thomas kessler      
    Der Bestatter informiert
Fachgeprüfter Bestatter, Experte für Sterbevorsorge und Bestattungen
     
 
Bestatter Thomas Keßler informiert Sie in unserem Stadtmagazin "es Heftche für Neunkirchen und Umgebung und gibt Ihnen wertvolle Tipps.     Was ist zu tun im Trauerfall?
 
Informationsbroschüre gibt detailliert Auskunft

Wenn ein Mensch verstorben ist, gilt es für die Angehörigen, trotz Trauer, viele wichtige Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit zu treffen. In dieser emotional sehr schwierigen Situation sind die Hinterbliebenen meist auf sich alleine gestellt, ohne kompetente Hilfe und dadurch letztendlich überfordert, sei es bei der Regelung der Formalitäten, der Organisation der Trauerfeierlichkeiten sowie mit den anfallenden, oft unüberschaubaren und manchmal nicht nachvollziehbaren Kosten.

In der heutigen Zeit versterben die meisten Menschen im Krankenhaus. In diesem Fall wird ein Arzt der Klinik den Tod feststellen und die „Todesbescheinigung“ zur Klinikverwaltung bringen. Tritt der Todesfall zu Hause ein, so muss sofort ein Arzt (Haus- oder Notarzt) nach eingehender Untersuchung den Tod feststellen und in einer „Todesbescheinigung“ dokumentieren. Danach sollte ein Bestatter informiert werden. Oft kommt es vor, dass die Angehörigen noch etwas Zeit brauchen, um sich in Ruhe von ihrem geliebten Familienmitglied zu verabschieden. Sofern die Todesumstände und die räumlichen Möglichkeiten es erlauben, darf nach einer hygienischen Erstversorgung durch den Bestatter der Verstorbene bis zu 36 Stunden im Haus aufgebahrt verbleiben. Danach muss die Überführung in eine Friedhofshalle erfolgen.


Weiterhin werden folgende Dokumente benötigt:

Bei Ledigen:
  • Geburtsurkunde
  • Gültiger Personalausweis (des Verstorbenen)

Bei Verheirateten:
  • Heiratsurkunde (Stammbuch) oder Familienbuchauszug
  • Gültiger Personalausweis (des Verstorbenen)

Bei Verwitweten:
  • Heiratsurkunde (Stammbuch) oder Familienbuchauszug
  • Sterbeurkunde des schon verstorbenen Ehegatten
  • Gültiger Personalausweis (des Verstorbenen)

Bei Geschiedenen
  • Heiratsurkunde (Stammbuch) oder Familienbuchauszug mit Scheidungsvermerk (ggf. Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk)
  • Gültiger Personalausweis (des Verstorbenen)

Die ärztliche Todesbescheinigung und die jeweils oben genannten Urkunden werden für die Beantragung der Sterbeurkunden beim zuständigen Standesamt des Sterbeortes benötigt, Sterbeurkunde und Todes­bescheinigung sind die Voraussetzungen für eine Bestattung.
Für die Beantragung der Hinterbliebenenrente sollte bei Rentnern der letzte Rentenanpassungsbescheid vorliegen. Darüber hinaus werden noch die Krankenversichertenkarte, Versicherungspolicen von Lebens- und Sterbegeldversicherungen, Mitgliedsausweise von Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden, Unterlagen über Zusatzversicherungen, Graburkunde (bei bereits vorhandenen Grabstellen), Testament (handschriftlich oder notariell) benötigt.
Bei der Beschaffung verloren gegangener Dokumente kann in den meisten Fällen ein qualifizierter Bestatter mit Sicherheit be­hilflich sein. Im Regelfall wird er, um die Angehörigen zu entlasten, auch die notwendigen amtlichen Formalitäten beim Standesamt, Friedhofsamt, Pfarramt und die Beantragung verschiedener Renten (Witwen/er-, Vorschussrente) oder auch die Rentenabmeldung beim zuständigen Versicherungsträger erledigen.
Auf Wunsch der Hinterbliebenen kann er auch die Abrechnung mit Lebens-, Sterbe- und anderen Versicherungen durchführen. Über diese grundlegenden Anforderungen hinaus stehen weitere Erledigungen an, welche außerdem für eine Bestattung notwendig sind.

Dies wären zum Beispiel:
  1. 1. Festlegung des Beisetzungstermins
  2. 2. Informieren von Verwandtenn und Freunden
  3. 3. Text für die Traueranzeige oder Trauerbriefe verfassen
  4. 4. Bestellung des Blumenschmuckes
  5. 5. Den Inhalt der Trauerrede mit dem Geistlichen oder Trauerredner besprechen
  6. 6. Gästeliste aufstellen und Lokalität für den Beerdigungskaffee bestellen
  7. 7. Bei Berufstätigen ist der Arbeitgeber zu verständigen
  8. 8. Beantragung von der Witwen­vorschussrente (Sterbevierteljahr)
  9. 9. Beantragung der Hinterbliebenenrente (Ehegatte und minderjährige Kinder)

Da jeder Todesfall andere, individuelle Anforderungen verlangt, werden in einem Ratgeber „Was ist zu tun im Trauerfall?“ alle weiteren Besorgungen und Erledigungen detailliert zusammengefasst und dargestellt. ­Bestattungsunternehmen stellen dieses In­formationsmaterial oftmals kostenlos zur ­Verfügung.
 
Thomas Keßler