Die Kinderseite
 Der Steinkauz - Ein seltener Vogel
 
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Mit der Webcam kann man auch einen Blick
in den Nistkasten erhaschen
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Kommst du rein oder geh ich raus,
scheinen sich die beiden zu fragen
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Mit großen Augen beobachtet der Jungvogel seine Umgebung
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Aufgeweckt und fröhlich
schaut der kleine „Kobold“ in die Kamera

Tierisch ist es wieder in unserer November-Ausgabe. Es geht um den Steinkauz, die kleine Eulenart ist nämlich vom Aussterben bedroht und in der Ökopädagogischen Falknerei im Neunkircher Zoo wird er gezüchtet, um ihn wieder in der Natur anzusiedeln. 
Wunderschöne Augen hat er, der kleine Vogel und ein tolles Gefieder. Mit seinen bis zu 250 Gramm ist ein ausgewachsener Steinkauz schon ein Leichtgewicht. Hierbei ist es so, dass die Weibchen zwischen 170 und 250 g wiegen und somit minimal schwerer sind als die Männchen mit ihren 160 bis 240 Gramm Gewicht. Mit einer Größe von ca. 21 bis 23 Zentimeter und einer Flügelspannweite von 53 bis 58 Zentimeter zählen die Käuze zu den Kleineulen. Im Vergleich hierzu könnt ihr euch mal vorstellen was eine Schneeeule wiegt. Mit einem Durchschnittsgewicht von 1,6 und 2,5 Kilogramm und einer Größe von 55 bis 66 Zentimeter sind diese Vögel schon deutlich größer. Ihr kennt es sicherlich von vielen Vogelarten, dass sich die männlichen und weiblichen Tiere im Gefieder unterscheiden. Ein gutes Beispiel ist da die Amsel, da ist das Männchen ist ganz schwarz mit gelb-orangenem Schnabel, das Weibchen ist dunkelbraun mit gefleckter Brust und blassem Schnabel. Beim Steinkauz unterscheiden sich Männchen und Weibchen vom Gefieder her nicht. Der Kauz ist seinem Partner treu und so trifft man auch manchmal auf zusammengehörende Paare, da muss man aber schon sehr viel Glück haben, denn der Vogel ist ja sehr scheu und selten. Aber man hat auch die Möglichkeit sich über diese tollen kleinen Gesellen in der Ökopädagogischen Falknerei im Neunkircher Zoo zu informieren. Bei Theo Omlor, dem Besitzer der Falknerei gibt es etwas ganz Besonderes. Hier wohnen in zwei schönen artgerechten Gehege nämlich die Steinkäuze, die auch Nachwuchs großziehen. Die Vögel kümmern sich selbst um ihre Brut bis die Jungvögel flügge sind. Sobald die Jungen bereit sind für das Leben draußen in der freien Natur, werden sie im Bliesgau ausgewildert. Ihr fragt euch sicherlich was das denn bedeutet. Nun, die Vögel sind ja mittlerweile vom Aussterben bedroht und damit dies nicht geschieht, unterstützt man sie indem man sie geschützt vor allen Gefahren aufwachsen lässt. Sind sie groß genug, werden sie langsam an das Leben draußen gewöhnt und können sich dann dort wieder ansiedeln und dafür sorgen, dass es wieder mehr Steinkäuze bei und gibt. Diese kleinen Eulen leben gerne in offenen Landschaften mit Einzelbäumen oder zerfallenem Gemäuer oder auch in Streuobstwiesen. Dies alles findet man im Biosphärenreservat Bliesgau. Hier finden sie auch genügend Nahrung. Steinkäuze ernähren sich überwiegend von Mäusen, größeren Käfern und Heuschrecken, Regenwürmern und sogar kleineren Vögeln. Auch Frösche, Salamander, Blindschleichen und ähnliches gehören zu ihren Beutetieren. Die Falkner geben sehr gerne Auskunft und am Steinkauzgehege befindet sich eine sehr lehrreiche Schautafel. Viele tolle Informationen und sogar eine Livecam vom Steinkauzgehege findet ihr in YouTube unter Zoofalknerei Neunkirchen. Dort findet ihr auch viele weitere tolle Videos aus dem Steinkauzgehege. Schaut doch einmal vorbei im Neunkircher Zoo und erkundigt euch über diese tollen Vögel.
ot/Fotos Heribert Brendel und Stephan Geiß