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Alcedo, der prachtvolle Eisvogel
 
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Eisvögel sind gute Fischfänger
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Alcedo hat seine Frau Atthis gefunden
und hat mit ihr ein Heim bezogen
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Eisvögel ernähren sich von Fischen,
Fröschen und Kleintieren im Wasser
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Von dieser Vogelart gibt es verschiedene ­Unterarten,
die ein anderes Gefieder haben
Geht man mit offenen Augen durch die Natur, dann kann man schon auch einmal außergewöhnlich erscheinende Pflanzen und Tiere sehen. Wir möchten euch gerne Alcedo, den buntschillernden Eisvogel etwas näher vorstellen.
Scheu und schüchtern ist der kleine Eisvogel Alcedo, der mit seinem bunt schillernden Gefieder eine eindrucksvolle Schönheit ist. Ihr kennt sicher alle einen Sperling und so groß in etwa ist auch der Eisvogel. Man braucht schon viel Geduld und sollte die richtigen Stellen kennen, um einen Eisvogel in der Natur zu erkennen. Alcedo lebt wie alle seine Artgenossen an Gewässern, die naturbelassen sind. Der kleine Jäger fischt nämlich seine Nahrung aus dem Wasser, da ist ihm sein dolchartiger Schnabel ein wichtiges Werkzeug. Blitzschnell sticht er kopfüber ins Wasser und fängt Fische, Frösche, Kaulquappen oder auch Molche oder kleine Krebse. Dazu kann Alcedo bis zu 60 Zentimeter tief in das Wasser eintauchen. Die perfekte Tarnung erreicht der Vogel durch sein türkisfarbenes bis kobaltblaues Gefieder, damit verschmilzt er fast mit dem Wasser. Eisvögel suchen sich ihren Lebensraum sehr gut aus, sie fischen an klaren, sauberen Gewässern und dort wo ein Eisvogel wohnt kann man von einer gesunden Flora (Pflanzenwelt) ausgehen. Brust und Bauch sind orangebraun, so fällt er auch in Baumkronen nicht auf. Ab Februar ist Alcedo dann auf Brautsuche und er hofft darauf eine Frau zu finden mit der er sich paaren kann. Um seine Auserwählte für sich zu gewinnen bringt Alcedo ihr auch gerne mal einen Fisch vorbei. Gegen Ende März hat Alcedo seine Frau Atthis gefunden und mit ihr ein Heim bezogen. Ihr denkt nun sicher an ein Nest, doch weit gefehlt. Eisvögel brüten in Höhlen, die sie ca. 50 bis 90 Zentimeter in Lehm- oder Sandwände graben. Hierzu bevorzugen sie Steilufer von Flüssen und Bächen oder Uferböschungen von Seen. Anfang April legt Atthis dann so zwischen sechs und acht Eier, die an 21 Tagen von beiden abwechselnd bebrütet werden. Sind die Kleinen dann geschlüpft werden sie noch vier Wochen von den Eltern gefüttert und Ende Mai verlassen die Jungen das Nest. Nun können sich Alcedo und Atthis noch einmal um neuen Nachwuchs kümmern, den sie dann auch gleich wieder großziehen. Auch hier bei uns im Saarland ist der Eisvogel wieder heimisch geworden, unser Alcedo lebt in der Nähe von Neunkirchen an einem schönen Ort mit vielen Fischen und ganz viel Ruhe. Auch an der Blies und im Bliesgau, sowie in Dillingen am Ökosee, an der Oster und der Ill kann man vielleicht mit viel Glück und vor allem Geduld einmal einen der flinken Jäger sehen. Es wird geschätzt, dass im Saarland wieder 100 bis 120 Brutpaare heimisch sind.
Wollt ihr mehr über den Eisvogel erfahren? Wissenswertes findet ihr auch unter www.nabu.de.
ot