Die Welt der kleinen Mini-Superhelden
 
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Übrigens: Am 14. Juni hab ich Geburtstag!
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Kellerasseln gehören zu der Gattung
der Krebstierchen
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Was haben ein Regenwurmkokon
und eine Zitrone gemeinsam?
 
In diesem Monat ist Sommeranfang – nicht nur viel Gelegenheit, um draußen zu spielen, man kann auch viel entdecken. Schaut euch mal in der Natur um! Balduin Rotschleif, der Regenwurm aus der Feder von Andrea Dejon, erzählt euch derzeit über sich und seine Freunde aus dem Wiesenreich.

Wie wunderbar! Endlich ist der Winter vorbei und ich kann mich wieder durchs Erd­reich wühlen. Die letzten Monate hatte ich einen Meter tief in der Erde verschlafen, gut geschützt in meinem abgeschirmten Höhlenzimmer, das ich mit Lehm und Spucke ausgekleidet hatte. In dieser Minihöhle bleiben die Temperatur und die Feuchtigkeit immer recht gleich. So bin ich sicher – egal, ob es über der Erde recht kalt oder zu heiß ist.
Ah, wie lecker: verwelkte Blätter, abgestorbene Wurzeln… davon hab ich die letzten Wochen geträumt, so was ist schon ein sehr  leckerer Schmaus!
Das Essen wird gut in meinem Bauch durchgeknetet und zu Humus verwandelt, den ich dann überall in der Erde hinterlasse. Tja, ohne uns Regenwürmer hätten die Pflanzen nicht genügend Nahrung, um wachsen zu können. Außerdem schaffen wir Raum, damit ihre gesunden Wurzeln sich gut im Erdreich verankern können und nicht von schädlichen Schimmelpilzen angegriffen werden.
Wir Wiesenhelden, die im Element Erde zuhause sind, sind die wahren Ultramegahelfer von Mutter Natur. Wir erschaffen, reinigen und lüften den Erdboden – und bleiben meist im Dunkeln verborgen. Oder sind so klein, dass ihr Menschen uns nicht sehen könnt: Wie der Kugelspringschwanz, der nur ungefähr so groß ist wie ein Punkt.
Außerdem gibt es viele Fressfeinde, die uns zum Fressen gern haben und von daher ist es schon ein gefährliches Abenteuer, wenn ein Regenwurm wie ich, sich ins Wiesenreich hinauf wagt.
„Hallo, meine lieben Blumenfreude! Wie das hier überall duftet! Einfach herrlich! Geht es euch gut?“
„Na, klar! Immer wenn du und deine Freunde im Erdreich unterwegs seid und uns an unseren Wurzeln kitzelt, geht es uns gut“, antwortet Ringel, die orangefarbene Ringelblume.
Aber auch die Kellerasseln sind recht mutig und überall unterwegs außerdem wagen sie sich gerne mal in die Nähe von euch Menschen. Leider wissen nur wenige von euch, was für besondere Wiesenhelden sie sind. Sie sind regelrechte Metalldetektoren und recyceln so ziemlich alles. Sogar ihren eigenen Kot und Metallreste. Selbst das für euch Menschen so giftige Metall Cadmium können sie fressen. Sie wandeln es in ihrem kleinen Körper zu Fettpolstern um. Jetzt im Frühling werden sie auch bald kleinen Nachwuchs bekommen. Die Weibchen haben an ihrer Unterseite einen Brutbeutel und darin werden die Eier feucht und warm gelagert, bis die Jungen schlüpfen.
Die Eier von uns Regenwürmern brauchen auch Feuchtigkeit. Nachdem wir ein Ei gelegt haben, wird es mit einer dicken Schleimschicht ummantelt. Wir bearbeiten diese dabei wie die Spinnen und bauen aus den Schleimfäden einen Schutz-Kokon für das Ei. Und dieser Kokon sieht doch tatsächlich aus wie eine Mini-Mini-Zitrone.
 
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