Eine besondere Form der Erinnerung
Bilder der Vergangenheit im Wellesweiler Kalender
Anzeige
muster
Hans Günther Sachs präsentiert
den Wellesweiler Kalender in der alten Schmiede
muster
Corona-konform war der Empfang durch
die Vereinsmitglieder am Junkershaus
muster
Die Gäste konnten mit dem notwendigen ­Abstand auch Kaffee und Kuchen, sowie kalte Getränke genießen
Heiß begehrt ist er, der Kalender mit Motiven aus Wellesweiler, den der Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V. nun wieder vorgestellt hat. Im Rahmen eines Corona-konformen Hoffestes wurde der Kalender hinter dem Junkershaus, eben im Hof vorgestellt.

Was anlässlich des 25jährigen Bestehens des Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V. zum ersten Male vorgestellt wurde, hat sich zum begehrten Artikel in dem Neunkircher Stadtteil gemausert, der Wellesweiler Kalender. Mit viel Engagement widmet sich der Verein mit seinem Vorsitzenden Hans Günther Sachs dem Erhalt und der Dokumentation geschichtlicher und historischer Bilder, Gegenstände und Gebäude in Wellesweiler. Die Wellesweiler Bürger dürfen sich nun auch wieder auf einen Kalender mit Historischen Ansichten aus ihrem Ort erfreuen. Manch einer erkennt sich oder wird die Verwandtschaft auf den Kalenderblättern wiederfinden und beim Betrachten werden Stimmen laut, die sagen: „Wääschde noch?“ und „Ach jo, das war jo do owwe!“ Das Titelbild für den Kalender 2021 ziert ein Bild von der „Trinkhalle am Bahnhof“, der Kiosk gehörte Robert Knobloch und war weithin nur als „es Budche“ bekannt. Er fiel 1957 der Verrohrung des Repperbaches zum Opfer. Den Januar begleitet das Bild der ehemaligen Bäckerei Sorg aus den 30er Jahren. Heute finden Sie hier die Bäckerei Borsdorff. Ein Szenenausschnitt vom letzten Faasenachtsumzug in Wellesweiler 1967 ziert den Februar, hier ist ein Wagen der SSV Wellesweiler in der Homburger Straße zu sehen. Vor dem Anwesen Schmidt und Teile vom Bet‘sches Saal kann man Paul Eli als Wahrsagerin bei der Wellesweiler Faasenacht sehen auf dem März-Kalenderblatt. „Die kleinen Strolche“ nebst drei ihrer Mütter beleben das April-Kalenderblatt, sie wohnten in der Eisenbahnstraße, damals noch Flurweg genannt. Im Mai blickt man auf den Eingang zur Rettenstraße und Glockenstraße, auf der linken Seite sieht man noch eine Ecke des Hauses Pitz. Bei der Bliesbegradigung 1936 wurde die Flussschleife an der Felsenwand verschont. Das Juni-Foto zeigt noch die ursprüngliche Ausdehnung. Juli 2021, dieses Bild zeigt die Rückkehr der Turner vom Deutschen Turnerfest, die Bevölkerung empfing sie begeistert. Im August zeigen sich die starken Männer der Rundgewichtsriege. Sie waren dreimal Deutscher Meister als Mannschaft. Mit dem Sternwurf erlangten sie bei Wettbewerben Aufsehen und Bewunderung. Der September erhielt ein Foto vom Festzug zur Amtseinführung des Pfarrers Schmidt. Früher wurde das Erntedankfest mit Umzügen und Aufmärschen gefeiert. Das Oktoberbild ist aus dem Jahr 1935 und zeigt eine Gruppe aus der Weddingenstraße, heute „Zur Römertreppe“. Die November-Aufnahme zeigt die neue Bliesbrücke, deren Bau 1956 begann und deren Fertigstellung mit einer Einweihung am 27. August 1957 beendet war. Zuletzt zeigt sich dann im Dezember eine Kindergartenszene vor dem evangelischen Kindergarten in der Schulstraße, heute die Ernst-Blum-Straße, die zur evangelischen Kirche führt.
Den Kalender gibt es ab sofort für nur zehn Euro in der Bäckerei Borsdorff, in der Sparkasse in Wellesweiler, Bücher König in der Bahnhofstraße und kann auch beim Verein selbst bestellt werden. Kontaktieren Sie hierzu Hans Günther Sachs unter der Telefonnummer 06821-41633.

Aufgepasst!
Der Verein freut sich über jede Schenkung alter Fotos, die meist in den berühmten „Schuhkartons von Oma“ ihr Dasein fristen.
Vielleicht haben Sie ja auch eine solche Sammlung, die Sie gerne dem Verein übergeben würden?

Melden Sie sich doch gerne
bei Hans Günther Sachs
Telefon (06821-41633).
Ab sofort sind auch
jeden Donnerstag
von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
die Räume im Haus Hoppstädter, Rettenstraße 2 geöffnet, dort kann man sich gerne ebenfalls melden.

Nähere Informationen über den Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V. finden Sie auch im Internet unter der Adresse wak-geschichte.de.

ot