mit Einschränkungen, wie zum Beispiel bestimmte Besucheranzahl, oder wie gehabt die Aussetzung der öffentlichen Fütterungen und Führungen vorstellen. In den schweren Zeiten ohne Einnahmen helfen dem Zoo das vernünftige Wirtschaften seitens des Managements, sowie Spenden von engagierten Bürgern oder Institutionen. „Für unsere Mitarbeiter gibt es genügend Arbeit, die Versorgung unserer Tiere ist ja immer die gleiche, nur jetzt halt ohne Besucher. Zudem bleibt nun Zeit für Arbeiten, die sonst nicht so einfach ausgeführt werden können.“ Das Paviangehege wurde zum Beispiel mit einer neuen „Inneneinrichtung“ im Gehege ausgestattet, am Eingangsbereich wird fleißig weitergearbeitet, verschiedene Gehege werden hergerichtet und auch der Biberteich steht vor der Fertigstellung und der Betriebshof wird neu strukturiert. „Wir möchten für die Zeit nach Corona gerüstet sein, um unsere Besucher herzlich willkommen zu heißen und hoffen, dass wir den Ausfall gut wieder auffangen können.“ Die Einnahmen des Zoos sind immer auch sehr wetterabhängig, so war es nicht möglich genaue Zahlen zu den Einbußen zu nennen. „In der Zeit vor und nach Ostern bei bestem Wetter waren es sicherlich mehrere tausend Besucher, die dem Neunkircher Zoo fehlten. Auch für die Falknerei ist es derzeit schwer, denn als eigenständiger Betrieb im Zoo, fehlt es natürlich an Einnahmen und Spenden, die sonst während den Flugvorführungen gesammelt werden. „Die Falknerei wird natürlich auch Unterstützung erhalten,“ erläutert der Zoodirektor, „sie ist ein wichtiger Bestandteil im Zoo und ein Publikumsmagnet. Es gibt aber auch noch schöne Dinge zu erzählen, denn unter anderem ist bei den Schneeleoparden Nachwuchs in Sicht (www.nabu.de/leos-live) und unsere Elefantendame Kirsty wird wieder Mitbewohnerinnen bekommen!“

Unterstützen Sie den Neunkircher Zoo und besuchen Sie ihn sobald die Einschränkungen vorbei sind. Nähere Informationen gibt es im Internet unter neunkircherzoo.de.
 
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